Universität Wien FIND

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230059 SE Digitalisierung, Wissen und Kultur (2020W)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Update 17.12.2020 (Covid 19): Umstellung auf digitale Lehre bis zum Semesterende

Dienstag 06.10. 10:15 - 13:15 Hybride Lehre
Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 20.10. 10:15 - 13:15 Digital
Dienstag 03.11. 10:15 - 13:15 Digital
Dienstag 17.11. 10:15 - 13:15 Digital
Dienstag 01.12. 10:15 - 13:15 Digital
Dienstag 15.12. 10:15 - 13:15 Digital
Dienstag 19.01. 10:15 - 13:15 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Soziale Prozesse sind zunehmend mit den Operationsweisen digitaler Technologien verzahnt. Nicht nur greift die Soziologie zunehmend Begriffe wie "industry 4.0", "big data", "cloud computing", "blockchain" oder "internet of things" auf. Zunehmend erscheinen auch empirische, soziologische Studien und umfassende Gesellschaftstheorien, die der Digitalisierung von Kultur und Gesellschaft Rechnung tragen sollen. Kennzeichnend für die aktuelle soziologische Debatte ist dabei eine regelrechte Kluft: Während einige Vertreter*innen des Faches auf altbekannten Ansätzen und Begriffen beharren, um Digitalisierungsprozesse zu erfassen, votieren andere für eine „digitale Soziologie“, die die Eigendynamiken des Digitalen betont. 'Dazwischen' befinden sich Weiterentwicklungen und eine Vielzahl gegenstandsbezogener Studien. Der Fokus des Seminars liegt bei der Frage, ob, wie und mit welcher Begründung Digitalisierung in Wissen, Kultur und Gesellschaft verankert wird (oder eben nicht, und mit welcher Begründung). Ziel des Seminars ist es, dass Studierende den Unterschied der „Soziologie der Digitalisierung“ und der „Digitalen Soziologie“ kennenlernen, die grundlegenden Differenzen verstehen und eine fundierte, eigene Position vertreten können.

Studierende übernehmen in Gruppen Themenpatenschaften (Basislektüre für Themen wird bereitgestellt), präsentieren, diskutieren und moderieren konkrete Themen. Die Einheiten verschränken digital-interaktive Elemente (synchron: Einführung durch den Seminarleiter, gemeinsame Abschlussdiskussion bzw. wrap-ups), moderierte Forendiskussionen (quasi-synchron: Mittelteil, zu ausgewählten Aspekten) und selbsttätige, interaktive Gruppenarbeiten (synchron: Mittelteil, zu ausgewählten Vertiefungsthemen).

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Abhaltung eines gelungen, d.h. eigenständig erarbeiteten und positionierten, um Texte und Studien unterfüttertes, interaktives (Gruppen)Referats (max. 30 Minuten); Vorbereitung eines Handouts (1 Seite) für die gesamte Seminargruppe; Erarbeitung eines Reflexionspapiers auf Grundlage der Diskussion (3 Seiten); Erstellung und Abgabe der Seminararbeit (18-20 Seiten; die Themenwahl kann sich entweder am besprochenen Thema der Themenpatenschaft orientieren oder in Absprache mit dem Seminarleiter festgelegt werden)

Hinweis der SPL:
Die Erbringung aller Teilleistungen ist Voraussetzung für eine positive Beurteilung, wenn nicht explizit etwas anderes vermerkt wurde.
Werden einzelne verpflichtende Teilleistungen nicht erbracht, gilt die Lehrveranstaltung als abgebrochen. Falls dem Nichterbringen der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund seitens des/der Studierenden vorliegt, wird die LV negativ beurteilt.
Bei Vorliegen eines solchen Grundes (zB eine längere Erkrankung) kann der/die Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich nach Eintreten des Grundes zu stellen.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und mit dem Vermerk "geschummelt/erschlichen" in das Notenerfassungssystem eingetragen.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen: Details werden von den Lehrenden in der Lehrveranstaltung bekanntgeben.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Bereitschaft zur aktiven Teilnahme am Seminar (Themenpatenschaft, Moderation der Forendiskussion; Beteiligung an schriftlicher und mündlicher Diskussion)

Anwesenheit: ein einmaliges unentschuldigtes Fehlen ist gestattet, Ersatzleitungen sind nach Vereinbarung zu erbringen

Der Gesamtbeurteilung wird folgende Gewichtung der (Teil)Leistungen zugrunde gelegt:
1. Abhaltung eines interaktiven (Gruppen)Referats: 30 %
2. Vorbereitung eines Handouts für die gesamte Seminargruppe: 10 %
3. Erarbeitung eines Reflexionspapiers auf Grundlage der Diskussion: 20 %
4. Abgabe einer Seminararbeit (die Themenwahl kann sich entweder am besprochenen Thema der Themenpatenschaft orientieren oder in Absprache mit dem Seminarleiter festgelegt werden): 40 %

Prüfungsstoff

Literatur

Einführend:

Brennen, J. Scott/Kreiss Daniel (2016): Digitalization. In: The International Encyclopedia of Communication Theory and Philosophy. American Cancer Society, 1–11.

Grenz, Tilo (2020): Digitalisierung. In: Flicker, Eva/ Parzer, Michael (Hrsg.): Forschungs- und Anwendungsfelder der Soziologie, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, Wien: Facultas (im Erscheinen)

Marres, Noortje (2017): Digital Sociology: The Reinvention of Social Research. Cambridge: Polity Press.

Weitere (fakultative) Vertiefungsliteratur wird auf der Moodle Seite des Kurses je Thema bekannt gegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Die Lehrveranstaltung kann für jede Forschungsspezialisierung des Masterstudiums Soziologie herangezogen werden, sofern dies inhaltlich zu Ihrem Masterarbeitsvorhaben passt bzw. mit dem Betreuer oder der Betreuerin abgesprochen wurde.

Letzte Änderung: Do 17.12.2020 14:28