Universität Wien

240047 PS Wahllehrveranstaltung Individuelle Schwerpunktsetzung (pi; 4 ECTS) (2021W)

Biologischer Reduktionismus - eine Kulturgeschichte

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

DO 07.10.2021 09.45-11.15
DO 14.10.2021 09.45-11.15
DO 21.10.2021 09.45-11.15
DO 28.10.2021 09.45-11.15
DO 04.11.2021 09.45-11.15
DO 11.11.2021 09.45-11.15
DO 18.11.2021 09.45-11.15
DO 25.11.2021 09.45-11.15
DO 02.12.2021 09.45-11.15
DO 09.12.2021 09.45-11.15
DO 16.12.2021 09.45-11.15
DO 13.01.2022 09.45-11.15
DO 20.01.2022 09.45-11.15
DO 27.01.2022 09.45-11.15


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

„Das ist doch nicht natürlich...“ Das Totschlagargument konservativer Rhetorik gilt in manchen gesellschaftlichen Kreisen heute, wie vor 150 Jahren. Die Argumentation eines Naturrechts, einer natürlichen Ordnung der Geschlechter, der Rassen oder des Koitus ist für seine Vertreter*Innen ein uraltes Gesetz universaler Gültigkeit. Dabei ist es weder uralt noch natürlich. Die Verhaltensforschung, der anthropologische Rekord oder auch die Kognitionsforschung zeigen: natürlich ist beim menschlichen Verhalten wenig. Angeboren sind den Menschen die Eigenschaften zur Sozialisation und die damit einhergehende Erschaffung von Kultur. Natürlich ist für die Menschen also, dass sie in Gruppen leben, die Kulturen bilden. Doch wie diese Kulturen sind, dafür kennt der historische und anthropologische Rekord eine solche Vielfalt von Variation, dass man unmöglich von natürlichem Verhalten sprechen kann.
Wir erarbeiten im flipped classroom Themen und Vorstellungen aus der Lebenswelt der Studierenden. Anschließend wollen wir die, durch Brainstorming zusammengetragenen Stereotypen in ihrer historischen wie anthropologischen Genese beleuchten. Die Lehrveranstaltung führt dazu in all jene Kulturwissenschaften ein, die sich mit menschlichen Lebens- und Verhaltensweisen beschäftigen und gibt einen Überblick zum Stand der Forschung über „Geschlechterrollen“ in Disziplinen wie Geschichte, Anthropologie, Kognitionswissenschaften und Soziologie. Mit allgemeiner Einführungsliteratur wollen wir die Makroebenen beleuchten innerhalb derer die Studierenden ein konkretes Beispiel auf der Mikroebene bearbeiten sollen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Ziel des Proseminars ist das Verfassen eines Essays mit wissenschaftlicher Qualität. Die Leistungen zur Lehrveranstaltung müssen den wissenschaftlichen Kriterien des Faches entsprechen. Der Arbeits- und Schreibprozess werden zwischenzeitlich zwei Mal vor dem Plenum präsentiert und mit diesem diskutiert.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Alle geforderten Leistungen müssen für einen positiven Abschluss erbracht werden. Anwesenheitsplicht (Abwesenheiten nur mit Entschuldigung und Begründung - max. 2 im Krankheitsfall)
Gewichtung der Teilleistungen in Hinblick auf die Note:
Anwesenheit, Mitarbeit, aktive Beteiligung (20 %)
Übungstexte - 2 x ca. 5 Seiten (20%)
Seminararbeit (Weiterverarbeitung der Übungstexte) 10-15 Seiten (30 %)
Präsentation des Themas und Moderation einer Diskussion dazu (30%)

Prüfungsstoff

Alle in der LV durchgenommenenen Inhalte

Literatur

Wird von den Studierenden selbst erarbeitet.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 01.03.2022 10:49