Universität Wien
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240028 SE VM1 / VM3 - Einführung in Friedens- und Konfliktforschung (2025S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Montag 10.03. 16:45 - 18:15 Seminarraum 7, Kolingasse 14-16, OG01
  • Montag 17.03. 16:45 - 18:15 Seminarraum 7, Kolingasse 14-16, OG01
  • Montag 24.03. 16:45 - 18:15 Seminarraum 7, Kolingasse 14-16, OG01
  • Montag 31.03. 16:45 - 18:15 Seminarraum 7, Kolingasse 14-16, OG01
  • Montag 07.04. 16:45 - 18:15 Seminarraum 7, Kolingasse 14-16, OG01
  • Montag 28.04. 16:45 - 18:15 Seminarraum 7, Kolingasse 14-16, OG01
  • Montag 05.05. 16:45 - 18:15 Seminarraum 7, Kolingasse 14-16, OG01
  • Montag 12.05. 16:45 - 18:15 Seminarraum 7, Kolingasse 14-16, OG01
  • Montag 19.05. 16:45 - 18:15 Seminarraum 7, Kolingasse 14-16, OG01
  • Montag 26.05. 16:45 - 18:15 Seminarraum 7, Kolingasse 14-16, OG01
  • Montag 02.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum 7, Kolingasse 14-16, OG01
  • Montag 16.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum 7, Kolingasse 14-16, OG01
  • Montag 23.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum 7, Kolingasse 14-16, OG01
  • Montag 30.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum 7, Kolingasse 14-16, OG01

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Verschiedene Begriffe, Theorien, Ansätze und Kontroversen der Friedens- und Konfliktforschung bilden eine Säule des Seminars. Genauso wie die in Teilen schwierige Verständigung bezüglich der Zugänge zu Gewalt, Konflikt, Frieden, Sicherheit oder Krieg wird die Friedens- und Konfliktforschung von Debatten über ihr Selbstverständnis geprägt.

Weitere Schwerpunkte sind ausgewählte internationale Konfliktanalysen (beispielsweise Ressourcenkonflikte, Konflikte um Klimaerhitzung), Aspekte und Instrumente der Konfliktbearbeitung (beispielsweise zivile Krisenprävention, zivile Konfliktbearbeitung, Abrüstung und Rüstungskontrolle), friedenspolitische Praxis, Friedensstrategien oder die institutionelle Basis (Nichtregierungsorganisationen, Staaten oder internationale Organisationen). An einigen Beispielen wird der befruchtende und konstruktive Austausch von Friedensforschung und Entwicklungsforschung besonders deutlich. Die „Lehre vom gerechten Krieg“ oder Arten und Möglichkeiten der Kriegsbeendigungen werden anhand von Literatur vorgestellt und debattiert.

Gängige Theorien Internationaler Beziehungen werden auf ihre Wirkung bezüglich Frieden, Gewalt, Sicherheit und Krieg genau befragt. Ein Analysemerkmal liegt dabei auf einem kritischen Blick auf eurozentristischen und neokolonialen Prägungen. Mit diesem theoretischen und methodischen Fundament arbeiten die Studierenden in Gruppen gegen Ende des Seminars an einer österreichischen Friedensstrategie.

Die Aneignung der Inhalte erfolgt durch die Arbeit mit ausgewählten Texten, Präsentationen von Studierenden, Impulse durch die LV-Leitung, einen Gastvortrag, Gruppenarbeiten, die Ausarbeitung von Papers und Präsentationsunterlagen sowie einer seminarinternen Podiumsdiskussion. Die studentische Mitarbeit ist ein zentraler und notenrelevanter Seminarbestandteil. Der Seminarleiter behält sich Änderungen bei der Präsentation, Diskussion und Modalität der Seminarinhalte vor.

Das Seminar soll
• ausgewählte Begriffe, Fragestellungen, Methoden, Akteure, Instrumente, Theorien und Praxis der Friedens- und Konfliktforschung verdeutlichen,
• das Verständnis für die Inter- und Transdisziplinarität der Friedens- und Konfliktforschung fördern,
• Instrumente und Ansätze aus der Friedens- und Konfliktforschung in Bezug auf aktuelle Kriege und gewaltsam ausgetragene Konflikte diskutieren und
• zu einer erweiterten Sicht auf die gegenwärtige Außen-, Sicherheits-, Verteidigungs- und Militärpolitik anregen.

Die Lehrveranstaltung findet in deutscher Sprache statt.

Weitere Details zum Ablauf und Pflichtlektüre im Syllabus unter
http://www.thomasroithner.at/cms/images/lehre/roithner_friedensforschung_konfliktforschung_ie_sose2025.pdf

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Seminararbeit (50 % der Beurteilung)
Mündliche Präsentation (35 % der Beurteilung)
Anwesenheit (max. 2 Abwesenheiten)
Mitarbeit (15 % der Beurteilung)
allfällige mündliche Nachbesprechung schriftlicher Arbeiten

Weitere Details zu Leistungen:
http://www.thomasroithner.at/cms/images/lehre/roithner_friedensforschung_konfliktforschung_ie_sose2025.pdf

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

100 – 91 Punkte Sehr Gut
90 – 76 Punkte Gut
75 – 61 Punkte Befriedigend
60 – 50 Punkte Genügend
49 – 0 Punkte Nicht Genügend

Weitere Details zu Anforderungen und Beurteilung:
http://www.thomasroithner.at/cms/images/lehre/roithner_friedensforschung_konfliktforschung_ie_sose2025.pdf

Prüfungsstoff

Literatur

Heidelberg Institute for international Conflict Research: Conflict Barometer 2023, Heidelberg 2024.

Kahl Martin, Rinke Bernhard: Frieden in den Theorien der Internationalen Beziehungen, in: Gießmann Hans J., Rinke Bernhard (Hrsg.): Handbuch Frieden, 2. Auflage, Springer VS, Wiesbaden 2019, S. 65-82.

Lederach John Paul: Building Peace. Sustainable Reconciliation in Divided Societies, US Institute of Peace, tenth printing, Washington DC 2013, chapter 4 “Structure: Lenses for the Big Picture”, p. 37-61.

Chenoweth Erica: The Future of Nonviolent Resistance, in: Journal of Democracy, Vol. 31, No 3, S. 69-84, Baltimore 2020.

Schweitzer Christine: Was heißt „gewaltfreie Aktion“? Ein Beitrag zur begrifflichen und konzeptionellen Klärung, in: Sicherheit und Frieden (S+F), 31. Jg., Heft 3/2013, Nomos Verlag, Hamburg, S. 140-144.

Schröder Ursula, Benner Ann-Kathrin, Brzoska Michael, Kohler Christina, Kroll Stefan, Rothe Delf, Scheffran Jürgen, Schetter Conrad, Wirkus Lars: Friedenspolitik in Zeiten des Klimawandels, in: Friedensgutachten 2020. Im Schatten der Pandemie: letzte Chance für Europa, BICC, HSFK, IFSH, INEF, transcript, Bielefeld 2020, S. 25-43.

Froese Rebecca, Janpeter Schilling: Umwelt und Frieden zusammendenken: Environmental Peacebuilding als Chance für die deutsche Friedens- und Entwicklungspolitik, Global Public Policy Institute, peacelab.blog, 28.5.2020, Berlin.

Jakobeit Cord, Meißner Hannes: Frieden und Ressourcen, in: Gießmann Hans J., Rinke Bernhard (Hrsg.): Handbuch Frieden, Springer VS, Wiesbaden 2019, S. 609-621.

Wunderlich Carmen, Kütt Moritz, Baldus Jana, Brzoska Michael, Fehl Caroline, Hach Sacha, Thies Tim, Vieluf Maren: Rüstungsdynamiken. Abrüsten statt Wettrüsten, in: Friedensgutachten 2022. Friedensfähig in Kriegszeiten, BICC, HSFK, IFSH, INEF, transcript, Bielefeld 2022, S. 91-109.

Snyder Susi: Bombenbauer und Bombenbanker. Das Geschäft mit Atomwaffen, in: Wissenschaft und Frieden, 38. Jg., W&F 1/2020, Marburg 2020, S. 17-19.

(Literaturauswahl)

Ausführliche Literaturliste siehe detailliert im Syllabus unter
http://www.thomasroithner.at/cms/images/lehre/roithner_friedensforschung_konfliktforschung_ie_sose2025.pdf

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

VM1; VM3

Letzte Änderung: Mi 05.03.2025 00:04