230008 VO Soziologische Klassiker (2009W)
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Nächster Prüfungstermin:
22.10.2010, HS NIG 1, ab 18:00
22.10.2010, HS NIG 1, ab 18:00
Details
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
- Mittwoch 07.10. 09:00 - 10:30 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
- Mittwoch 14.10. 09:00 - 10:30 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
- Mittwoch 21.10. 09:00 - 10:30 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
- Mittwoch 28.10. 09:00 - 10:30 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
- Mittwoch 04.11. 09:00 - 10:30 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
- Mittwoch 11.11. 09:00 - 10:30 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
- Mittwoch 18.11. 09:00 - 10:30 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
- Mittwoch 25.11. 09:00 - 10:30 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
- Mittwoch 02.12. 09:00 - 10:30 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
- Mittwoch 09.12. 09:00 - 10:30 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
- Mittwoch 16.12. 09:00 - 10:30 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
- Mittwoch 13.01. 09:00 - 10:30 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
- Mittwoch 20.01. 09:00 - 10:30 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
- Mittwoch 27.01. 09:00 - 10:30 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Prüfungsstoff
Literatur
Friedrich Tenbruck, Die unbewältigten Sozialwissenschaften oder die Abschaffung des Menschen,
Peter Berger, Einladung zur Soziologie
Gerhard Wagner, Eine Geschichte der Soziologie
Eugen Rosenstock-Huessy, Die europäischen Revolutionen und der Charakter der Nationen
Michael Bock, Soziologie als Grundlage des Wirklichkeitsverständnisses,
Reinhart Koselleck, Kritik und Krise
Wolf Lepennies, Die drei Kulturen
Peter Berger, Einladung zur Soziologie
Gerhard Wagner, Eine Geschichte der Soziologie
Eugen Rosenstock-Huessy, Die europäischen Revolutionen und der Charakter der Nationen
Michael Bock, Soziologie als Grundlage des Wirklichkeitsverständnisses,
Reinhart Koselleck, Kritik und Krise
Wolf Lepennies, Die drei Kulturen
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
in 505: BA T1 Soziologische Klassiker |
in 121: VO Klassische Texte der Gesellschaftstheorie, Theorien, 1. Abschnitt |
in 613: VO Einführung in soziologische Paradigmen/Theorien
in 121: VO Klassische Texte der Gesellschaftstheorie, Theorien, 1. Abschnitt |
in 613: VO Einführung in soziologische Paradigmen/Theorien
Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:39
So erweckt zwar Soziologie in ihrer Entwicklung den Eindruck, immer "besser" geworden zu sein, in Wahrheit vermochte sie aber nur sehr mühevoll den Eindruck der Zerrissenheit und Uneinheitlichkeit zu überwinden. In der Lehrveranstaltung werden die historischen Umstände dargelegt, warum soziologisches Denken überhaupt möglich und in so spezifischer Form entworfen werden konnte, dass die kontroversiellen Interpretationen von Aufklärung, bürgerlicher Gesellschaft und Ökonomie an der Zukunft des Faches eher Zweifel angezeigt erscheinen ließen und höchst unterschiedliche Theorien darüber errichtet wurden. Natürlich stört im ersten Moment, wenn die Entwicklung eines Faches auf einige wenige Namen konzentriert wird, so etwa auf Auguste Comte, Herbert Spencer, Karl Marx, Ferdinand Toennies, Lorenz von Stein oder Max Weber und Emile Durkheim, ja es behindert sogar das Wissen um die Art soziologischen Wissens, doch stehen diese Namen zugleich für den Versuch, eine Vielfalt auf einen Nenner zu bringen, immerhin die Grundlage dafür, dass die Soziologie eine Profession werden konnte.
Mit diesem Hinweis soll vor allem jener Tendenz gleich zu Beginn der Lehrveranstaltung entgegengetreten werden, die in der Ansicht mündet, dass sich nämlich Wissenschaften so ähnlich entwickeln wie biologische Evolutionen, weshalb die Kenntnis über die Anfänge einer Wissenschaft für deren gegenwärtiges Selbstverständnis nichts bedeutet. Damit unterbleibt die nötige Korrektur durch Sebstvergewisserung, also werden Soziologismen in den Formen von Ideologien gefördert, die nur deshalb ihre Positionen behaupten, wenn es ihnen gelingt, ihre Realitätsverweigerung als Analyse sozialer Realität auszugeben - selbst an Universitäten keine Seltenheit.