Universität Wien FIND
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

230191 SE Spezielle Pflege - Palliative Care (2019W)

Betreuung und Versorgung

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Die selbstständige Anmeldung innerhalb der Anmeldephase zu Semesterbeginn ist für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung verpflichtend!

Eine nachträgliche Anmeldung ist NICHT möglich.

Anwesenheitspflicht in der ersten LV-Einheit: Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung und Studierende von der Warteliste können nachrücken.

Nach der ab Oktober 2015 geltenden Satzung der Universität Wien gibt es neue letztmögliche Abgabefristen für Seminararbeiten falls Lehrveranstaltungsleiter keine kürzeren Fristen bekannt geben.

Wintersemester der 30.April

Sommersemester der 30. September

Die Lehrveranstaltungsleitung kann im Einzelfall entscheiden, ob ein Gespräch zur Arbeit erforderlich ist.

Das Gespräch ist notenrelevant und ist zu dokumentieren (Prüfungsprotokoll).

Stellt sich bei dem Gespräch heraus, dass der/die Studierende über die Inhalte des schriftlichen Beitrags keine oder ungenügend Auskünfte geben kann, ist die Seminararbeit (=Teilleistung) negativ zu bewerten.

Gibt der/die Studierende zu, dass die Arbeit nicht selbst verfasst wurde, ist die Lehrveranstaltung mit einem "X" zu bewerten (HfL "Nichtbeurteilung wegen unerlaubter Hilfsmittel").

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Wichtig: Am ersten LV-Termin ist Anwesenheitspflicht!

Freitag 11.10. 09:45 - 13:00 Seminarraum Pflegewissenschaft Alser Straße 23/12
Freitag 25.10. 09:45 - 13:00 Seminarraum Pflegewissenschaft Alser Straße 23/12
Freitag 15.11. 09:45 - 13:00 Seminarraum Pflegewissenschaft Alser Straße 23/12
Mittwoch 11.12. 08:00 - 11:15 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Montag 13.01. 14:00 - 17:15 Seminarraum Pflegewissenschaft Alser Straße 23/12

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

ZIele: Die Studierenden
• lernen Palliative Care als Konzept für den würdevollen Umgang mit schwerkranken und sterbenden Menschen kennen und setzen sich mit dem Lebensende auseinander
• Sie wissen, welche Rolle Betroffenenorientierung in der Betreuung am Lebensende für Betroffene und ihre Angehörigen spielt
• Sie verstehen die Angebotsstrukturen von Hospiz und Palliative Care und, wie Palliative Care in Organisationen umgesetzt werden kann
• Sie diskutieren Gender und Diversität als relevante soziale Kategorien in den Anwendungsgebieten von Palliative Care
Inhalte:
Sterben, Tod und Trauer waren und sind immer noch „schwierige“ Themen in der Betreuung, Pflege und Begleitung schwerkranker Menschen. In den 1960er Jahren wird zwar das Tabu rund um diese Themen in Europa und den USA gebrochen. Die moderne Hospizbewegung wird gegründet, aus ihr entsteht das Konzept von Palliative Care. Ziel ist vor allem, einen würdevollen Umgang mit den Schwächsten in unserer Gesellschaft am Lebensende zu ermöglichen. Im Zentrum steht die Lebensqualität und nicht die Lebensverlängerung um jeden Preis. Dennoch bleiben zahlreiche ethische Fragen und Herausforderungen in der organisationalen Umsetzung, beispielsweise in der interdisziplinären Zusammenarbeit.
Palliative Care meint die umfassende körperliche, seelische, soziale und spirituelle Begleitung, Pflege und Behandlung und stellt die Bedürfnisse der Betroffenen ins Zentrum. Unter anderem gilt es, Gender und Diversität als relevante Kriterien für Betroffenenorientierung in Palliative Care zu berücksichtigen und Sorgebeziehungen geschlechterkritisch zu reflektieren.
Methode:
Die Lehrveranstaltung setzt sich aus Inputs der LV-Leiterinnen zusammen, die ergänzt werden durch relevante Literatur. Ausgewählte Ergebnisse von partizipativer Forschung in Palliative Care werden vorgestellt. Studierende diskutieren miteinander und mit der LV-Leitung die jeweiligen Inputs. Die Studierenden bringen ihre eigenen Erfahrungen und Überlegungen zu den Themen der Lehrveranstaltung ein. Sie bearbeiten ein von ihnen gewähltes Thema in Gruppen vertieft.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die LV hat prüfungsimmanenten Charakter. Aktive Beteiligung an der Lehrveranstaltung; Literaturstudium; Gruppenarbeit und Input in der Lehrveranstaltung; kurzer eigenständiger Text.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

1. Gruppenarbeit zu einem selbstgewählten Thema auf Basis von Literatur und Inhalten der LV und Input in der LV dazu (50%)
2. Individuelles Abfassen eines kurzen Textes anhand von 3 Leitfragen im Rahmen der LV (30%)
3. Aktive Beteiligung an der LV (20%), wofür regelmäßige Anwesenheit erforderlich ist, einmaliges entschuldigtes Fehlen ist möglich

Prüfungsstoff

Die LV hat prüfungsimmanenten Charakter. Siehe Inhalte und Beurteilung.

Literatur

Davies Elizabeth, Higginson Irene (2004): Solid facts. Palliative Care. Copenhagen: World Health Organisation Europe
Heimerl Katharina, Reitinger Elisabeth, Wegleitner, Klaus (2015): Organisationsethik in Palliative Care. Von Caring Institutions und Compassionate Communities. In: Forum Supervision 23/45, S. 63 – 73
Hockley Jo, Froggatt Katherine, Heimerl Katharina (eds.) (2013): Participatory Research in Palliative Care. Actions and Reflections. Oxford: Oxford University Press
Kojer Marina, Heimerl Katharina (2009): Palliative Care ist ein Zugang für hochbetagte Menschen - Ein erweiterter Blick auf die WHO Definition von Palliative Care. In: Zeitschrift für Palliativmedizin; 10:154-161
Steffen-Bürgi Barbara, Schärere-Santschi Erika, Staudacher Diana und Monteverde Settimio (Hrsg)(2017): Lehrbuch Palliative Care. 3. Vollständig überabreitete und erweiterte Auflage. Bern: Hogrefe
WHO (Hg) (2002): National Cancer Control Programmes. Policies and Managerial Guidelines. Part 7, Pain Relief and Pallliative Care, 83-91, Geneva: World Health Organization.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 11.12.2019 10:08