Universität Wien FIND

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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

230120 SE Ausgewählte Paradigmen: Theorien sozialer Praktiken (2019W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 35 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 14.10. 15:30 - 18:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 28.10. 15:30 - 18:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 11.11. 15:30 - 18:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 25.11. 15:30 - 18:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 09.12. 15:30 - 18:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 13.01. 15:30 - 18:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 27.01. 15:30 - 18:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In den letzten Jahren haben sogenannte Theorien sozialer Praktiken bzw. Praxistheorien in der Soziologie zunehmend an Bedeutung gewonnen. So unterschiedliche Autor*innen wie Pierre Bourdieu, Harold Garfinkel, Anthony Giddens und Theodore Schatzki werden diesem theoretischen Ansatz zugerechnet. Theorien sozialer Praktiken wenden sich kritisch gegen soziologische Ansätze, die individuelle Motive, mentale Schemata und sprachlich verfasstes Wissen als primär relevant für das Zustandekommen sozialer Phänomene erachten. Demgegenüber betonen sie die Notwendigkeit, Aspekte wie Körperlichkeit, Materialität (Artefakte, Techniken etc.) sowie den auf einem impliziten Wissen beruhenden routinehaften Vollzug von Handlungen (knowing how), stärker zu berücksichtigen.

Im Seminar soll anhand der Lektüre und der Diskussion einschlägiger Texte ein grundsätzliches Verständnis der zentralen theoretischen Motive praxistheoretischer Ansätze erarbeitet und mit den spezifischen Eigenarten ‚praxeologischen‘ Denkens vertraut gemacht werden. Im zweiten Teil soll danach gefragt werden, welche methodologischen Konsequenzen sich für eine praxistheoretisch informierte Soziologie ergeben.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Regelmäßige Anwesenheit und aktive Mitarbeit
- Lektüre der Textausschnitte und Abgabe von Diskussionsfragen
- Input in Form von Gruppenreferaten (inkl. Präsentation)
- Verfassen einer Seminararbeit zu einer theoretischen oder methodologischen Fragestellung

Hinweis der SPL:
Die Erbringung aller Teilleistungen ist Voraussetzung für eine positive Beurteilung, wenn nicht explizit etwas anderes vermerkt wurde.
Werden einzelne verpflichtende Teilleistungen nicht erbracht, gilt die Lehrveranstaltung als abgebrochen. Falls dem Nichterbringen der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund seitens des/der Studierenden vorliegt, wird die LV negativ beurteilt.
Bei Vorliegen eines solchen Grundes (zB eine längere Erkrankung) kann der/die Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich nach Eintreten des Grundes zu stellen.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und mit dem Vermerk "geschummelt/erschlichen" in das Notenerfassungssystem eingetragen.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen: Details werden von den Lehrenden in der Lehrveranstaltung bekanntgeben.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

- aktive Mitarbeit, Lektüre der Textausschnitte und Vorbereitung von Diskussionsfragen, Gruppenreferat (40 %)
- Verfassen einer Seminararbeit (60 %)
- Es gilt Anwesenheitspflicht. Ein einmaliges unentschuldigtes Fehlen ist gestattet. Die Regeln wissenschaftlichen Arbeitens sind zu beachten!

Prüfungsstoff

Literatur

Zur Vorbereitung empfohlen*:

Hörning, Karl H. (2004): Kultur als Praxis. In: Friedrich Jaeger/Burkhard Liebsch (Hg.): Handbuch der Kulturwissenschaften. Band 1: Grundlagen und Schlüsselbegriffe. Stuttgart: Metzler, S. 139-151.

Reckwitz, Andreas (2003): Grundelemente einer Theorie sozialer Praktiken. Eine sozialtheoretische Perspektive. Zeitschrift für Soziologie, Jg. 32, H. 4, S. 282-301.

Schäfer, Hilmar (2019): Praxistheorie als Kultursoziologie. In: Stephan Moebius/Frithjof Nungesser/Katharina Scherke (Hg.): Handbuch Kultursoziologie. Band 2: Theorien - Methoden - Felder. Wiesbaden: Springer VS, S. 109-130.

Schatzki, Theodore R. (2001): Introduction. Practice Theory. In: Theodore R. Schatzki/Karin Knorr Cetina/Eike von Savigny (Hg.): The Practice Turn in Contemporary Theory. London: Routledge, S. 1-14.

* Die Primärliteratur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

in 505: BA T2 SE zu ausgewählten Paradigmen

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:21