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233004 UK Wie sozial ist wissenschaftliches Wissen? (2018W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 40 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 08.10. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien (Vorbesprechung)
Montag 29.10. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Montag 05.11. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Montag 12.11. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Montag 19.11. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Montag 26.11. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Montag 03.12. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Montag 10.12. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Montag 14.01. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Montag 21.01. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Oft erscheint wissenschaftliches Wissen als Gegensatz zu Alltagswissen. Es bietet scheinbar die
Möglichkeit, die 'Wahrheit' über die Welt zu erfahren. Unsere Gesellschaft setzt immer öfter auf solch
'objektives Wissen', um wichtige kollektive und individuelle Entscheidungen zu treffen. Soziale Prozesse der
Wissensproduktion und damit einhergehende Unsicherheiten und Kontroversen werden oftmals 'unsichtbar'
gemacht. Der Wissenschaftsphilosoph Ludwik Fleck hat sich schon vor über 80 Jahren mit der Frage
befasst, wie wissenschaftliches Wissen sozial erzeugt wird und warum sich manche Erkenntnisse gegenüber
anderen durchsetzen. In diesem einführenden Universitätskurs wollen wir Wissen und Fakten unter die Lupe
nehmen und dabei Wissensproduktion als sozialen Prozess wieder sichtbar machen.
Wir setzen uns dabei unter anderem mit der Frage auseinander, inwiefern wissenschaftliches Wissen die
'Wahrheit' über unsere 'Wirklichkeit' liefern kann, beziehungsweise welche Wahrheit(en) dabei erzeugt
werden. Dabei wollen wir auch die Unterscheidung von wissenschaftlichem und nicht-wissenschaftlichem
Wissen hinterfragen. Im Zentrum des Kurses stehen weiters wissenschaftliche Kontroversen oder
Unsicherheiten in Erkenntnisprozessen, wie sie beispielsweise beim Thema Klimawandel diskutiert werden.
Dabei werden in den Texten und Diskussionen im Kurs die sozialen Einflussfaktoren und gesellschaftlichen
Ordnungen (wie z.B. Geschlechterverhältnisse) diskutiert, die dazu führen, dass sich manches Wissen
gegenüber anderem durchsetzt. Unter anderem mit Hilfe von ethnographischen Laborstudien sowie
Forschung zu Zukunftsvorstellungen bzw. 'Verheißungen' der Wissenschaft, möchte der UK einen Blick
darauf werfen, wie wissenschaftliches Wissen immer auch Teil und Produkt von sozialen Prozessen ist.
Dabei wollen wir näher betrachten, wie wissenschaftliches Wissen und Tatsachen auf die Gesellschaft
einwirken, diese verändern, aber auch von ihr verändert und geformt werden. Gegenwärtige Konzepte der
Wissenschafts- und Technikforschung werden durch Inputs der Lehrveranstaltungsleiterin vorgestellt und
ausgewählte wissenschaftliche Texte zum Thema gelesen und diskutiert. Voraussetzungen für den Zeugniserwerb sind Anwesenheit, Mitarbeit, und das Verfassen von schriftlichen Arbeitsaufgaben.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderung für die positive Beurteilung sind durchgehende Anwesenheit, aktive Teilnahme an den
Diskussionen, Lesen der Pflichttexte zu den Lehrveranstaltungseinheiten und pünktliche Abgabe der
Arbeitsaufgaben I (2-3 seitige Reflexion zur Wissenschaft im alltäglichen Leben) und II (2-3 seitige
Diskussion von einer aktuellen wissenschaftlichen Kontroverse) sowie der Abschlussaufgabe:
Stellungnahme zu einer wissenschaftlichen Kontroverse (max. 2500 Wörter, abzugeben bis spätestens 10.02.2019).

'Dieser Kurs verwendet die Plagiatsprüfungs-Software Turnitin für größere Abgaben.'

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Zusammensetzung der Gesamtnote
Die Benotung der Lehrveranstaltung erfolgt auf Grundlage der getrennten Bewertung der verschiedenen Aufgaben auf einer Skala von 1-5.

Teilnahme an den Diskussionen in den Lehrveranstaltungseinheiten:
25 Prozent, individuell bewertet, Feedback auf Nachfrage;
Arbeitsaufgaben I und II; Inhalt und Aufbau der Texte, pünktliche Abgabe, ordentliches Layout: 30 Prozent, individuell bewertet, Feedback auf Nachfrage;
Abschlussaufgabe: 45 Prozent, individuell bewertet, Feedback auf Nachfrage;

Jede Teilleistung wird selbstständig bewertet. Anwesenheit, Pünktlichkeit in der Abgabe von Leistungen und die Einhaltung akademischer Standards werden vorausgesetzt, können sich aber im Fall der Nicht-Einhaltung negativ auf die Gesamtnote auswirken. Zum Erreichen einer positiven Note muss der gewichtete Durchschnitt der Teilnoten größer oder gleich 4,5 sein.

Wichtige Informationen zur Beurteilung
Wenn nicht explizit anders vermerkt, ist die Erbringung aller Teilleistungen Voraussetzung für eine positive Beurteilung. Werden einzelne verpflichtend vorgesehene Teilleistungen nicht erbracht, gilt die Lehrveranstaltung als abgebrochen. Falls dem Nichterbringen der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund auf Seiten des*der Studierenden zu Grunde liegt, wird die LV negativ beurteilt. Bei Vorliegen eines solchen Grundes (etwa einer längeren Erkrankung) kann der*die Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich nach Eintreten des Grundes zu stellen.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als ‘nicht beurteilt’ gewertet und mit dem Vermerk ‘geschummelt/erschlichen’ in das Notenerfassungssystem eingetragen.

Anwesenheit
Es herrscht Anwesenheitspflicht. Es dürfen höchstens zwei Seminareinheiten (4h) versäumt werden. Darüber hinausgehende Abwesenheiten können bis zu einer Gesamtsumme von maximal 8 Stunden durch mit der Lehrveranstaltungsleitung zu vereinbarende Zusatzleistungen und/oder Berücksichtigungen in der Note (Punktabzug) ausgeglichen werden. Die Entscheidung darüber trifft die Lehrveranstaltungsleitung.

Bei Abwesenheiten von mehr als acht Stunden oder falls die Lehrveranstaltungsleitung bei Abwesenheiten über vier Stunden einem Ausgleich nicht zustimmt, kann die Lehrveranstaltung nicht mehr positiv absolviert werden und ist negativ zu beurteilen. Eine Ausnahme von dieser Regelung ist zu gewähren, falls auf Seiten des*der Studierenden ein wesentlicher und unvorhersehbarer Grund für die Nicht-Teilnahme vorliegt. Dieser ist von der*dem Studierenden glaubhaft nachzuweisen. Bei Vorliegen eines solchen Grundes wird der*die Studierend ohne Note vom Kurs abgemeldet. Die Entscheidung darüber trifft die Lehrveranstaltungsleitung.

Richtlinien zum Verfassen der schriftlichen Arbeiten
Alle schriftlichen Arbeiten müssen folgende Angaben enthalten: Titel der Aufgabenstellung,
Lehrveranstaltungstitel und -nummer, Name des Lehrveranstaltungsleitenden, eigener Name,
Studienkennzahl und Matrikelnummer sowie Datum der Abgabe. Beachten Sie bitte die wissenschaftlichen
Zitierregeln des Instituts für Soziologie, die Sie auf Moodle finden. Alle schriftlichen Arbeiten sind
termingerecht über Moodle hochzuladen.

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 22.02.2019 14:08