Universität Wien FIND

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230045 SE Lektüreseminar: Soziologische Theorie nach Max Weber und darüber hinaus (2021S)

2.00 ECTS (1.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL
Di 18.05. 16:00-17:30 Digital

An/Abmeldung

Details

max. 35 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 09.03. 16:00 - 17:30 Digital
Dienstag 23.03. 16:00 - 17:30 Digital
Dienstag 20.04. 16:00 - 17:30 Digital
Dienstag 04.05. 16:00 - 17:30 Digital
Dienstag 01.06. 16:00 - 17:30 Digital
Dienstag 15.06. 16:00 - 17:30 Digital
Dienstag 29.06. 16:00 - 17:30 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Über Max Weber schreibt Alfred Schütz in Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt, dass er „der deutschen Soziologie, soweit sie als Wissenschaft und nicht als Heilslehre auftritt, ihre Bestimmung gewiesen und ihr das logisch-methodische Rüstzeug and die Hand gegeben, dessen sie zur Lösung ihrer besonderen Aufgabe bedarf“ (Schütz, 1932, S. 3). Webers Soziologie markiert für Schütz zwei Bezugspunkte: (1) den theoretischen Ausgangspunkt im subjektiven Sinn sozialen Handelns auf Basis der Erfahrung von Intersubjektivität in einer zunehmend rational geordneten Gesellschaft. Den methodischen Ausgangspunkt, dass dieser Sinn den Handelnden im Alltag über Idealtypen interpretativ zugänglich ist und daher auf einer zweiten Ebene von einem wissenschaftlichen Beobachter begrifflich erfasst werden kann. Methodologisches Denken, die Einsicht, dass Begriffe frei in der Auseinandersetzung mit einer bereits sinnhaft aufgebauten Wirklichkeit gebildet werden können, ist die Einsicht Webers, die Schütz zu großer Klarheit bringt. Diese von Weber (und Simmel) grundgelegten Gedanken sollen anhand klassischer theoretischer rekonstruiert und anhand zeitgenössischer empirischer Arbeiten der Armutsforschung und der Medizinsoziologie in ihrer Relevanz für empirische Forschung veranschaulicht werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Anwesenheit, aktive Teilnahme durch das Formulieren von Fragen an die behandelten Texte, Abgabe eines Essays

Hinweis der SPL:
Die Erbringung aller Teilleistungen ist Voraussetzung für eine positive Beurteilung, wenn nicht explizit etwas anderes vermerkt wurde.
Werden einzelne verpflichtende Teilleistungen nicht erbracht, gilt die Lehrveranstaltung als abgebrochen. Falls dem Nichterbringen der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund seitens des/der Studierenden vorliegt, wird die LV negativ beurteilt.
Bei Vorliegen eines solchen Grundes (zB eine längere Erkrankung) kann der/die Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich nach Eintreten des Grundes zu stellen.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und mit dem Vermerk "geschummelt/erschlichen" in das Notenerfassungssystem eingetragen.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen: Details werden von den Lehrenden in der Lehrveranstaltung bekanntgeben.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Teilnahme an der Lehrveranstaltung: 10%
Abgabe von Fragen an die Texte: 20%
Schriftliche Arbeit (Essay): 70%

Prüfungsstoff

Reading selected texts, presentations, short seminar papers

Literatur

Max Weber (1922). Schriften zur Wissenschaftslehre. Tübingen: Mohr.
Alfred Schütz (1932). Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt. Wien: Springer.
Talcott Parsons (2019). Kapitalismus bei Max Weber - zur Rekonstruktion eines fast vergessenen Themas. Wiesbaden: Springer VS.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 11:26