Universität Wien FIND

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230086 SE Protestkulturen in Bewegung: Aktivistische und aktionistische Praktiken (2020S)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Obige Termine sind natürlich, solange der Präsenzbetrieb der Lehre eingestellt, hinfällig. Allerdings besprechen wir laufend via Mail und Moodle, ob wir einzelne davon für Audio-, Video-, Chat-Besprechungen nutzen möchten.

Montag 09.03. 13:15 - 16:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 23.03. 13:15 - 16:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 20.04. 13:15 - 16:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 04.05. 13:15 - 16:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 18.05. 13:15 - 16:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 15.06. 13:15 - 16:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 29.06. 13:15 - 16:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

"Protestkulturen in Bewegung" in Zeiten des Homelearning: Wir werden die geplanten Inhalte und Ziele, siehe unten, im Wesentlichen beibehalten und steigen hinsichtlich Methode auf synchrone und asynchrone e-Arbeitsformen um. Alle Details im Moodle der LV.
Inhalt der LV ist die Auseinandersetzung mit sozialen Bewegungen bzw. kollektivem Handeln und deren gesellschaftlicher und kultureller Bedeutung. Wir werden uns auf frauen*bewegte/feministische, lesbisch-schwule/queere und auf antirassistische Handlungszusammenhänge konzentrieren. Insbesondere geht es um die *Formen*, in denen diese Bewegungen politischen Protest artikulieren, um ihre aktivistischen und aktionistischen Praktiken. Der zeitlich-räumliche Schwerpunkt liegt auf Formationen seit den 1960er-Jahren und auf der Verknüpfung lokaler mit internationalen Aktions- und Organisationsformen.
Zugleich mit der Beschäftigung mit den historischen und kulturellen Elementen kollektiven Protesthandelns werden wir reflektieren, welche unterschiedlichen methodischen und (inter-)disziplinären Analysezugänge es zu den Praktiken politischer und sozialer Bewegungen, Netzwerke und aktivistischer Communitys gibt und wie sie jeweils vorgehen.

Die genaue inhaltliche Schwerpunktsetzung orientiert sich auch an den Interessen der Teilnehmenden; geplant sind jedenfalls folgende Themen:
- Überblick über die neuere Geschichte feministischer, queerer und antirassistischer Bewegungen und Communitys; Narrative und Forschungsdebatten zu ihnen;
- grundlegende soziologische Begriffe in der Bewegungs- und Protestforschung;
- wichtige methodologische Ansätze und Debatten (von sozialhistorischen „Klassiker*innen“ über frühe feministische Debatten bis zu neuerer dekolonialer Kritik];
- Protestformen und ihr Kontext wie z.B.: „Politiken der Straße“, Demonstrationen, Kundgebungen, Märsche; Traditionen und Neudefinitionen von Streik; Besetzungen, Hausbesetzungen; „direkte Aktion“, Störaktionen, paradoxe Aktionen; „Körper“-Proteste in ihrem Verhältnis zu Öffentlichkeit/Privatheit; Formen des Netz- und „Hashtag“-Aktivismus; Performances, und Kunstprojekte.

Ziel der LV ist es also, am Beispiel feministischer, queerer und antirassistischer Artikulationen kollektive Protestformen und ihren sozialen Kontext nicht nur kennenzulernen, sondern sich darüber hinaus vertieftes Wissen über – auch kontroverse – verschiedene analytische Zugänge zu diesem Themenfeld anzueignen. LV-Teilnehmer*innen erweitern zugleich ihre Fähigkeiten, die (etwaige) eigene Erfahrung mit politischem oder sozialem Engagement historisch, geopolitisch und kulturell einzuordnen und kritisch zu reflektieren.

Arbeitsformen: Einführende Inputs der LV-Leiterin; Durcharbeitung und gemeinsame Diskussion von Pflichttexten; mündliche und schriftliche Ausarbeitungen zu diesen Texten; Beschäftigung mit Primärquellen in Kleingruppen und im Plenum; Erarbeitung eines selbstgewählten Themas als Seminararbeitsthema voraussichtlich in Arbeitsgruppen; ausführliche Präsentation zur Seminararbeit einschließlich Reflexion des Arbeitsprozesses (mündliches Referat oder evtl. in Form einer Werkstatt- und Postersession); schriftliche Abschlussarbeit.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche und (durch Ausfall der Präsenzlehre nur sehr eingeschränkt:) mündliche Zwischenleistungen; Abschlussarbeit

Hinweis der SPL:
Die Erbringung aller Teilleistungen ist Voraussetzung für eine positive Beurteilung, wenn nicht explizit etwas anderes vermerkt wurde.
Werden einzelne verpflichtende Teilleistungen nicht erbracht, gilt die Lehrveranstaltung als abgebrochen. Falls dem Nichterbringen der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund seitens des/der Studierenden vorliegt, wird die LV negativ beurteilt.
Bei Vorliegen eines solchen Grundes (zB eine längere Erkrankung) kann der/die Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich nach Eintreten des Grundes zu stellen.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und mit dem Vermerk "geschummelt/erschlichen" in das Notenerfassungssystem eingetragen.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen: Details werden von den Lehrenden in der Lehrveranstaltung bekanntgeben.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Vorausgesetzt werden: Aktive Beteiligung am gemeinsamen Arbeits- und Diskussionsprozess, Interesse an einer Auseinandersetzung mit vielfältigen Arbeitsformen, unbedingt auch Bereitschaft zur Gruppenarbeit sowie regelmäßige Anwesenheit.
Aufgabenstellungen und ihre Gewichtung: Schriftliche und mündliche Ausarbeitung zu gemeinsamen bzw. Pflicht-Texten (ca. 25%); ausführliche Präsentation zur Seminararbeit (ca. 25%); schriftliche Seminararbeit (ca. 50%) - bzw.: Änderungen aufgrund Wegfall der Präsenz-Einheiten werden laufend via Moodle besprochen/mitgeteilt.
Für einen positiven Abschluss muss jede der Aufgaben positiv erfüllt sein.

Prüfungsstoff

Literatur

Die genaue Übersicht über die Pflichttexte sowie Angaben zur Grundlagenliteratur für die einzelnen Seminararbeitsthemen stehen ab Beginn der LV zur Verfügung; Tipps zur weiterführenden Lektüre werden während des Semesters je nach Bedarf zur Verfügung gestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:21