Universität Wien FIND

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220039 UE UE-HIST - Übung zum Praxisfeld Historische Kommunikationsforschung (2017S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Zusammenfassung

1 Falböck , Moodle
2 Marschik
3 Schipper
4 Schipper
5 Seethaler , Moodle
7 Vyslozil

An/Abmeldung

An/Abmeldeinformationen sind bei der jeweiligen Gruppe verfügbar.

Gruppen

Gruppe 1

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Geschichte in Bildern - Visuelle Kommunikation in historischer Perspektive

Montag 27.03. 14:30 - 17:30 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Montag 24.04. 14:30 - 17:30 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Montag 15.05. 14:30 - 17:30 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Montag 29.05. 14:30 - 17:30 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Montag 19.06. 14:30 - 17:30 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Bilder und visuelle Darstellungen waren schon immer Teil der Massenkommunikation und damit wirksame Kräfte in der Prägung von Gesellschaft und Kultur. Bereits in den Flugblättern und „Neuen Zeitungen“ des 16. Jahrhunderts waren Illustrationen zentrale Elemente der Botschaften. Mit der Entstehung der Massenpresse ab dem 19. Jahrhundert gewannen Bilder und später Fotografien zunehmend an Bedeutung. Eine Entwicklung, die bis in die Gegenwart und damit bis in die Realität der Digitalisierung der massenmedial vermittelten Kommunikation ungeahnte Dimensionen einnehmen sollte. Bilder sind Aufmerksamkeitsgaranten deren Verarbeitung rascher und unmittelbarer erfolgt als dies das Wort vermag. Bilder suggerieren Authentizität. Es sind vor allem Bilder, die unser kulturelles Gedächtnis prägen.

Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung setzen wir uns deshalb mit dem Wandel der visuellen Kommunikation in Zeitungen und Zeitschriften in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts auseinander. Welche Bildinhalte und welche Visualisierungsstrategien waren typisch für die Visualisierung in bestimmten historischen Phasen? Was waren bzw. sind ikonische Bilder? Wie wurden politische, kulturelle und soziale Ereignisse der österreichischen Geschichte visualisiert? Inwieweit entstanden neue Formen und was zeichnet diese aus?
Ziel ist das Kennenlernen und Erproben des methodischen Verfahrens der Bildanalyse und das Schreiben einer Abschlussarbeit bei der dieses Verfahren zur Anwendung kommt.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

1) Anwesenheit und aktive Mitarbeit (angesichts der geblockten Form maximal 1x fehlen), 2) zwei bis drei Kurzpräsentation innerhalb des Semesters, 3) schriftliche Einzel- oder auch Gruppenarbeit im Umfang von 10 Seiten pro Person.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Kurzpräsentationen und Debatten ihrer Arbeitsschritte im Rahmen der LV. Schreiben einer Forschungsarbeit einzeln, vorzugsweise in der Gruppe im Umfang von 10 Seiten pro Person.

Literatur

Basisliteratur zum Rahmenthema wird zum Beginn der Lehrveranstaltung über die eLearning-Plattform bereit gestellt.

Gruppe 2

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 20.03. 11:15 - 14:15 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Montag 03.04. 11:15 - 14:15 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Montag 08.05. 11:15 - 14:15 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Montag 22.05. 11:15 - 14:15 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Montag 12.06. 11:15 - 14:15 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Montag 26.06. 11:15 - 14:15 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Geschichte bedeutet nicht nur, Fakten über die Vergangenheit herauszuarbeiten. Denn ebenso wesentlich ist es, deren Bedeutung für die Gegenwart zu analysieren. Im Rahmen der LV wollen wir uns Diskurse über Vergangenheit genauer ansehen, zu deren Konstruktion, Erhaltung und Veränderung die Medien einen wichtigen Beitrag leisten. Ziel ist es, aktuelle Diskurse anhand des Vergleiches mit vergangenen Diskursen zu verstehen, aber auch zu hinterfragen. Die Analyse historischer Geschehnisse liefert dazu entscheidende Beiträge.

Semesterthema: Sexualität und Sexualisierung

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Durchführung einer wissenschaftlichen Arbeit
1) Diskussion und Reflexion in der LV
2) Zwei schriftliche Hausübungen
3) Drei mündliche Präsentationen der Forschungsfortschritte
Keine schriftliche Abschlussarbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Im Rahmen der LV sollen in Kleingruppen die Schritte einer historisch-diskursanalytischen Forschungsarbeit im Praxisfeld Mediengeschichte anhand konkreter Beispiele erprobt, diskutiert und umgesetzt werden.

Prüfungsstoff

Vortrag, (Klein-)Gruppenarbeit, Referate, Diskussion (+Feedback)

Literatur

Jäger, Siegfried (2012): Kritische Diskursanalyse. Eine Einführung (6. Aufl.).
Keller, Reiner (2011): Diskursforschung. Eine Einführung für SozialwissenschaftlerInnen, Wiesbaden (4. Aufl.).
Landwehr, Achim (2008): Historische Diskursanalyse. Frankfurt/M.
Sarasin, Philipp (2003): Geschichtswissenschaft und Diskursanalyse, Frankfurt/M.

Gruppe 3

Die Lehrveranstaltung ist inhaltlich und organisatorisch auf das Europaforum Wachau 2017 ausgerichtet. Das Forum findet am Samstag, den 10.6., und Sonntag, den 11.6., ganztägig im Stift Göttweig statt. Das Thema des diesjährigen Forums lautet "Bürgernähe in Europa". Informationen zum Europaforum finden Sie hier: http://www.europaforum.at/.

Die Lehrveranstaltung wird in enger Kooperation mit Wikimedia Österreich durchgeführt. Informationen zu Wikimedia finden Sie hier: https://www.wikimedia.at/. Als Lern- und Arbeitsplattform wird dient eine eigene Kursseite in Wikiversity: https://de.wikiversity.org/wiki/Kurs:Europaforum_Wachau_2017,_B%C3%BCrgern%C3%A4he_in_Europa_(SS_2017)

Als universitäre Leiter fungieren Prof. Dr. Friedrich Schipper und Prof. Dr. Rotraud A. Perner gemeinsam mit Univ.-Lektor Mag. Lukas Mandl, unterstützt durch Wikimedia-Projektleiter Heinz Egger u.a. Prof. Paul Lendvai, der Moderator des Europaforums, steht den Studierenden für ein Privatissimum im Anschluss an das Forum zur Verfügung.

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Samstag 10.6. und Sonntag 11.6. 8-20 Uhr im Stift Göttweig

Freitag 24.03. 14:45 - 18:45 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG
Freitag 21.04. 14:45 - 18:45 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG
Freitag 28.04. 14:00 - 18:00 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG
Freitag 12.05. 14:45 - 18:45 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG
Freitag 09.06. 15:00 - 19:00 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG
Freitag 30.06. 14:00 - 18:00 Seminarraum 10, Währinger Straße 29 2.OG

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Übungen zum Praxisfeld Historische Kommunikationsforschung werden im Rahmen des Europaforums Wachau 2017 anhand des Themas "Bürgernähe in Europa" durchgeführt. Da die Lehrveranstaltung in enger Kooperation mit Wikimedia Österreich durchgeführt wird, werden alle teilnehmenden Studierenden angehalten, auf der Übungsplattform Wikiversity einen eigenen Beitrag im Themenbereich zu verfassen. Die besten Beiträge können dann auf Wikipedia transferiert werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Abschlussarbeit: Einzel- oder Gruppenarbeit - Bearbeitungen eines Themas in Form eines enzyklopädischen Beitrags für Wikiversity

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Über die von der SPL vorgegebenen Inhalte und Ziele hinaus ist folgendes besonders relevant:
1. Teamwork
2. Recherche (jenseits von Google & Co.)
3. Aktive Teilnahme an den Diskussionen in den Arbeitskreisen des Europaforums
4. Interviews mit Politkern, Journalisten, Wissenschaftlern, Kulturschaffenden et al.
5. Texte verfassen (einen Wikiversity-/Wikipedia-Eintrag verfassen)

Prüfungsstoff

Unter Anleitung der LV-Leiter und von Wikimedia-Tutoren werden in Kleinteams die Grundlagen für Wikiversity-/Wikipedia-Einträge zum Thema des Europaforums Wachau recherchiert und verfasst. Für den adäquaten Umgang mit der Mediawiki-Software wird ein eigener Editathon (Schreibwerkstatt) angeboten; ein eigener Laptop ist dafür mitzubringen.

Literatur

Im Rahmen eines Wikipedia-Abkommens unterstützen die Bertelsmann/Random House Gruppe, Klett-Cotta sowie Beck diese Lehrveranstaltung und stellen den teilnehmenden Studierenden kostenfrei Fachliteratur aus den Verlagsprogrammen zur Verfügung, die zur Ausarbeitung der jeweiligen Beiträge dient.

Gruppe 4

Sommeruniversität 2017
"Weltkulturerbe - Kulturgüterschutz - Kulturkommunikation: Graz - Wien - Salzburg":
eine Lehrveranstaltungskooperation des Fachbereichs Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg, des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Graz und des Instituts für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien.

Die Lehrveranstaltung wird in enger Kooperation mit Wikimedia Österreich durchgeführt. Informationen zu Wikimedia finden Sie hier: https://www.wikimedia.at/. Als zentrale Lern und Arbeitsplattform dient eine eigene Kursseite in Wikiversity: https://de.wikiversity.org/wiki/Kurs:Weltkulturerbe_-_Kulturg%C3%BCterschutz_-_Kulturkommunikation:_Graz_-_Wien_-_Salzburg_(SS_2017)

Als universitäre Leiter fungieren Prof. Dr. Friedrich Schipper, Dr. Eva Klein und Prof. Dr. Kurt Luger, unterstützt durch Wikimedia-Projektleiter Heinz Egger u.a.

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Zur Vorbereitung der als Sommeruniversität angebotenen Übung finden mehrere Einheiten im Hörsaal im Laufe des Semesters statt: FR 31.03.2017, 05.05.2017 und 23.06.2017, jeweils 14.00-18.00 Uhr.
Die gemeinsame Sommeruniversität der Unis Salzburg, Graz und Wien in Form einer 10-tägigen Exkursion in die drei österreichischen Welterbe-Städte Graz, Wien und Salzburg findet vom 8.-17.9.2017 statt.

Freitag 31.03. 14:00 - 18:00 Seminarraum 10, Währinger Straße 29 2.OG
Freitag 05.05. 14:00 - 18:00 Seminarraum 10, Währinger Straße 29 2.OG
Freitag 23.06. 14:00 - 18:00 Seminarraum 10, Währinger Straße 29 2.OG

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Übungen zum Praxisfeld Historische Kommunikationsforschung werden im Rahmen der Sommeruniversität 2017 anhand des Themas "Weltkulturerbe - Kulturgüterschutz - Kulturkommunikation" durchgeführt. Dabei werden die österreichischen UNESCO-Welterbe-Städte Salzburg, Graz und Wien besucht, ausgewählte Kulturerbe-Stätten mit Experten besichtigt und die jeweiligen Strategien der Kulturkommunikation bzw. - vermittlung und -vermarktung im Hinblick auf Kulturbildung sowie Kulturtourismus diskutiert.
Darüber hinaus stehen Aspekte der Denkmal- und Ortsbildpflege, der Stadtentwicklung und Konflikte in der Stadtplanung - Spannung zwischen Tradition und Moderne bzw. moderner Architektur/Hochhäuser im Welterbe - zur Debatte.
Auch der Themenkomplex des Kulturgüterschutzes wird - teils vor dem Hintergrund der Zerstörung des Kulturerbes in Städten wie Damaskus und Aleppo - diskutiert.
Auch der Frage der Wechselseitigkeit von materiellen und immateriellen Kulturerbe wird nachgegangen: Was ist immaterielles Kulturerbe und welche Rolle hat es im Kontext des Weltkulturerbes, wie kommuniziert/vermittelt man den Wert des immateriellen Kulturerbes, immaterielles Kulturerbe auf der nationalen und internationalen Liste, entlistetes sowie künftiges Kulturerbe.
Da die Lehrveranstaltung in enger Kooperation mit Wikimedia Österreich durchgeführt wird, werden alle teilnehmenden Studierenden angehalten, auf der Übungsplattform Wikiversity einen eigenen Beitrag im Themenbereich zu verfassen. Die besten Beiträge können dann auf Wikipedia transferiert werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Erstellung von individuellen Tagesprotokollen
Abschlussarbeit: Einzel- oder Gruppenarbeit - Bearbeitungen eines Themas in Form eines enzyklopädischen Beitrags für Wikiversity

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Über die von der SPL vorgegebenen Inhalte und Ziele hinaus ist folgendes besonders relevant:
1. Teamwork
2. Recherche (jenseits von Google & Co.)
3. Texte verfassen (einen Wikiversity-/Wikipedia-Eintrag verfassen)

Prüfungsstoff

Unter Anleitung der LV-Leiter und von Wikimedia-Tutoren werden einzeln oder in Kleinteams die Grundlagen für Wikiversity-/Wikipedia-Einträge zum Themen der Sommeruniversität 2017 recherchiert und verfasst. Für den adäquaten Umgang mit der Mediawiki-Software wird ein eigener Editathon (Schreibwerkstatt) angeboten; ein eigener Laptop ist dafür mitzubringen.

Literatur

Im Rahmen eines Wikipedia-Abkommens unterstützen die Bertelsmann/Random House Gruppe, Klett-Cotta sowie Beck diese Lehrveranstaltung und stellen den teilnehmenden Studierenden kostenfrei Fachliteratur aus den Verlagsprogrammen zur Verfügung, die zur Ausarbeitung der jeweiligen Beiträge dient.

Gruppe 5

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 17.03. 17:45 - 20:45 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Freitag 24.03. 17:45 - 20:45 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Freitag 05.05. 17:45 - 20:45 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Freitag 12.05. 17:45 - 20:45 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Freitag 19.05. 17:45 - 20:45 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Freitag 16.06. 17:45 - 20:45 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Freitag 30.06. 17:45 - 20:45 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Thema: Medienqualität und Demokratie (am Beispiel Österreichs)

Medienqualität
- ist ein Beobachterkonstrukt und nicht eine Produkteigenschaft,
- ist gesellschafts‐, kultur‐ und zeitgebunden
- und kann in Bezug auf unterschiedliche Funktionen der Medien von unterschiedlichen Akteuren an unterschiedlichen Kriterien ausgerichtet werden.
Besonders in demokratisch verfassten, auf öffentliche Legitimation bauenden Gesellschaften gilt, dass es Medienqualität nicht an und für sich gibt, sondern immer wieder neu definiert und begründet werden muss. Wenn das aber so ist, wie lässt sich dann Medienqualität bestimmen und wie lässt sie sich erforschen? Und wie können sich wandelnde Vorstellungen von und Einstellungen zu Medienqualität aus kommunikationshistorischer Sicht untersucht werden? Diese Fragen und Probleme stehen beispielhaft für das Thema, mit dem wir uns in dieser Ue-Hist aus theoretischer und methodischer Perspektive beschäftigen möchten.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Ue-Hist ist eine prüfungsimmanente LV. Die Leistungsbeurteilung umfasst daher folgende Punkte:
- Anwesenheit (80% = Voraussetzung für positiven Abschluss) und Beteiligung an der LV
- Theoretischer Aufsatz (Einzelarbeit) zur Qualität der Medien (max. 5 Seiten)
- Erstellung einer Forschungskonzeption (Gruppenarbeit): Powerpoint‐Präsentation im Juni 2017 (einschließlich Handout auf einer Seite) + schriftliche Ausfertigung (max. 20 Seiten)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

- Theorien und Methoden einsehen, diskutieren, anwenden können: mit Theorien zu Rolle der Medien in der demokratischen Öffentlichkeit auseinandersetzen
- Empirisch (quantitativ und qualitativ) arbeiten können: Modelle/Indikatoren zur Messung von demokratischer Medienqualität erarbeiten
- Forschungsprojekte konzipieren und Forschungsberichte verfassen: ein Forschungskonzept erstellen, das sich mit der Qualität der über Medien vermittelten Inhalte (vorzugsweise in Österreich nach 1945) befasst

Literatur

Beispiele:
Bucher, H.‐J., & Altmeppen, K.‐D. (Hrsg.) (2003). Qualität im Journalismus. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.
Vlasic, A. (2004). Über Geschmack lässt sich nicht streiten – über Qualität schon? Zum Problem der Definition von Maßstäben für publizistische Qualität. In K. Beck, W. Schweiger & W. Wirth (Hrsg.), Gute Seiten – schlechte Seiten: Qualität in der Online‐Kommunikation (S. 15‐32). München: R. Fischer.
Weischenberg, S. (2006) Medienqualitäten: Zur Einführung in den kommunikationswissen‐schaftlichen Diskurs über Maßstäbe und Methoden zur Bewertung öffentlicher Kommunikation. In S. Weischenberg, W. Loosen & M. Beuthner (Hrsg.), Medien‐Qualitäten: Öffentliche Kommunikation zwischen ökonomischen Kalkül und Sozialverantwortung (S. 9‐
34). Konstanz: UVK.

Gruppe 7

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 23.03. 09:45 - 12:45 Seminarraum 9, Währinger Straße 29 2.OG
Donnerstag 06.04. 09:45 - 12:45 Seminarraum 9, Währinger Straße 29 2.OG
Donnerstag 04.05. 09:45 - 12:45 Seminarraum 9, Währinger Straße 29 2.OG
Donnerstag 18.05. 09:45 - 12:45 Seminarraum 9, Währinger Straße 29 2.OG
Donnerstag 01.06. 09:45 - 12:45 Seminarraum 9, Währinger Straße 29 2.OG
Donnerstag 22.06. 09:45 - 12:45 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Durch das selbständigen Erschließen des Forschungsfeldes „Nachrichtenagenturen“ soll den Studierenden die Entwicklung von Funktion, Technik und Geschichte dieser Mediengattung vermittelt werden.

Nachrichtenagenturen sind auch in Zeiten sozialer Medien einzigartige Informationslieferanten für das globale Mediensystem. Geradezu unverzichtbar war ihre Rolle jedoch vor Beginn der Digitalisierung, haben sie doch seit Einführung der elektrischen Telegrafie um 1850 bis zum Beginn der Digitalisierung um das Jahr 2000 herum ein defacto-Monopol zur Versorgung der Medien mit Realtime-Information besessen. Tatsächlich gibt es keine andere Medien-Gattung, die seit mehr als eineinhalb Jahrhunderten weltweit derart einflussreich ist und über deren Entwicklungsgeschichte, Strukturen und Arbeitsweisen so wenig bekannt ist.

Im Rahmen der UE soll daher schwerpunktmäßig die Entwicklung der früheren Nachrichtenagenturen erforscht werden. Der Untersuchungszeitraum umfasst die Periode von den ersten Agenturen um etwa 1850 bis etwa 1980.

Beispiele für die zu erforschenden Themenfelder sind unter anderem:

- Entdeckung des Warencharakters von „Echtzeit“-Information durch die ersten telegrafischen Korrespondenzbüros um 1850

- Zur Entwicklung von Telegrafie und Telefonie als Voraussetzung für die Nachrichtenbeschaffung und Nachrichtenverbreitung der Telegrafenbüros vor dem Ersten Weltkrieg

- Der Einfluss von Otto von Bismarck auf das Wollff’sche Telegrafenbüro in Berlin

- Kursmeldungen und Börse-Information als Grundlage der redaktionellen Nachrichtengebung der frühen Telegrafenbüros

- Das weltweite Agentur-Kartell von 1870 von Reuter (London), Havas (Paris) und Wolff (Berlin) und sein Einfluss auf die Entwicklung nationaler Nachrichtenagenturen bis 1938

- Der angelsächsische Einfluss auf das Entstehen genossenschaftlicher Presseagenturen im Eigentum der Zeitungen nach den beiden Weltkriegen

- Das veränderte Selbstverständnis der sogenannten „nationalen“ Nachrichtenagenturen vor und nach dem Zweiten Weltkrieg

- Nachrichtenagenturen als Instrumente der Medienlenkung im Nationalsozialismus und Kommunismus

- Die Bedeutung nationaler Nachrichtenagenturen für das Entstehen von Nationalstaaten im post-kolonialen Afrika

- Von der „Hellcommune“1939 über die Epoche des Fernschreiber-Einsatzes bis zur beginnenden „Computerisierung“ der Nachrichtenagenturen um 1980

Aufgabe der UE-TeilnehmerInnen ist das Erarbeiten von Forschungskonzepten zu den von den Studierenden gewählten Forschungsthemen. Im Rahmen der UE wird zunächst einführende Literatur diskutiert und Themenschwerpunkte erarbeitet. Nach vertiefter Literaturrecherche im In- und Ausland wird das jeweilige Forschungsthema präzisiert. In der Folge werden die Forschungsfragen formuliert und bis zum Ende des Semesters das eigentliche Projektthema ausgearbeitet.

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Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Während des Semesters sind von den Studierenden Arbeitsaufträge zu erfüllen und in den folgenden LVs zu diskutieren. Bis Semesterende ist eine 20+ seitige schriftliche Arbeit über das gewählte Thema zu verfassen. Die abschließende Bewertung erfolgt neben den Einzelleistungen während des Semesters vor allem auf Grund der Qualität der Abschlussarbeit.

Literatur

Boyd-Barret, Oliver / Rantanen, Terhi (ed.) (1998): The Globalization of News. London: Sage

Cooper, Kent (1942): Barriers down. The Story of the News Agency Epoche. New York: Farrar & Rinehart.

Dörfler Edith / Pensold, Wolfgang (2001): Die Macht der Nachricht. Die Geschichte der Nachrichtenagenturen in Österreich. Herausgegeben von Wolfgang Vyslozil. Wien: Molden Verlag.

Fuchs, Friedrich (1919): Telegraphische Nachrichtenbüros. Eine Untersuchung über die Probleme des internationalen Nachrichtenwesens. Berlin: Dietrich Reimer (Ernst Vohsen)

Pichler, Franz (2007): Elektrisches Schreiben in der Ferne. Die Telegraphie in Österreich. Technische Entwicklung 1846 – 1906. Linz: Trauner.

Read, Donald (1999): The Power of News. The History of Reuters. New York: Oxford University Press. 2nd Edition.

Vyslozil, Wolfgang / Wippersberg, Julia (2014): Group 39. History of an Exceptional Alliance of News Agencies. Character, Business & Policy of Independent News Agencies in Europe. Vienna: APA-Austria Press Agency.

Wilke, Jürgen (1991): Telegraphenbüros und Nachrichtenagenturen in Deutschland: Untersuchungen zu ihrer Geschichte bis 1949. München: Verlag Sauer.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:38