Universität Wien FIND

Auf Grund der COVID-19 Pandemie kann es bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen auch kurzfristig zu Änderungen kommen. Informieren Sie sich laufend in u:find und checken Sie regelmäßig Ihre E-Mails.

Lesen Sie bitte die Informationen auf https://studieren.univie.ac.at/info.

240055 SE VM4 / VM8 - Enwicklungshelfer*innen im Fokus (2021W)

das Bild de* 'Expatriates' n kulturellen Produktionen aus Afrika

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
GEMISCHTISK

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Auf Grund der Corona-Platzbeschränkungen muss das Seminar voraussichtlich hybrid stattfinden. Der erste Termin ist online. Bei diesem wird - je nach Teilnehmer*innenzahl das weitere Prozedere bekanntgegeben und verbindlich festgelegt.“

Mittwoch 06.10. 15:00 - 18:00 Digital
Mittwoch 20.10. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Mittwoch 03.11. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Mittwoch 17.11. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Mittwoch 12.01. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Mittwoch 26.01. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Seminar untersucht die Darstellung der Figur de* Entwicklungshelfer*in in Film, Literatur, Kunst und anderen, hauptsächlich fiktionalen Genres, vorwiegend aus dem afrikanischen Kontext. Die postkoloniale Theorie hat Formen des Othering aufgedeckt, die kolonisierte Subjekte und Kollektive aus hegemonialer Sicht imaginieren und marginalisieren. Als Antwort darauf machten sich afrikanische Künstler*innen und Aktivist*innen ein Bild von ihrem Gegenüber, welches jedoch viel weniger im Westen rezipiert wurde, was nicht nur an repräsentativen Machtgefällen sondern auch oft an der darin begründeten Subtilität der kritischen Gegenrepräsentationen liegt. Da repräsentationspolitische Fragen oftmals eng mit Entwicklungsdiskursen verknüpft sind, und Entwicklungsarbeiter*innen häufige Berührungspunkte bilden machten sich postkoloniale Künstler*innen so wie auch kritische ‚westliche‘ Akteur*innen selbst daran Akteur*innen der Entwicklungszusammenarbeit kritisch zu repräsentieren. Dabei stehen reflexive, ironische, aber auch entlarvende Zugänge im Vordergrund. Eingeleitet wird das Thema durch kritische Theorien zu kolonialistischen Afrika-Repräsentation und Othering (von Hegel über Joseph Konrad zu aktuellen Diskursen), an denen sich Gegenentwürfe mitunter abarbeiten. Das Seminar kontextualisiert afrikanische kritische Repräsentationen des Entwicklungskontexts zudem mit Klassikern ‚westlicher‘ Selbstreflexion wie Rouchs ‚Maitres Fous‘, Trịnh Thị Minh Hàs Reassemblage, Chris Markers ‚Sans Soleil‘ oder Wippersbergers ‚Das Fest des Huhns‘, widmet sich aber vorwiegend afrikanischen Repräsentationen wie Med Hondos ‚O Soleil‘ oder Ruhorahozas ‚Things of the Aimless Wanderer‘ sowie Co-Produktionen wie Mhandos/Sloos ‚Mama Tumaini‘. Auch literarische Verhandlungen des Entwicklungsthemas ‚westlicher‘ Autor*innen (wie die Ejersbo’s Trilogie) werden mit denen afrikanischer Autor*innen (wie bspw. Adichie) in Diskurs gesetzt. Dabei werden postkoloniale Zugänge zu Kontroversen des Entwicklungshilfediskurses beleuchtet, die in künstlerischen Formen mitunter deutlicher und kotroverser zutage treten.

Ziele:
Studierende erarbeiten sich anhand filmischer, literarischer und künstlerischer Interventionen kritische Zugänge zu Entwicklungshilfediskursen aus postkolonialer Perspektiven. Sie vertiefen Theorien zu Fragen von Repräsentation und Othering und lernen kritische Entwicklungstheorien kennen bzw. vertiefen diese. Im Zentrum steht die Erprobung eines selbstreflexiven Zugangs, der Studierende auch in zukünftigen eigenen Forschungsarbeiten oder im Kontext von Zusammenarbeit im von postkolonialen und asymmetrischen Machtverhältnissen belasteten Konstellationen anwenden können. Sie erwerben Kompetenzen in Diskursanalyse und Medienanalyse sowie komparatistischen Ansätzen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Studierende lesen und sichten im Vorfeld zu den einzelnen Sitzungen bereitgestellte Texte und Filme, zu denen Sie kurze schriftliche Übungen (Exzerpte, Rezeptionsnotiz, Reflexionspapier, Essay, o.ä.) erstellen. Zu vertiefenden Themen oder Fallbeispielen erarbeiten die Studierenden (einzeln oder in Kleingruppen) Präsentationen. Kurzfilme werden z.T. gemeinschaftlich im Seminar gesichtet. Längere Filme oder literarische Werke werden von den Studierenden vorbereitend rezipiert und im Kurs gemeinschaftlich diskutiert.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Studierende müssen bereit und in der Lage sein auch Texte sowie Filme auf Englisch zu rezipieren.

Die Beurteilung erfolgt auf der Grundlage folgender Beiträge:
Aktive mündliche Mitarbeit: 20%
Regeläßige kurze Aufgaben: 15%
Referat: 25%
Abschlussarbeit: 40%

Prüfungsstoff

Seminarinhalte.

Literatur

Wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

VM4 / VM8
Afriwi: SAL.SE2; SAG.SE2

Letzte Änderung: Fr 01.10.2021 19:09