Universität Wien

230037 SE Stadt und Geschlecht (2008W)

Raumproduktionen feministischer Öffentlichkeiten und sozialer Bewegungen

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Freitag 24.10. 10:00 - 12:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Freitag 07.11. 10:00 - 15:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Freitag 21.11. 10:00 - 15:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Freitag 05.12. 10:00 - 15:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Freitag 09.01. 10:00 - 15:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Freitag 23.01. 10:00 - 15:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In dieser Lehrveranstaltung werden wir in gemeinsamer Projektarbeit zunächst der Frage nachgehen, wie sich Frauen-, feministische und gegenkulturelle Öffentlichkeiten als bestimmende Teile urbaner Öffentlichkeit räumlich in der Stadt Wien verorten. Findet so etwas wie eine kollektive Raumeinnahme statt, situieren sich diese Gruppierungen in bestimmten innerstädtischen Bezirken oder an Orten der Peripherie? Konkret stellt sich auch die Frage, inwieweit diese Praktiken der Raumaneignung die geschlechtliche Raumordnung der Stadt (öffentlich/privat) durchkreuzen bzw. unterlaufen. Gestalten diese Projekte öffentliche Räume mit? Verändern bestimmte Stadtteile ihr Gesicht durch kollektive Raumproduktionen, die in einem identitätsstärkenden Bedeutungskontext gesehen werden müssen. In einem nächsten Schritt wollen wir herausfinden, wie diese sozialen Bewegungen/feministischen Öffentlichkeiten zur Produktion urbanen Sozial- und Kulturlebens sowie städtischer Dienstleistungsökonomie (Doderer 2003) beitragen.

Eine Analyse der Verortung feministischer Öffentlichkeiten / sozialer Bewegungen im urbanen Raum führt uns zu einer theoretischen Bestimmung folgender Begriffe:
-Raum
-Stadt
-Feminismus
-Öffentlichkeit

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Ziel dieser LVA ist es, im Rahmen einer kollektiven Projektarbeit herauszuarbeiten, wie sich feministische Öffentlichkeiten und soziale Bewegungen im städtischen Raum verorten, welchen Beitrag sie in Bezug auf das urbane Leben leisten und wie sie letztlich zur Lesart des urbanen Raumes beitragen. In diesem Zusammenhang werden raumtheoretische Ansätze im Hinblick auf ihre Praxisrelevanz überprüft.

Prüfungsstoff

Verbindliche Teilnahme. Gemeinsame Textlektüre (Raum- und Stadttheorien). Gruppenarbeiten - und Gruppenberichte. Diskussionsphasen, Gastreferentin, Stadt- und Raumbeobachtungen.
Engagement und Interesse am Thema sind erwünscht.

Literatur

Doderer, Yvonne P. (2003): Urbane Praktiken. Strategien und Raumproduktionen feministischer Frauenöffentlichkeit. Münster. Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat
Fraser, Nancy (1996): Öffentlichkeit neu denken. Ein Beitrag zur Kritik real existierender
Demokratie, in: Elvira Scheich (Hg.): Vermittelte Weiblichkeit. Feministische Wissenschafts-
und Gesellschaftstheorie, Hamburg. 151-182
Kirchberg, Volker / Göschel, Albrecht (Hrsg.) (1998): Kultur in der Stadt. Stadtsoziologische
Analysen zur Kultur. Leske +Budrich, Opladen
Löw, Martina (2001): Raumsoziologie. Frankfurt am Main. Suhrkamp

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:39