Universität Wien FIND

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230141 UK Werte und Bewertungen in der Wissenschaft (2012W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 40 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 04.10. 17:00 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 11.10. 17:00 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 18.10. 17:00 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 08.11. 17:00 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 15.11. 17:00 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 22.11. 17:00 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 29.11. 17:00 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 06.12. 17:00 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 10.01. 17:00 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 17.01. 17:00 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 24.01. 17:00 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 31.01. 17:00 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Welche Rolle spielen Werte und Bewertungen in der bzw. für die Forschung? Zunächst: Werte sind konstitutiv für die Wissenschaft. Zwar gilt die Wissenschaft gemeinhin als strikter Gegenentwurf zum Bereich der Werte und Glaubensentwürfe. Doch schon die Tatsache, dass Forschung bestimmten Verfahrensansprüchen genügen muss, um als 'wissenschaftlich' gelten zu können, verweist auf den engen Bezug von Wissen und Werten. Wissenschaftstheoretische Vorgaben oder forschungsethische Standards illustrieren dies. Doch Normen werden nicht nur von außen an die Forschung hinformuliert. Wirkungsvoller sind oft jene impliziten Normen, die von den Akteuren in der alltäglichen Forschungspraxis zwar realisiert, aber nicht reflektiert werden. Eine zentrale Frage der Wissenschaftsforschung lautet in diesem Zusammenhang: Welche Normen und Regeln werden für die Akteure zum Handlungsmaßstab gerade in einer Zeit, in der die Wissenschaft in zunehmendem Maße von Wirtschaft, Medien und Politik abhängig wird? Auf welche Weise wirken Handlungsnormen und Strukturen wissenschaftlicher Wissensproduktion zusammen? Welchem Veränderungsdruck sind sie unterworfen?
Ein weiterer Aspekt unseres Themas berührt die aktuelle Reform der Hochschulen ('Bologna'). In diesem Prozess kommt indikatorengestützten Bewertungen eine immer größere Rolle zu ('New Public Management'). Die Universitäten werden mittels Ratings, Rankings und Kennziffern bewertet, verglichen und hierarchisiert. Das Ziel ist der grundlegende Umbau der (angeblichen) Elfenbeintürme in 'unternehmerische Hochschulen'. Was bedeutet das für die Wissenschaft, die Lehre und individuelle Karrieren?

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

In diesem Universitätskurs (Mischform aus Vorlesung und Übung) soll ein grundlegendes Verständnis dafür erarbeitet werden, dass Forschung ganz existenziell durch Werte und Normen geprägt ist und zwar in ganz unterschiedlicher Hinsicht. In Auseinandersetzung mit radikaler Kritik am neuzeitlichen Wissenschaftsideal werden wir im ersten Schritt untersuchen, inwiefern Forschung auf unhinterfragten (und im Forschungsalltag auch kaum hinterfragbaren) Wertannahmen basiert. Mit Bezug auf die aktuelle Wissenschaftsforschung fragen wir uns im zweiten Schritt, welche Normen und Werte der Forschung inhärent sind und auf welche Weise sie heute unter Druck geraten. Im dritten Schritt werden wir uns mit aktuellen Kontroversen um Forschung und Technologien (z.B. Stammzellforschung, Nanotechnologie) beschäftigen. Wir werden sehen, welche Folgen es für die Wissenschaft, aber auch für Öffentlichkeit und Politik hat, wenn Forschung heute zunehmend in ethisch-moralischen Kategorien problematisiert wird. Abschließend wird die Frage zu diskutieren sein, was aus einer Wissenschaft wird, die durch numerische Indikatoren und Evaluationen regiert wird. Was heißt es für Lehre und Forschung, wenn die Universitäten eines Landes wie in einer Fußballtabelle geführt werden?

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:39