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230122 SE Ausgewählte Paradigmen: Vom sozialen (Berger/Luckmann) zum historisch-genetischen Konstruktivismus (2017W)

Die Wissenssoziologie von Berger/Luckmann und ihre Fortentwicklung in der Theorie von Günter Dux

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 40 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 10.10. 09:00 - 10:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 17.10. 09:00 - 10:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 24.10. 09:00 - 10:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 31.10. 09:00 - 10:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 07.11. 09:00 - 10:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 14.11. 09:00 - 10:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 21.11. 09:00 - 10:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 28.11. 09:00 - 10:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 05.12. 09:00 - 10:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 12.12. 09:00 - 10:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 09.01. 09:00 - 10:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 16.01. 09:00 - 10:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 23.01. 09:00 - 10:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 30.01. 09:00 - 10:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Publikation "Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissenssoziologie", die Peter Berger und Thomas Luckmann in den 60er Jahren verfasst haben, kann als eine der bedeutendsten soziologischen Abhandlungen des 20. Jahrhunderts betrachtet werden. Obgleich in einer für den deutschsprachigen Wissenschaftskontext ungewöhnlich verständlichen Weise geschrieben, kennzeichnet sie sich durch ein theoretisch komplexes Reflexionsniveau. Durch die Integration verschiedener Theoriestränge (philosophische Anthropologie, Institutionentheorie, Theorien der sozialen und personalen Identität, Gesellschaftstheorie u. a.) eröffnen sich neuartige Perspektiven, wie das geschichtlich sich wandelnde Verhältnis von Individuum und Gesellschaft in der soziologischen Theoriebildung bearbeitet werden kann. Der Prozess der Sozialisation wird dabei zu einer Schlüsselkategorie. Er wird als Prozess der doppelten Konstruktion begriffen: dem der Subjekte wie der Gesellschaft. Diesen doppelten Konstruktionsprozess zu re-konstruieren – darin sahen Berger und Luckmann die Aufgabe eines wissenssoziologisch reflektierten Sozialkonstruktivismus.

Ziel dieses Seminares wird zunächst sein, sich anhand der Lektüre einiger Kapitel der Publikation "Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit" ein gemeinsames Verständnis dieser sozialkonstruktivistischen Theorieperspektive zu erarbeiten. In einem zweiten Schritt wird es dann um die historisch-genetische Theorie von Günter Dux gehen, die im direkten Kontakt mit der Person Thomas Luckmann und der Auseinandersetzung mit seinem Denken entstanden ist. Worin der Unterschied zwischen einem sozialen und historisch-genetischen Konstruktivismus liegt, welche (methodologische) Bedeutung eine an Piaget’s Entwicklungspsychologie sich orientierende Theorie der Ontogenese bei Günter Dux nun erhält, welche neuen Möglichkeiten der Erkenntnis und Kritik sich in der historisch-genetischen Theorie ergeben, aber auch welche neuen Schwierigkeiten und blinden Flecken entstehen – mit diesen und anderen Fragen wollen wir uns im Rahmen dieses Seminares beschäftigen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

(Gruppen-)Referat inkl. Handout, kleinere Reflexionsarbeiten, Seminararbeit, aktive Teilnahme, Anwesenheit.

Hinweis der SPL: bei Feststellung einer erschlichenen Teilleistung (Abschreiben, Plagiieren, Ghostwriting, etc.) muss die gesamte Lehrveranstaltung als geschummelt gewertet und als Antritt gezählt werden.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Lernziel dieses Seminares wird sein, sich mit zwei soziologisch bedeutenden Strängen der konstruktivistischen Theoriebildung auseinanderzusetzen. Es soll dabei einsichtig gemacht werden, warum es - erstens - geschichtlich mit der Entstehung der modernen Gesellschaft möglich geworden ist, ein konstruktivistisches Denken auszubilden; die - zweitens - Fortentwicklung eines konstruktivistischen Denkens im Sozialkonstruktivismus Berger und Luckmanns erörtert werden, um in einem weiteren Schritt - drittens - das methodologisch und empirisch innovative Potential der historisch-genetischen Theorie zu erschließen. Hierbei wird es schließlich auch um die Frage gehen, ob es innerhalb der konstruktivistischen Theoriebildung der Soziologie eine Entwicklungslogik gibt, die dem Prozess der Sozialisation und - in einem weiteren Schritt - einer Theorie der Ontogenese eine methodologisch und theoriesystematisch fortschreitend zentralere Bedeutung zukommen lässt.

Prüfungsstoff

Seminararbeit (60%), Referat/Mitarbeit (25%), kleinere schriftliche Arbeiten (15%)

Literatur

Zusammen mit dem Seminarprogramm wird eine Literaturliste zu Beginn des Seminares verteilt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

in 505: BA T2 SE Ausgewählte Paradigmen

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:43