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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

230147 SE Familie und Elternschaft in der Moderne (2022S)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
GEMISCHT

Update 12.04.2022: Änderung der Lehrveranstatlungsleitung (angemeldete Teilnehmer*innen werden per Mail informiert). Eine Abmeldung ist bis 21.04.2022 aus diesem Grund noch möglich. Wenden Sie sich per Mail an spl.soziologie@univie.ac.at.

Covid19 Information zum Unibetrieb - aktuelle Bestimmungen:
https://www.univie.ac.at/ueber-uns/weitere-informationen/coronavirus/?pk_campaign=HomeDE&pk_kwd=Covid-Infolink

Rahmenbedingungen für digitale Prüfungen (Soziologie) https://soziologie.univie.ac.at/info/digpruef/

Allgemeiner Hinweis: Für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen in digitaler Form sind eine - möglichst stabile - Internetverbindung und die technischen Möglichkeiten erforderlich, um an Online-Einheiten partizipieren zu können (Computer, Mikro, ggf. Webcam).

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Die Vorbesprechung erfolgt digital, die restlichen Einheiten sind als Lehre vor Ort geplant.

Freitag 08.04. 13:00 - 14:30 Digital
Freitag 13.05. 09:30 - 15:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Samstag 14.05. 09:30 - 15:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Freitag 20.05. 09:30 - 15:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Samstag 21.05. 09:30 - 15:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Familienstrukturen und Familienbeziehungen unterliegen in Europa seit Jahrzehnten tiefgreifenden Veränderungen. Das gilt für die Beziehungen zwischen den Partnern, für die Beziehungen zu den Großeltern und ganz besonders für die Eltern-Kind-Beziehungen.
Wie diese Veränderungen beschaffen sind, wodurch sie verursacht werden, was sie aktuell kennzeichnet und welche Folgen daraus für das Familienleben und für die Gesellschaft resultieren, steht im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Ziel der Veranstaltung ist es, weiterführende Erkenntnisse über die aktuelle Lage der Familie in Europa und die wichtigsten Entwicklungstrends zu vermitteln. In der Lehrveranstaltung erwerben sie eine fundierte Wissensgrundlage zu aktuellen Themen der Familiensoziologie. Der Kurs zielt auch darauf ab, dieses Wissen anwendungsbezogen zu vertiefen.

Folgende Themen werden behandelt:
1. Familie zwischen sozialer Institution und "doing family"
2. Familie im sozialhistorischen Wandel
3. Zur aktuellen Lage und Entwicklung der Familie in Europa
4. Partnermarkt und Partnerwahl
5. Partnerbeziehungen und Geschlechterverhältnisse zwischen Stabilität und Wandel
6. Scheidung: Ursachen und Folgen
7. Emotion, Liebe, Sexualität in Paarbeziehungen
8. Elternschaft und Eltern-Kind-Beziehungen heute
9. Großelternschaft
10. Artificial reproductive technologies: Moderne neue Welt und die Folgen
11. Transnationale Familienbeziehungen
12. Familienleben in der Pandemie

Methode:
Alle Themen werden in ähnlicher Weise bearbeitet: Am Anfang steht jeweils eine kurze Einführung durch den Dozenten. Daran anschließend werden zentrale Fragen in der Gruppe diskutiert mit dem Ziel, Positionen klar herauszuarbeiten. Bei einigen Themen werden auch praktische Übungen (kontroverse Dialoge; Anfertigen eines fiktiven Radiointerviews; Erstellen von Folien mit zentralen Aussagen …) eingebaut.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Abschlussarbeit
Inhaltliche Anforderungen Teil 1:
Essayistische oder journalistische Darstellung von Informationen, Themen und/oder Erkenntnissen, die neu, überraschend oder/und weiterführend waren. Darstellung der Information und kurze Reflektion darüber. Keine Verwendung von Literatur.
Inhaltliche Anforderungen für Teil 2:
Fundierte und kommentierte Literaturrecherche zu einem selbst gewählten familiensoziologischen Thema mit Entwicklung einer Forschungsfrage, bestehend aus:
1. Begründung der Relevanz und Überblick über das Thema mit Erarbeitung und Hinführung zu einer Forschungsfrage
Was ist das Thema? Worum geht es?
Warum ist das bearbeitete Thema für die Familienforschung wichtig?
Wie kann das Thema so konkretisiert werden, dass sich eine bearbeitbare Forschungsfrage daraus ergibt?
2. Nennung von mindestens zehn Schlüsselwerken und Begründung, warum diese Texte für Ihr Thema besonders wichtig sind (kommentierte Bibliographie), (pro Werk ca. 150 Worte)
3. Erstellung einer Bibliographie zum Thema (mind. 30 Werke, die zehn Schlüsselwerke dürfen inkludiert sein)

Formale Anforderungen
Abgabe der Abschlussarbeit bis spätestens 30.08.2022 auf Moodle

Verfassen der Arbeit:
- Einhaltung der Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens (wissenschaftliche Literatur, korrekte und einheitliche Zitierweise etc.)
- Deckblatt: Titel der Arbeit, Name, Matrikelnummer, Email-Adresse und Titel der Lehrveranstaltung

Hinweis der SPL Soziologie:
Die Erbringung aller Teilleistungen ist Voraussetzung für eine positive Beurteilung, wenn nicht explizit etwas anderes vermerkt wurde.
Werden einzelne verpflichtende Teilleistungen nicht erbracht, gilt die Lehrveranstaltung als abgebrochen. Falls dem Nichterbringen der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund seitens des/der Studierenden vorliegt, wird die LV negativ beurteilt.
Bei Vorliegen eines solchen Grundes (zB eine längere Erkrankung) kann der/die Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich nach Eintreten des Grundes zu stellen.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und mit dem Vermerk "geschummelt/erschlichen" in das Notenerfassungssystem eingetragen.

Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen. Details werden von den Lehrenden in der Lehrveranstaltung bekanntgeben.

Wenn Sie eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung bereits dreimal negativ absolviert haben und sich für einen vierten Antritt anmelden wollen, kontaktieren Sie bitte die StudienServiceStelle Soziologie (vgl: Zusatzinformation "Dritte Wiederholung bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen" https://soziologie.univie.ac.at/info/pruefungen/#c56313)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Aktive Mitarbeit (geht zu 30% in die Beurteilung ein)
Verfassen einer schriftlichen Abschlussarbeit (Einzelarbeit) in zwei unabhängigen Teilen:
Teil 1: "Was habe ich in der Veranstaltung gelernt?" (geht zu 30% in die Beurteilung ein);
Teil 2: Ein ca. sechsseitiges wiss. Papier zu einem der behandelten Themen nach Wahl (geht zu 40% in die Beurteilung ein)
Es besteht Anwesenheitspflicht (max. 2 Einheiten dürfen versäumt werden)
Mindestanforderung für die positive Beurteilung ist die Erfüllung aller Aufgaben gemäß den Vorgaben.

Abgabe der Abschlussarbeit bis spätestens 30.08.2022 auf Moodle.

Prüfungsstoff

Literatur

- Bavel, J. van (2021): Partner choice and partner markets. In: Schneider, N. F. und Kreyenfeld, M. (Eds.) (2021): Research Handbook on the Sociology of the Family. Cheltenham: Edgar Elgar, pp 219-231
- Fromm, E. (1956): Die Kunst des Liebens. Frankfurt
- Gestrich, A.; Krause, J. und Mitterauer, M. (2003): Geschichte der Familie. Stuttgart: Kröner, S. 575f.
- Lenz, K. und Adler, M. (2021): Emotions, love, and sexuality in committed partnerships. In: Schneider, N. F. und Kreyenfeld, M. (Eds.) (2021): Research Handbook on the Sociology of the Family. Cheltenham: Edgar Elgar, pp 314-327
- Merla, K. et al. (2021): Key developments and future prospects in the study of transnational families. In: Schneider, N. F. und Kreyenfeld, M. (Eds.) (2021): Research Handbook on the Sociology of the Family. Cheltenham: Edgar Elgar, pp 439-450
- Mitterauer, M. und Sieder, R. (1991): Vom Patriarchat zur Partnerschaft. Zum Strukturwandel der Familie. München: Beck
- Mortelmans, D. (2021): Causes and consequences of family dissolution in Europe and post-divorce families. In: Schneider, N. F. und Kreyenfeld, M. (Eds.) (2021): Research Handbook on the Sociology of the Family. Cheltenham: Edgar Elgar, pp 232- 247
- Passet-Wittig, J. und Bujard, M. (2021): Medically assisted reproduction in developed countries: Overview and societal challenges. In: Schneider, N. F. und Kreyenfeld, M. (Eds.) (2021): Research Handbook on the Sociology of the Family. Cheltenham: Edgar Elgar, pp 417-438
- Schier, M. und Jurczyk, K. (2007): Familie als Herstellungsleistung in Zeiten der Entgrenzung. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, 34. Jg., S. 10-17
- Schneider, N. F. (2015): Die Romantisierung des Kindes und der Wandel der Lebensphase Kindheit. In: Das selbständige Kind. Das Kinderbild in Erziehung und Bildung. Hrsgg. v. C. Henry-Huthmacher und E. Hoffmann. Eine Veröffentlichung der Konrad Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin, S. 8-14
- Skopek, J. (2021): Grandparent status and multigenerational relationships. In: Schneider, N. F. und Kreyenfeld, M. (Eds.) (2021): Research Handbook on the Sociology of the Family. Cheltenham: Edgar Elgar, pp 278-299
- Zartler, U. (2021): Children and parents after separation. In: Schneider, N. F. und Kreyenfeld, M. (Eds.) (2021): Research Handbook on the Sociology of the Family. Cheltenham: Edgar Elgar, pp 300-313

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Die Lehrveranstaltung kann für jede Forschungsspezialisierung des Masterstudiums Soziologie herangezogen werden, sofern dies inhaltlich zu Ihrem Masterarbeitsvorhaben passt bzw. mit dem Betreuer oder der Betreuerin abgesprochen wurde.

Letzte Änderung: Di 12.04.2022 16:09