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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

230126 WS Gesellschaftsdiagnosen: Präsenzeffekte (2018S)

Körper- und Erfahrungszentriertheit in zeitgenössischen Gesellschaften

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 14.03. 15:00 - 18:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 18.04. 15:00 - 18:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 25.04. 15:00 - 18:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 09.05. 15:00 - 18:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 23.05. 15:00 - 18:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 06.06. 15:00 - 18:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 20.06. 15:00 - 18:10 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In soziologischen Gesellschaftsdiagnosen werden aktuell eine „verstärkte Körperorientierung und -fokussierung“ (Karstein/Benthaus-Apel 2012), ein „Körperkult“ (Gugutzer 2016) oder etwa Prozesse der „Emotionalisierung“ (Neckel 2014) in westlichen Gegenwartsgesellschaften behauptet. In der Lehrveranstaltung setzen wir uns im Anschluss daran mit sozialen Praktiken der Herstellung von (leiblicher) Präsenz – man denke beispielsweise an Yoga, Achtsamkeitsmeditation, therapeutischen Praktiken etc. – auseinander. Nach einer 1.) Lektüre und Diskussion aktueller Gesellschaftsdiagnosen, wollen wir 2.) anhand von einschlägigen kulturwissenschaftlichen und handlungstheoretischen Texten danach fragen, was sich theoretisch unter Präsenz verstehen lässt, um im Anschluss daran 3.) in kleinen Forschungs- bzw. Rechercheprojekten Praktiken der Herstellung von Präsenz exemplarisch in den Blick zu nehmen (z.B. religiöse bzw. spirituelle Praktiken, das Feiern von Festen, das Erleben von Events, Rauscherfahrungen, digitale Praktiken des Self-Tracking etc.). Welchen praktischen und diskursiven ‚Logiken‘ folgen derartige Praktiken? Welche sozialen Funktionen sollen ‚Präsenzeffekten‘ zukommen?

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Regelmäßige Anwesenheit und aktive Mitarbeit
- Lektüre der Textausschnitte und Abgabe von Diskussionsfragen
- Input in Form von Gruppen-Abschlusspräsentationen (inkl. Powerpoint-Präsentation)
- Verfassen einer Gruppen-Hausarbeit

Hinweis der SPL: bei Feststellung einer erschlichenen Teilleistung (Abschreiben, Plagiieren, Ghostwriting, etc.) muss die gesamte Lehrveranstaltung als geschummelt gewertet und als Antritt gezählt werden.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

- aktive Mitarbeit, Lektüre der Textausschnitte und Vorbereitung von Diskussionsfragen, Gruppenreferat (50 %)
- Verfassen einer Gruppen-Hausarbeit (50 %)
- Es gilt Anwesenheitspflicht!

Prüfungsstoff

Literatur

Bei Interesse zur Vorbereitung empfohlen*:

Gugutzer, Robert (2016): Körperzauber? Der Kult um den Körper in der „entzauberten Welt“. In: Robert Hettlage & Alfred Bellebaum (Hg.): Religion. Spurensuche im Alltag. Wiesbaden: Springer VS, S. 137-155.
Karstein, Uta; Benthaus-Apel, Friederike (2012): Asien als Alternative oder Kompensation? Spirituelle Körperpraktiken und ihr transformatives Potential (nicht nur) für das religiöse Feld. In: Robert Gugutzer & Moritz Böttcher (Hg.): Körper, Sport und Religion. Zur Soziologie religiöser Verkörperungen. Wiesbaden: Springer VS, S. 311-339.
McCarthy, E. Doyle (2002): The Emotions – Senses of the Modern Self. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 28, Heft 2, S. 30-49.
Neckel, Sighard (2014): Emotionale Reflexivität – Paradoxien der Emotionalisierung. In: Thilo Fehmel et al. (Hg.): Systemzwang und Akteurswissen. Theorie und Empirie von Autonomiegewinnen. Frankfurt/Main: Campus, S. 117-129.
Nehring, Andres; Ernst, Christoph (2012): Populäre Achtsamkeit. Kulturelle Aspekte einer Meditationspraxis zwischen Präsenzerfahrung und implizitem Wissen. In: Christoph Ernst & Heike Paul (Hg.): Präsenz und implizites Wissen. Zur Interdependenz zweier Schlüsselbegriffe der Kultur- und Sozialwissenschaften. Bielefeld: transcript, S. 373-401.

* Literatur wird in der ersten Einheit bekannt gegeben

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

in 505: BA T2 Workshop Gesellschaftsdiagnosen

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:39