Universität Wien FIND

Bedingt durch die COVID-19-Pandemie können kurzfristige Änderungen bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen (z.B. Absage von Vor-Ort-Lehre und Umstellung auf Online-Prüfungen) erforderlich sein. Melden Sie sich für Lehrveranstaltungen/Prüfungen über u:space an, informieren Sie sich über den aktuellen Stand auf u:find und auf der Lernplattform moodle. ACHTUNG: Lehrveranstaltungen, bei denen zumindest eine Einheit vor Ort stattfindet, werden in u:find momentan mit "vor Ort" gekennzeichnet.

Regelungen zum Lehrbetrieb vor Ort inkl. Eintrittstests finden Sie unter https://studieren.univie.ac.at/info.

230128 WS Gesellschaftsdiagnosen: Un/erwünschte Flüchtlinge? (2019S)

Soziale Konstruktionen und gesellschaftliche Positionen im Kontext Asyl und Flucht

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 36 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 13.03. 09:45 - 13:00 Prominentenzimmer Tiefparterre Hauptgebäude Hof 4
Mittwoch 27.03. 09:45 - 13:00 Prominentenzimmer Tiefparterre Hauptgebäude Hof 4
Mittwoch 10.04. 09:45 - 13:00 Prominentenzimmer Tiefparterre Hauptgebäude Hof 4
Mittwoch 15.05. 09:45 - 13:00 Prominentenzimmer Tiefparterre Hauptgebäude Hof 4
Mittwoch 22.05. 09:45 - 13:00 Prominentenzimmer Tiefparterre Hauptgebäude Hof 4
Mittwoch 05.06. 09:45 - 13:00 Prominentenzimmer Tiefparterre Hauptgebäude Hof 4
Mittwoch 19.06. 09:45 - 13:00 Prominentenzimmer Tiefparterre Hauptgebäude Hof 4

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Themenfeld Flucht und Asyl ist nicht nur aktuell ein präsenter Teil gesellschaftspolitischer Diskurse, viel bemühter Referenzpunkt politischen Handelns und ein Fokus medialer und alltäglicher Auseinandersetzungen, sondern nimmt auch für eine zeitgenössische soziologische Gesellschaftsdiagnose eine relevante Rolle ein. Auch wenn das Recht eine zentrale Rolle für die Definition "des Flüchtlings", in Abgrenzung von "dem Asylwerber" oder "der subsidiär Schutzberechtigten" spielt, ist es schlussendlich das Zusammenspiel sozialer, medialer, politischer und rechtlicher Praktiken und Diskurse, das über Kategorisierungen festlegt, was und wer (k)ein Flüchtling ist und wie dieser sein darf oder soll. Trotz diskursiver Verschiebungen, u.a. im Kontext des sogenannten „langen Sommers der Migrationen“, zeigt sich, dass die Prozesse, die das bestimmen, was "der Flüchtling" ist bzw. gesellschaftlich sein darf, relativ stabil sind und hinlänglich bekannte und bewährte Bedeutungen im Zeitverlauf lediglich unterschiedlich akzentuiert und in Abhängigkeit der jeweils vorherrschenden Machtverhältnisse in den Vordergrund gerückt werden.

Die angebotene Lehrveranstaltung will über den Fokus auf die sozialen Konstruktionsprozesse und Positionen im Kontext zu einem soziologischen Verständnis von Flucht und Asyl beitragen. Um sich dem Thema anzunähern, wird in der LV in einem ersten Schritt der Flüchtlingsbegriff selbst kritisch hinterfragt. Die Analyse der Rechtspraxis, die Frage nach der (auch soziologischen) Bedeutung von Menschenrechten im Kontext und die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Zugängen, unterschiedlichen gesellschaftlichen Positionen und Typen (z.B. des „guten, integrierten Flüchtlings“, des „hilfsbedürftigen Opfers“ oder des*der „unerwünschten Fremden“) sollen zu einer reflexiven Beschäftigung mit dem Themenfeld anregen. Dabei sollen auch eigene Positionierungen und Beteiligungen an den Konstruktionsprozessen gemeinsam reflektiert werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

(a) Mitarbeit und regelmäßige Teilnahme am Seminar inkl. aktiver Teilnahme an Gruppenaufgaben (Anwesenheit, Kommunikation in- und außerhalb des Seminars, pünktliche Abgaben, kleine Gruppenarbeiten)

(b) Lektüre der Texte zu den jeweiligen Einheit und Verfassen von kurzen Literaturnotizen

(c) Abschlussarbeit auf Basis der in der LV erarbeiteten Grundlagen oder ggf. vertiefende Präsentation

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Benotung setzt sich wie folgt aus den Teilleistungen zusammen, wobei alle Teilleistungen zu erbringen sind: Mitarbeit (20%), Vorbereitung: Lektüre und Literaturnotizen (40%), Abschlussarbeit (40%)

Grundsätzlich besteht Anwesenheitspflicht (maximale Fehlzeit: 4 Semesterwochenstunden)

Lehrsprache: Deutsch

Prüfungsstoff

Literatur

Die Literatur wird in der ersten Einheit bekanntgegeben

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

in 505: BA T2 Workshop Gesellschaftsdiagnosen

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:39