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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

230005 SE Zur Vermittlung von Theorie und Empirie in der Kritischen Theorie (2013S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 06.03. 18:30 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock (Vorbesprechung)
Mittwoch 13.03. 16:15 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 10.04. 16:15 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 24.04. 16:15 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 15.05. 16:15 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 29.05. 16:15 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 12.06. 16:15 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Als Max Horkheimer 1931 als Direktor das Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main übernahm, widmete er sich gemeinsam mit den anderen Institutsmitgliedern dem Problem des Verhältnisses von Theorie und Empirie in den Gesellschaftswissenschaften. Ausgehend von der Überzeugung, dass die philosophische Reflexion keine großen Systeme mehr liefern kann, sondern sich auf die Resultate empirischer Forschung beziehen muss, begründete Horkheimer ein interdisziplinäres Arbeitsprogramm aus Soziologie, Volkswirtschaft, Geschichte und Psychologie, das durch philosophische Metareflexion zusammengehalten wurde. Damit ist zugleich auf die Notwendigkeit einer einheitlichen Theorie verwiesen, die sich jedoch nicht willkürlich wie ein Instrument aus einem Pool von verfügbaren Theoriefragmenten auswählen lässt, sondern die aus der begrifflichen Arbeit selbst heraus entwickelt werden muss. Zentral ist dabei die Vermittlung von empirischen Methoden und gesellschaftstheoretischen Fragen. Die empirische Ausrichtung der Kritischen Theorie erfuhr eine weitere Präzisierung durch die wissenschaftlichen Erfahrungen im amerikanischen Exil. Im Seminar soll anhand von Textlektüre, die auch die großen empirischen Studien (Autorität und Familie, Studien zum autoritären Charakter) berücksichtigt, dieses Verhältnis von Theorie und Empirie in seiner Entwicklung nachgezeichnet und verdeutlicht werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige Anwesenheit und Mitarbeit, Textlektüre, Kleingruppenarbeit, Impulsreferate und Textkommentare, schriftliche Seminararbeit.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

- Eine klärende Annäherung an das komplexe Verhältnis von Theorie und empirischer Forschung in der Soziologie
- Vermittlung von Kompetenzen in der Lektüre theoretischer Texte
- Präsentationstechniken
- Wissenschaftliches Schreiben

Prüfungsstoff

Die LV wird teilgeblockt abgehalten. Der Ablauf sieht individuelle Textlektüre vor den Seminareinheiten vor. Im Seminar werden die Texte sodann in Kleingruppen kritisch diskutiert und nach spezifischen Fragen analysiert. Es folgen Impulsreferate und Textkommentare im Plenum sowie die gemeinsame vertiefende Lektüre zentraler Passagen.
Voraussetzung für eine Teilnahme ist die Bereitschaft zur intensiven Textlektüre und die Freude an dichten und kritischen Diskussionen im Seminar.

Literatur

Eine Literaturliste wird in der ersten Einheit bekanntgegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

in 505: BA T2 SE zu ausgewählten Paradigmen

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:39