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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

230053 WS Gesellschaftsdiagnosen: Freundschaft. Zur Aktualität einer soziologisch vernachlässigten Kategorie (2009W)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 02.10. 10:00 - 12:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Samstag 03.10. 10:00 - 12:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Freitag 13.11. 10:00 - 14:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Freitag 20.11. 09:00 - 13:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Samstag 09.01. 14:00 - 20:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Sonntag 10.01. 10:00 - 16:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Den "Klassikern" der Soziologie kann zwar ein gewisses Interesse an Freundschaftsverhältnissen nicht abgesprochen werden, eine umfassende theoretische Auseinandersetzung sucht man jedoch vergeblich. Nicht zuletzt weil Freundschaft im Affektiv-Individuellen verortet und als "Interdependenz von autonomen Subjekten" (Schinkel) gefasst wird, bleibt diese ein Randthema und wird gerade nicht als genuin soziologische Kategorie gedacht. Bleibt Freundschaft somit im Privat-Intimen eingeschlossen, so eröffnet der gegenwärtige "Hype" medialer Freundschafts-Inszenierungen (Facebook, StudiVz, Sex & the City, Paris Hilton's BFF, etc.) und der damit verbundenen Normierungs- und Normalisierungsdynamiken die Frage nach der Soziologie der Freundschaft erneut.
Wird Gender als Analysekategorie mit bedacht, so ergibt sich ein weiterer Fragestrang, der auf die geschlechtlichen Markierungen von Freundschaft gerichtet ist, der androzentrischen Tradition des "doppelten Ausschlusses des Weiblichen" (Derrida) nachgeht und diese Tradition bis in die Gegenwart verfolgt.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Diskussionsbeteiligung, Kurzreferate, Gruppenarbeit, Präsentation, schriftliche Seminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Vor dem Hintergrund einer Auseinandersetzung mit der Theoriegeschichte der Freundschaft werden gegenwärtige Diskursivierungen kritisch in den Blick genommen. Ziel der LV ist die gemeinsame Erarbeitung theoretischer Kompetenzen um fundierte Gegenwartsdiagnosen entwickeln zu können.

Prüfungsstoff

Die LV versteht sich als Workshop und Diskussionsforum in dessen Rahmen zentrale theoretische Positionen gemeinsam erarbeitet werden. In eigenständiger Lektüre und in Gruppenarbeiten soll die theoretische Basis erweitert und anhand aktueller Thematisierungen überprüft bzw. angewandt werden.

Literatur

Wird in der ersten Einheit bekannt gegeben

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

in 505: BA T2 Gesellschaftsdiagnosen |
in 121: Analyse Soz. Problembereiche, 2. Studienabschnitt |
in 613: empfohlenes freies Wahlfach Theorie

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:39