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220074 VO INSOWI A: VO WITHEGI Wissenschaftstheorie und -geschichte (2019S)

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Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

1.Termin ist am 5. März von 9.45-11.15 im Übungsraum A 414 im NIG

Dienstag 05.03. 09:45 - 11:15 Übungsraum (A414) NIG 4. Stock
Dienstag 19.03. 09:45 - 11:15 Hörsaal C, NIG 4. Stock
Dienstag 26.03. 09:45 - 11:15 Übungsraum (A414) NIG 4. Stock
Dienstag 02.04. 09:45 - 11:15 Übungsraum (A414) NIG 4. Stock
Dienstag 09.04. 09:45 - 11:15 Übungsraum (A414) NIG 4. Stock
Dienstag 30.04. 09:45 - 11:15 Übungsraum (A414) NIG 4. Stock
Dienstag 07.05. 09:45 - 11:15 Hörsaal A, NIG 4.Stock
Dienstag 14.05. 09:45 - 11:15 Übungsraum (A414) NIG 4. Stock
Dienstag 21.05. 09:45 - 11:15 Übungsraum (A414) NIG 4. Stock
Dienstag 28.05. 09:45 - 11:15 Übungsraum (A414) NIG 4. Stock
Dienstag 04.06. 09:45 - 11:15 Übungsraum (A414) NIG 4. Stock
Dienstag 18.06. 09:45 - 11:15 Übungsraum (A414) NIG 4. Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Ziel der Lehrveranstaltung ist es die Beziehung von Sozialwissenschaften und Gesellschaft aus unterschiedlichen Perspektiven zu analysieren und so besser zu verstehen. Wir gehen dabei von einer sogenannten Koproduktions-Hypothese aus. Diese besagt, dass wissenschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen immer Hand in Hand gehen. Wir werden daher aufzeigen wie gesellschaftlicher Wandel und die damit verknüpften Wertevorstellungen immer Spuren im wissenschaftlichen Denken und Handeln und der damit einhergehenden Entwicklung der Institutionen hinterlassen. Gleichzeitig greift wissenschaftliches Wissen, wenn auch nicht immer explizit sichtbar, gestaltend in gesellschaftliche Entwicklungsprozesse ein. In unserer Reflexion werden wir Beispiele aus unterschiedliche sozialwissenschaftlichen Disziplinen verwenden und so auch auf disziplinäre Gemeinsamkeiten und Unterschiede eingehen.

Inhaltlich ist die Vorlesung in drei Blöcke gegliedert:
1) In der ersten Perspektive geht es darum, die Entstehung und den Wandel der verschiedenen Auseinandersetzungen mit „dem Sozialen“ nachzuzeichnen. „Das Soziale“ ist unter Anführungszeichen zu setzen, weil wir ja nicht von einem klar definierten Gegenstandsbereich ausgehen können. Vielmehr geht es darum nachzuvollziehen, wie sich ein Verständnis des Gegenstandbereichs selbst historisch Schritt für Schritt entwickelt hat. Die Formierung von Disziplinen steht hier also im Zentrum. Wir diskutieren wann, wo und verknüpft mit welchen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Denktraditionen sie sich entwickelt haben und wie sich Ausdifferenzierungen im Laufe der Zeit vollzogen haben. Schließlich stellen wir uns die Frage welchen gesellschaftlichen Herausforderungen sich die Sozialwissenschaften im 21. Jahrhundert stellen müssen. Die Disziplinen zu denen wir unser Nachdenken über Funktionsweise und Rolle der Sozialwissenschaften explizit in Bezug setzen sind: Kommunikationswissenschaft, Kultur- und Sozialanthropologie, Politikwissenschaft und Soziologie.
2) In der zweiten Perspektive stehen die Produktionsprozesse von dem was wir als sozialwissenschaftliches Wissen bezeichnen im Zentrum. Wir gehen daher aus unterschiedlichen Blickwinkeln darauf ein, wie Wissen produziert wird, welche Überlegungen und Wertesysteme dabei eine Rolle spielen, wann überhaupt von gesichertem Wissen gesprochen werden kann und vieles mehr. Dabei beziehen wir uns auf Zugänge aus der Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsforschung.
3) Aufbauend auf den bisherigen Diskussionen richtet diese dritte und letzte Perspektive ihr Augenmerk auf die Gegenwart und auf die Rollen welche Sozialwissenschaften in heutigen Gesellschaften tatsächlich einnehmen können/sollten. Geht es darum den/die „public intellectual“ neu zu denken oder sind andere Rollen für SozialwissenschaftlerInnen bedeutender? Wann können wir von sozialwissenschaftlicher Expertise sprechen? Welche Rolle spielt sozialwissenschaftliches Wissen im gegenwärtigen Innovationsdiskurs? Welche Formen der Wirkung haben die Sozialwissenschaften in die Gesellschaft und wie können diese sichtbar gemacht werden?

Methode ist Vortrag mit Diskussion an Hand von konkreten Fallbeispielen und begleitender Lektüre.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Prüfung findet im Multiple-Choice Verfahren statt. Details werden in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Bei der Prüfung müssen mindestens 50% der Gesamtpunkte für eine positive Note erreicht werden. Details werden in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.

Prüfungsstoff

Inhalt und Folien der Vorlesungseinheiten, sowie zusätzliche Literatur die in der ersten Vorlesungseinheit bekanntgegeben wird.

Literatur

Literaturliste wird in der ersten Vorlesungseinheit bekanntgegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 22.10.2019 14:08