Universität Wien FIND

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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

230041 SE Verschlungene Wege sozialwissenschaftlicher Wissensproduktion (2020S)

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first serve").

Details

max. 35 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 05.03. 10:30 - 12:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 19.03. 10:30 - 12:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 26.03. 10:30 - 12:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 02.04. 10:30 - 12:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 23.04. 10:30 - 12:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 30.04. 10:30 - 12:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 07.05. 10:30 - 12:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 14.05. 10:30 - 12:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 28.05. 10:30 - 12:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 04.06. 10:30 - 12:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 18.06. 10:30 - 12:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 25.06. 10:30 - 12:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Lehrveranstaltung lädt die Studierenden dazu ein, sich unterschiedliche soziologische Theorien unter dem Blickwinkel, wie sich dadurch die Praxis der Soziologie bzw. Sozialwissenschaften generell erfassen, konstruieren, diskutieren und analysieren lässt, zu erschließen.

Welches Bild der Sozialwissenschaften ergibt sich aus den verschiedenen soziologischen Theorien? Welches Bild der Arbeitsweise, der gesellschaftlichen Rolle und Bedeutung, der Interaktion mit den Nicht-Sozialwissenschaften, usw. wird durch die Theorien konstruiert? Welche Aspekte der sozialwissenschaftlichen Praxis, z.B. wissenschaftliche Gemeinschaft, Darstellung in den Medien, Arbeitsbedingungen, Arbeitsweise, soziale Herkunft der Forscher*innen, die Sozialstruktur der Sozialwissenschaftler*innen, werden durch die jeweiligen Theorien als analytisch und empirisch relevant angesehen?

Die Lehrveranstaltung setzt dabei auf gegenwärtige Ansätzen der Wissenchaftsforschung (z.B. Co-Production Idiom, Kreislaufsystem wissenschaftlicher Tatsachen) auf, anhand derer sich die Frage, wie Forschungsergebnisse, Konzepte und Wissensbestände produziert werden und Bedeutung erlangen (können), nicht mehr alleine durch den Fokus auf einen Teilbereich – sei es die Produktionsstätte, Forschungspolitik, mediale Behandlung – erklärt werden kann. Wissenschaft wird verstanden als eingebettet in Gesellschaft, Ökonomie und Politik, die durch Wissenschaft selbst mitgeprägt ist. Wissenschaft, wie jeder andere gesellschaftliche Teilbereich, ist damit ein zu erklärendes soziales Phänomen wie jedes andere auch und damit auch durch soziologische Theorien zu erfassen (so diesen eine Relevanz zugesprochen wird).

Das trifft, vielleicht sogar noch in verstärktem Maße, auch auf das breite Feld der Sozialwissenschaften zu, was sich allerdings nicht unbedingt in der vorhandenen Forschungsliteratur widerspiegelt - Forschung zur sozialwissenschaftlichen Wissensproduktion ist eher dünngesät und weitgehend unzusammenhängend. Deswegen soll, sofern möglich, in der Lehrveranstaltung ein Fokus auf die Sozialwissenschaften selbst gelegt werden. Anhand ausgewählte Literatur und Theorien sollen unterschiedliche Bereiche (z.B. Forschungsstätten, Kolleg*innenschaft, Medien, (politische) Unterstützung und Widerstände, wissenschaftliche Verschriftlichung) und deren Verbindungen thematisiert und erschlossen werden.

Das Ziel des Seminars ist es damit, ausgewählte Theorien, die eine Analyse der Sozialwissenschaften als gesellschaftlichen Bereich ermöglichen, kennenzulernen (z.B. Praxistheorien (besonders in der Fassung von Bourdieu), Wissenskulturen, Akteur-Netzwerk-Theorie) und darüber eine Konzeption von sozialwissenschaftlicher Wissensproduktion als verschränkte Praktik in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten mit den Studierenden herauszuarbeiten und zu diskutieren.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Im Seminar wird Wert auf eine lebendige Diskussion zwischen den Teilnehmer*innen zu den Themen der einzelnen Einheit gelegt. Von den Teilnehmer*innen wird eine laufende Auseinandersetzung mit der Literatur erwartet.

1) Es wird von jedem*r Teilnehmer*in erwartet, sich auf die jeweilige Einheit vorzubereiten indem die Pflichtlektüre gelesen und Fragen/Aufgabenstellungen dazu schriftlich beantwortet und auf Moodle hochgeladen werden (ungefähr 2)
2) Jede*r Teilnehmer*in wird Inputs/Referate zu zumindest einen der Texte vorbereiten. Dieser soll über eine reine Zusammenfassung hinausgehen und eine reflektierte Beschäftigung mit dem Thema des Textes belegen.
Dies umfasst neben der Präsentation und Auseinandersetzung in der Einheit:
i) das Vorbereiten von Fragen/Aufgabenstellungen, die von allen Teilnehmer*innen selbstständig und schriftlich beantwortet werden müssen (eine Woche vor der Einheit auf Moodle zur Verfügung zu stellen)
ii) das Lesen der Bearbeitung der Fragen durch die Teilnehmer*innen und Eingehen auf Missverständnisse, andere Interpretationen, offene Fragen und Unklarheiten in der Einheit
iii) Leitung der Diskussion zu dem Thema des Texts inklusive vorbereiten von weiterführenden Fragen (eventuell auch Übungen oder weiteren schriftlichen Input)
3) vertiefende Abschlussarbeit im Umfang von 5-7 Seiten aufbauend auf das Thema einer Einheit mit Fokus auf die behandelnden Theorien. Für diese Arbeit soll eigenständig Literatur nach einem selbst gewählten Thema (z.B. Vertiefung in eine gewählte Theorie) recherchiert und besprochen werden. Es sollen zumindest zwei zusätzliche Texte zur Lehrveranstaltungsliteratur berücksichtigt werden.

Ablauf der Einheiten:
Um eine Diskussion zu den Themen und Texten zwischen den Studierenden zu befördern, werden in jeder Einheit mehrere Kleingruppen gebildet. Die Diskussion in den Gruppen, wird von den Studierenden geleitet und moderiert, die die Fragen und den Input/das Referat vorbereitet haben. Die Inputs/Referate werden dabei in den Kleingruppen gegeben/gehalten.

Die Teilnehmer*innen können den Ablauf der Gruppendiskussion und der Einheit frei gestalten. Ein Vorschlag des Lehrveranstaltungsleiters ist es, nach ungefähr einer halben Stunde die Gruppen zu wechseln und die Teilnehmer*innen aufzufordern, den Inhalt des Textes und die Diskussion zu reproduzieren/wiederzugeben, um nachvollziehbar zu machen, was verstanden bzw. vielleicht missverstanden wurde, was unklar war, ob die Diskussionen unterschiedlich verlaufen sind und was vom Text und der Diskussion mitgenommen wurde.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Es besteht Anwesenheitspflicht und es dürfen maximal zwei Einheiten versäumt werden.

Die Beurteilung setzt sich aus drei Teilleistungen zusammen, welche zu unterschiedlichen Teilen in die Benotung einfließt:
• Zeitgerechtes Bearbeiten (bis Dienstag 12:00) der Fragen zu den Texten der Einheit – 30%
• Mündlicher Input/Referat zu einer Einheit, Gruppenleitung/Moderation und Formulieren von Fragen zu den Texten (eine Woche vor der Einheit auf Moodle hochzuladen) – 30%
• Schriftliche Abschlussarbeit/Seminararbeit – 40%

Alle Arbeiten müssen zeitgerecht erledigt und auf Moodle hochgeladen werden bzw. per Email an den Lehrveranstaltungsleiter geschickt werden.

Hinweis der SPL:

Die Erbringung aller Teilleistungen ist Voraussetzung für eine positive Beurteilung.
Werden einzelne verpflichtende Teilleistungen nicht erbracht, gilt die Lehrveranstaltung als abgebrochen. Falls dem Nichterbringen der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund seitens des/der Studierenden vorliegt, wird die LV negativ beurteilt.
Bei Vorliegen eines solchen Grundes (zB eine längere Erkrankung) kann der/die Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich nach Eintreten des Grundes zu stellen.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und mit dem Vermerk "geschummelt/erschlichen" in das Notenerfassungssystem eingetragen.
Im Zuge der Beurteilung wird die Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen: Details werden in der Lehrveranstaltung bekanntgeben.

Prüfungsstoff

Literatur

Die Literatur wird in den Einheiten bekanntgegeben und auf Moodle zur Verfügung gestellt

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:21