Universität Wien FIND

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230179 SE Kommunikationsstrukturen für ethische Reflexionen in der Pflege (2021S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
Mi 26.05. 09:00-13:00 Digital

An/Abmeldung

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Achtung!
Die LV beginnt um 9 Uhr.

Mittwoch 03.03. 09:00 - 13:00 Digital
Mittwoch 17.03. 09:00 - 13:00 Digital
Mittwoch 14.04. 09:00 - 13:00 Digital
Mittwoch 28.04. 09:00 - 13:00 Digital
Mittwoch 12.05. 09:00 - 13:00 Digital
Mittwoch 16.06. 09:00 - 13:00 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziele:
Die Studierenden
- lernen Grundlagen der ethischen Reflexion kennen
- erproben im Rahmen der Lehrveranstaltung ethische Fallbesprechungen
- reflektieren eigene Berufserfahrungen anhand von ethischen Fragen in der Pflege
- entwickeln ein kritisches Bewusstsein im Umgang Gender und Diversität in ethischen Reflexionen

Inhalte
Der Alltag in der Pflege ist geprägt durch ethische Fragen. Vor allem das Spannungsfeld zwischen Selbstbestimmung und Fürsorglichkeit fordert heraus und stellt oft genug ein Dilemma dar: Eine desorientierte Frau mit Demenz verlässt regelmäßig alleine das Pflegeheim und findet nicht mehr zurück. Neben der handlungsorientierten Frage: „Was sollen wir tun?“ geht es in der ethischen Reflexion auch um die Frage: „Was ist gut für uns?“. Um die Fragen zu beantworten braucht es sowohl Sensibilität im Erkennen ethischer Fragen als auch Möglichkeiten, diese zu besprechen. Entsprechende Kommunikationsstrukturen in den Organisationen des Gesundheitssystems (Krankenhaus, Pflegeheim, mobile Pflege, Palliative Care,…) sind dafür zu entwickeln. In der Lehrveranstaltung werden medizin- pflege- und care-ethische theoretische Konzepte vorgestellt und organisationale Rahmenbedingungen geklärt. Ethische Reflexionen erfolgen anhand von beruflichen Erfahrungen der Studierenden ebenso wie anhand von Beispielen aus aktuellen Forschungsprojekten. Ethische Fallbesprechungen und Ethikberatung werden als Modelle für Kommunikationsstrukturen näher untersucht und erprobt. Fragen von Gender und Diversität in ethischen Reflexionen werden diskutiert.

Methoden
Inputs durch die LV-Leiterinnen und durch die Studierenden, Berichte aus Forschungsprojekten, Literaturstudium, Erproben von ethischen Fallbesprechungen, Filmausschnitte, Diskussion und Gruppenarbeiten

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Lehrveranstaltung ist als Seminar konzipiert und hat prüfungsimmanenten Charakter.
Der Leistungsnachweis setzt sich aus aktiver Beteiligung an der Lehrveranstaltung, Literaturstudium zur Vorbereitung der Lehrveranstaltung sowie Einzel- bzw. Gruppenarbeit mit Präsentation und Handout zusammen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderung für die positive Beurteilung ist (1) Literaturgestützte Einzel- bzw. Gruppenarbeit zu einem care-ethischen Thema der Lehrveranstaltung und Präsentation der Ergebnisse (50%) (2) Abfassen eines Textes zu einem Thema der Lehrveranstaltung entlang von 3 Leitfragen (30%). (3) Aktive Beteiligung an der LV (20%), wofür regelmäßige Anwesenheit erforderlich ist, entschuldigtes Fehlen bei einem halbtägigen Block ist möglich. Jede Teilleistung wird eigenständig beurteilt.

Prüfungsstoff

Literatur

Conradi, Elisabeth (2001): Take Care – Grundlagen einer Ethik der Achtsamkeit. Frankfurt a. M.: Campus.
Denier, Yvonne, Gastmans, Chris, & Vandevelde, Antoon (2013). Justice, luck & responsibility in health care: Philosophical background and ethical implications for end-of-life care (Vol. 30). Springer; Dordrecht
Gastmans Chris (2013): Dignity-enhancing nursing care: A foundational ethical framework. Nursing Ethics 20(2) 142–149. Doi: 10.1177/0969733012473772
Heimerl Katharina, Wegleitner Klaus, Reitinger Elisabeth (2015): Organisationsethik – von Caring Institutions und Compassionate Communities. FoRuM Supervision 45, 63-73, http://fs.ub.uni-bielefeld.de/index.php/fs/article/view/263/313
Kohlen, Helen, und Christel Kumbruck (2008): Care-(Ethik) und das Ethos fürsorglicher Praxis (Literaturstudie). http://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/21959/ssoar-2008-kohlen_et_al-care-ethik_und_das_ethos_fursorglicher.pdf?sequence=1.
Rabe Marianne (2009): Ethik in der Pflegeausbildung. Beiträge zur Theorie und Didaktik. 1. Auflage. Bern: Verlag Hans Huber.
Reitinger Elisabeth, Heimerl Katharina (2014): Palliative Care in Nursing Homes: Ethics and gender - issues and processes. International Journal of Older People Nursing 9, 131–139. doi:10.1111/opn.12049
Riedel, Annette, Linde, Anne-Christin (2018): Ethische Reflexion in der Pflege: Konzepte – Werte – Phänomene. Brlin: Springer.
Walser, Angelika (2010): Autonomie und Angewiesenheit: ethische Fragen einer relationalen Anthropologie, in: Reitinger, E./Beyer, S. (Hrsg.): Geschlechtersensible Hospiz- und Palliativkultur in der Altenhilfe, Frankfurt a.M.: Mabuse-Verlag, S. 33-44.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 02.03.2021 13:29