Universität Wien FIND

Ab 1. Juli sind die Gebäude der Universität Wien wieder öffentlich zugänglich und können zu den jeweiligen Öffnungszeiten uneingeschränkt betreten werden. Der Lehrbetrieb ist bis zum Semesterende auf home-learning umgestellt. Wichtig ist, dass Sie die Hygiene- und Verhaltensregeln weiterhin einhalten.

Weitere Informationen zum Studien- und Prüfungsbetrieb im Sommer finden Sie unter studieren.univie.ac.at.
Die Planungen für das kommende Wintersemester laufen bereits. Studierende werden rechtzeitig per E-Mail und laufend auf studieren.univie.ac.at/home-learning informiert.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

240043 PS Individuelle Schwerpunktsetzung - prüfungsimmament (4 ECTS) (2017W)

Desire abseits der Norm. Konstruktionen von Fetisch aus gender_queerer Perspektive

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 12.10. 09:45 - 13:00 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Donnerstag 09.11. 09:45 - 13:00 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Mittwoch 15.11. 18:30 - 21:30 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Donnerstag 23.11. 09:45 - 13:00 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Mittwoch 29.11. 18:30 - 21:30 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Donnerstag 07.12. 09:45 - 13:00 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Donnerstag 18.01. 09:45 - 13:00 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Schon von der Wortherkunft bewegt sich Fetisch, von französisch fétiche ('Zauber'), zwischen Erotischem und Mystischem. Fetisch kann als Bruch mit der Norm gelesen werden. Denn facticius (von facere), lateinisch 'künstlich', ist gleichwohl hergestellt, nach-gemacht und demnach selbst konstruiert. Religiöse Diskurse, die beispielsweise Normen vorgeben, haben zu einer starken Reglementierung und Zensurierung von Sexualität geführt. Damit hat Religion auch einen stark hervorbringenden Charakter, was u.a. an vielen Konzeptionen von Fetisch zu sehen ist.
Aus einer queer_feministischen Perspektive, die auf theologische und literaturwissenschaftliche Fragestellungen blickt, beschäftigt sich die Lehrveranstaltung mit desire, das sich abseits von Normvorstellungen konstituiert. Fetischisiertes Begehren wird gesellschaftlich schnell psychologisiert und pathologisiert. Im Gegensatz dazu steht in dem Seminar die Frage im Raum, welcher selbstermächtigende Aspekt im Fetisch zum Vorschein kommt. Im Fokus liegen mediale Verhandlungen von Fetisch, die in ausgewählten literarischen Texten, Filmen und Fotografie analysiert werden beispielsweise in folgenden Werken: Ulrich Seidl: Paradies Glaube, Anne Desclos: Geschichte der O, Elfriede Jelinek: Die Klavierspielerin, Kenneth Anger: Scorpio Rising, Rhea Krcmárová: Venus in echt, John von Düffel: Ego. Zudem erhalten die Studierenden Rechercheaufträge, die einzelne thematische Schwerpunkte im Seminar vertiefen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mitarbeit, Lektüre (wissenschaftliche Fachlektüre und Primärquellen), Referat, schriftliche Referatsausarbeitung

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

80 % Anwesenheit
pünktliche Abgabe der schriftlichen Referatsausarbeitung
Mitarbeit und Referat

Prüfungsstoff

prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Literatur

wird in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:43