Universität Wien

240079 SE VM1 / VM3 - Wissenschaftlichkeit, Normativität und Kritik in der Entwicklungsforschung (2019S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Montag 11.03. 16:00 - 18:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
  • Montag 18.03. 16:00 - 18:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
  • Montag 25.03. 16:00 - 18:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
  • Montag 01.04. 16:00 - 18:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
  • Montag 08.04. 16:00 - 18:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
  • Montag 29.04. 16:00 - 18:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
  • Montag 06.05. 16:00 - 18:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
  • Montag 13.05. 16:00 - 18:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
  • Montag 20.05. 16:00 - 18:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
  • Montag 27.05. 16:00 - 18:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
  • Montag 03.06. 16:00 - 18:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
  • Montag 17.06. 16:00 - 18:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
  • Montag 24.06. 16:00 - 18:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In diesem Seminar diskutieren wir die unterschiedlichen, teilweise kontroversiellen, Konzeptionen von wissenschaftlicher Analyse, Normativität, Kritik und (Entwicklungs-)Politik in verschiedenen sozialwissenschaftlichen Forschungsansätzen. Sind wissenschaftliche Analyse und die normbasierte Kritik der untersuchten gesellschaftlichen Phänomene, Prozesse und Verhältnisse zwei völlig getrennte und trennbare Aspekte der Arbeit von Forschenden? Ist Kritik prinzipiell kontingent (z. B. letztlich nur abhängig von der politischen Einstellung) in Bezug auf die Analyse? Ist Kritik subjektiv oder ist sie rational diskutierbar und (wie vorläufig auch immer) begründbar? Wie sind die Reflexionen von post-positivistischen - insbesondere feministischen und postkolonialen - Thesen zu beurteilen, dass wissenschaftliche Analyse und Kritik (und damit auch Politik in einem weiten Verständnis) in einem 'internen' - also keinem äußerlichen - Verhältnis zueinander stehen? Was bedeutet ‚emanzipatorische Wissenschaft‘? Damit steht auch das komplexe Verhältnis zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und theoretischen Ideologien zur Debatte. Zu begründen ist u.a. die relative Eigenständigkeit der Wissenschaftlichkeit von Erkenntnissen bzw. Erkenntnisproduktionsprozessen.
Ein Verständnis von Sozialwissenschaft als 'erklärende Kritik' (Bhaskar, Archer, Sayer) erfordert zudem eine Analyse der vielfältigen Verbindungen zwischen wissenschaftlich-theoretischen und politischen (im weiten Sinn) Praxen und weist zugleich auf einen politischen Aspekt hin, der aus der dem Wissenschaftlichen eigenen Charakteristik hervorgeht. Zu reflektieren ist auch über diejenigen Subjektivierungs- und Regierungsweisen, die auch wissenschaftliche Subjekte und Institutionen betreffen.

Ziel des Seminars ist die Aneignung aktueller Thesen und Kontroversen zu einem zentralen wissenschaftstheoretischen und sozialwissenschaftlichen Thema sowie eine Reflexion der eigenen Forschungs- und Studienpraxis.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

In der ersten Einheit ein einleitender Überblick zum Thema. In den darauf folgenden beiden Einheiten werden grundlegende Texte zu wissenschaftstheoretischen Ansätzen in Gruppen- und Plenumsdiskussionen angeeignet und diskutiert (als Vorbereitung ist jeweils ein schriftlicher Kommentar von allen Teilnehmer_innen zu erstellen und abzugeben). In den anschließenden Einheiten werden jeweils in Referaten, Kleingruppen- und Plenumsdiskussionen zentrale Fragen des SE-Themas besprochen.

Regelmäßige Teilnahme (max. 2 Fehlstunden) und Mitarbeit (Lesen eines Basistexts für jede Einheit). Schriftlicher Kommentar zu zwei Basis-Texten. Kurze schriftliche Vorbereitung (Abstract) auf jede einzelne Einheit (3-4 Thesen zum jeweiligen Basistext). Einzel- oder Gruppen-Referat (incl. 1-2seitiges Thesenpapier) und schriftliche Fassung (mind. 15 bis max. 20 Seiten); Diskussionsbereitschaft.

Prüfungsstoff

Die im Seminar behandelten Themen - die LV ist prüfungsimmanent.

Literatur

Sayer, Andrew 2011: Why Things Matter to People. Social science, values, and ethical life. Cambridge.
Mohanty, Chandra Talpade 2004: Feminism without Borders. Duke Univ. Press.
Sousa Santos, Boaventura de 2018: The End of the Cogntive Empire. Duke Univ. Press.
Weitere Literatur wird in der ersten Einheit bekanntgegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

VM1 / VM3

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:39