Universität Wien FIND

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Weitere Informationen zum Lehrbetrieb vor Ort finden Sie unter https://studieren.univie.ac.at/info.

233004 UK Wissenskulturen innerhalb und außerhalb der Wissenschaft (2020W)

Von Vielfalt, Exklusion und Alternativen

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
Mo 23.11. 15:00-17:00 Digital

An/Abmeldung

Details

max. 40 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Der 1. Termin am 05.10.2020 von 15.00-17.00 wird ONLINE stattfinden!

Adaptiertes Unterrichtsformat
Um die geltenden Abstandsempfehlungen einhalten zu können und das Risiko einer Verbreitung von COVID-19 zu minimieren, wird dieser Kurs alternierend online und als Präsenzlehre stattfinden. Alle Studierenden werden in der ersten Sitzung (online) einer von zwei Gruppen zugeteilt, die jeweils abwechselnd Präsenzlehre haben. Der Kurs ist in 10 Seminareinheiten aufgebaut, wobei jeweils zwei Sitzungen ein gemeinsames Schwerpunktthema aus unterschiedlichen Perspektiven behandeln. Somit können alle Studierenden jeweils eine von zwei Seminareinheiten zu einem gemeinsamen Schwerpunkt besuchen. Voraussetzung für eine positive Beurteilung ist die Vor- und Nachbereitung aller Seminareinheiten (durch Kommentare und Fragen zur Pflichtlektüre). Insbesondere werden zu jedem Schwerpunktthema eine oder mehrere Leitfragen gestellt, anhand derer die Studierenden ihr Portfolio zu einer bestimmten Wissenskultur erarbeiten. Die Stunden, in denen die jeweils andere Gruppe unterrichtet wird, können daher von den Studierenden zur selbstständigen Gruppenarbeit am Portfolio genutzt werden.

Montag 05.10. 15:00 - 17:00 Digital
Montag 12.10. 15:00 - 17:00 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Montag 19.10. 15:00 - 17:00 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Montag 09.11. 15:00 - 17:00 Digital
Montag 16.11. 15:00 - 17:00 Digital
Montag 30.11. 15:00 - 17:00 Digital
Montag 07.12. 15:00 - 17:00 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Montag 14.12. 15:00 - 17:00 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Montag 11.01. 15:00 - 17:00 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Montag 18.01. 15:00 - 17:00 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In alltäglichen sowie außergewöhnlichen Prozessen und Entscheidungen, von der Behandlung von Krankheiten bis zur Bewältigung großer sozial-ökologischer Herausforderungen wie dem Klimawandel, sind wir als Individuen und Gesellschaft angewiesen auf Wissen – auf wissenschaftliches Wissen, aber auch zum Beispiel auf Erfahrungswissen, verkörpertes oder überliefertes praktisches Wissen. Was aber unterscheidet wissenschaftliches Wissen eigentlich von anderen Wissensformen? Wie und wo entstehen verschiedene Arten von (wissenschaftlichem) Wissen, wie werden sie genutzt und bewertet? Und welche Akteur*innen und Wissensformen werden in diesen Prozessen ein- oder ausgeschlossen?

In diesem Kurs möchten wir uns mit verschiedenen Wissenskulturen auseinandersetzen. Dabei gehen wir davon aus, dass Wissen immer ein Ergebnis sozialer Prozesse ist, die in einen spezifischen historischen und kulturellen Kontext eingebettet sind. Insbesondere beschäftigen wir uns mit wissenschaftlicher Wissensproduktion als eine spezifische kulturelle Praxis, und untersuchen, was diese Praxis ausmacht, und wieso oder ob sie sich von anderen (etwa traditionellen, aktivistischen, nicht-westlichen) Kulturen der Wissensproduktion unterscheidet. Dazu betrachten wir einerseits verschiedene epistemische Kulturen innerhalb der Wissenschaft und andererseits, wie Wissenschaftler*innen ihre Arbeit von anderen Traditionen und Wissenskulturen abgrenzen oder mit diesen interagieren. Ausgehend von feministischer sowie post- und dekolonialer Kritik widmen wir uns auch der Frage, welche Macht- und Herrschaftsverhältnisse im zeitgenössischen Wissenschaftsbetrieb reproduziert werden, und wie diese Hierarchien durch Einbeziehung der Perspektive anderer Expert*innen und anderen Wissens kritisiert und aufgebrochen werden können.

Im Kurs werden diese Themen anhand von Kurzvorträgen und Diskussionsanstößen durch die LV-Leiterinnen sowie durch die Diskussion von wissenschaftlichen Beiträgen in Form von Artikeln oder Podcasts behandelt. Zudem werden sich die Studierenden reflektierend mit Wissens- und Wissenschaftskulturen auseinandersetzen, die für ihre eigene Praxis relevant sind, und in einer gemeinsamen Gruppenarbeit im Verlauf des Semesters ein Portfolio zu einer selbstgewählten Wissenskultur erstellen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderung für die positive Beurteilung sind:
Aktive Teilnahme an Diskussionen in den Seminareinheiten, sowie Vorbereitung der relevanten Materialien.
Erstellung von kurzen Kommentaren und/oder Fragen zu den Materialien für die jeweilige Sitzung. Diese sind bis Freitagabend vor der entsprechenden Sitzung in das Forum auf Moodle zu posten.
Verfassen eines kurzen Reflexions-Papiers (1-2 Seiten) zu Beginn des Kurses (abzugeben bis 10.10. über Moodle). Leitfragen hierfür:
Welche unterschiedlichen Wissenschaftskulturen, sowie Wissenskulturen außerhalb der Wissenschaft sind für mich relevant? Was macht diese aus, und wie unterscheiden sie sich voneinander?
Erstellen eines Diskussionsprotokolls zu einer Sitzung (eventuell in Zweier-Gruppen), abzugeben bis Sonntag Abend vor der darauffolgenden Einheit über Moodle.
Gruppenprojekt: Erstellen eines Portfolios mit einem Porträt einer ausgewählten Wissenskultur in Kleingruppen. Die Wissenskultur können die Studierenden selbst wählen, wobei auch Vorschläge von den LV-Leiterinnen eingebracht werden. Das Portfolio soll als fortlaufendes Projekt während des Semesters entstehen, u.a. anhand von Leitfragen die von den LV-Leiterinnen in den einzelnen Sitzungen eingebracht werden. Das Portfolio sollte ca. 10 Seiten umfassen; eine erste Version des Portfolios ist bis zum 10.01.2021, die endgültige Fassung bis zum 31.01.2021 über Moodle abzugeben.
Peer-Feedback zum Portfolio einer anderen Gruppe, abzugeben bis zum 17.01.2021 über Moodle.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Zusammensetzung der Gesamtnote
Jede Teilleistung wird selbstständig nach einem Punktesystem von insgesamt 100 Punkten bewertet. Die maximal erhältliche Anzahl von Punkten für die jeweiligen Aufgaben ist:
Vorbereitung der Materialien und Kommentare im Moodle Forum; aktive Mitarbeit in Diskussionen: 20 Punkte, individuell bewertet, Feedback auf Nachfrage
Diskussionsprotokoll: 15 Punkte, individuell oder als Gruppenarbeit bewertet, Feedback auf Nachfrage
Reflexionspapier: 10 Punkte, individuell bewertet, kein Feedback vorgesehen
Portfolio: 40 Punkte, als Gruppenarbeit bewertet, Peer-Feedback auf vorläufige Version; Feedback auf finale Version durch LV-Leiterinnen
Feedback auf Portfolio anderer Studierender: 15 Punkte, individuell bewertet, Feedback auf Nachfrage

Anwesenheit, Pünktlichkeit in der Abgabe von Leistungen und die Einhaltung akademischer Standards werden vorausgesetzt, können sich aber im Fall der Nicht-Einhaltung negativ auf die Gesamtnote auswirken. Für eine positive Benotung sind insgesamt mindestens 50 Punkte erforderlich.

Notentafel
100-87 Punkte Sehr Gut (1)
86-75 Punkte Gut (2)
74-63 Punkte Befriedigend (3)
62-50 Punkte Genügend (4)
49-0 Punkte Ungenügend (5) (nicht bestanden)

Wichtige Informationen zur Beurteilung
Wenn nicht explizit anders vermerkt, ist die Erbringung aller Teilleistungen Voraussetzung für eine positive Beurteilung. Werden einzelne verpflichtend vorgesehene Teilleistungen nicht erbracht, gilt die Lehrveranstaltung als abgebrochen. Falls dem Nichterbringen der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund auf Seiten des*der Studierenden zu Grunde liegt, wird die LV negativ beurteilt. Bei Vorliegen eines solchen Grundes (etwa einer längeren Erkrankung) kann der*die Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich nach Eintreten des Grundes zu stellen.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als ‘nicht beurteilt’ gewertet und mit dem Vermerk ‘geschummelt/erschlichen’ in das Notenerfassungssystem eingetragen.

Anwesenheit
Es herrscht Anwesenheitspflicht. Es dürfen höchstens zwei Seminareinheiten (4h) versäumt werden. Darüber hinausgehende Abwesenheiten können bis zu einer Gesamtsumme von maximal 8 Stunden durch mit der Lehrveranstaltungsleitung zu vereinbarende Zusatzleistungen und/oder Berücksichtigungen in der Note (Punktabzug) ausgeglichen werden. Die Entscheidung darüber trifft die Lehrveranstaltungsleitung.

Bei Abwesenheiten von mehr als acht Stunden oder falls die Lehrveranstaltungsleitung bei Abwesenheiten über vier Stunden einem Ausgleich nicht zustimmt, kann die Lehrveranstaltung nicht mehr positiv absolviert werden und ist negativ zu beurteilen. Eine Ausnahme von dieser Regelung ist zu gewähren, falls auf Seiten des*der Studierenden ein wesentlicher und unvorhersehbarer Grund für die Nicht-Teilnahme vorliegt. Dieser ist von der*dem Studierenden glaubhaft nachzuweisen. Bei Vorliegen eines solchen Grundes wird der*die Studierend ohne Note vom Kurs abgemeldet. Die Entscheidung darüber trifft die Lehrveranstaltungsleitung.

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 03.11.2020 20:09