Universität Wien FIND

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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

240103 FS FM2 - Forschungsseminar (Teil 2) - Umsetzung (2020S)

Dekoloniale Stadterkundungen als Methoden und Vermittlungspraxis. Methoden in Bewegung im Machtraum Wien

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first serve").

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Achtung: Die hier angekündigten Termine entsprechen nicht ganz der aktuellen Semesterplanung. Wir starten am 4. 3. nicht am 11.3.2020! Es kommen noch drei Termine an Donnerstagen bzw. an zwei Samstagen am Ende des Semesters hinzu. Dafür fallen einige Mittwoche aus.
Donnerstagtermine:
Donnerstag, 19. März 2020, 9-12 Uhr, Ort: Akademie der Bildenden Künste, IKL, Karl-Schweighofer-Gasse 3, 1070 Wien
Donnerstag, 14. Mai 2020, 9-12 Uhr, Ort: Akademie der Bildenden Künste, IKL, Karl-Schweighofer-Gasse 3, 1070 Wien
Donnerstag, 4. Juni 2020, 15-17.15 Uhr, Depot - Raum für Kunst und Diskussion, Ort: Breitegasse 3, 1070 Wien
Samstag 20. Juni 2020, 11-16 Uhr, Stadtspaziergänge I
Samstag 27. Juni 2020, 11-16 Uhr, Stadtspaziergänge II

Mittwoch 04.03. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Mittwoch 11.03. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Mittwoch 25.03. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Mittwoch 01.04. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Mittwoch 29.04. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Mittwoch 06.05. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Mittwoch 20.05. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Mittwoch 27.05. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Mittwoch 10.06. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die bis heute existenten Kontinuitäten von kolonialen Räume, Zeiten und sozialen Praktiken in Wien können nur durch eine dekoloniale Methodenpraxis identifizierbar und sichtbar gemacht werden. Dazu ist es notwendig, dass sich die Forscher*innen und ihre Körper selbst -in einer dekolonial reflektierten Beziehung zu ihrem Forschungsthema, ihrer Fragestellung, ihren Forschungspartner*innen- in die sozialen, räumlichen und zeitlichen Kontexte dieses Machtraums begeben, dass sie mobil werden und sich aus den Hörsälen herausbewegen.

In diesem Sinne werden sich die einzelnen Arbeitsgruppen in diesem zweiten Semester des Forschungsseminars den Fragen und Problemen widmen, die sich bei der dekolonialen methodischen Umsetzung ihrer Forschungsvorhaben und der Realisierung der Stadtrundgänge als performative Interventionen im öffentlichen Raum stellen. Die an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlichen Disziplinen, Kunst und politischer Intervention erarbeiteten Stadtrundgänge werden am Ende des Sommersemesters von den Arbeitsgruppen an zwei Samstagen realisiert bzw. durchgeführt.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Zentral ist der gemeinsame Reflexions- und Diskussionsprozess im Plenum des Seminars sowie in den Arbeitsgruppen, in denen die Teilnehmenden ihre Forschungsprojekte entwickeln werden. Das Ziel ist es, dass jede dieser Gruppen das im Wintersemester erarbeitete Forschungskonzept für eine dekoloniale Stadterkundung umsetzt, sowohl was die analytische Forschung zu konkreten historischen, räumlichen und gegenwärtigen sozialen Kontexten von Kolonialität in Wien als auch was die performative und künstlerische Präsentation betrifft. Dabei gehen wir von einem methodischen und performativen Pluralismus aus. Ein zweiter (möglicher) Aspekt dieser performativen Praxis besteht in Form eines critical mapping, in der die sozialen Räume der Stadterkundungen aufgezeichnet und in Form einer Online-Kartographie nach dem Vorbild von "Berlin postkolonial", "München postkolonial" etc. sichtbar und ansteuerbar gemacht werden können.

Die Aufgaben der Teilnehmenden bestehen aus diesen Punkten:

(1) Das Führen eines individuellen Forschungstagebuchs (laufend), das zu zwei oder drei Abgabezeitpunkten im Semester abgegeben werden kann und kritische Gedanken und Reflexionen zur Seminarlektüre, zur eigenen Forschungspraxis, zur eigenen Positionierung etc. enthalten soll
(2) Die selbstorganisierte Planung und Durchführung einer Stadterkundung in mehreren Stationen, wobei eine Gruppe jeweils an einer Station (oder an mehreren zusammenhängenden Stationen, wenn das sinnvoll und machbar erscheint) arbeitet. Dabei legen wir vor allem Wert auf die Kooperation in der Gruppe sowie auf den offenen Erfahrungsaustausch mit Kunst-Studierenden des Instituts für das künstlerische Lehramt (IKL), mit denen wir im Laufe des Semesters zusammenarbeiten werden.
(3) Eine in der Gruppe erarbeitete kritische Abschlussreflexion zu der Durchführung des Stadtrundgangs und des vorangegangenen Forschungsprozesses, zu den daraus resultierenden Lernerfahrungen, Problematiken und erwarteten Folgeprozessen.

Dieser gemeinsame Prozess geht im besten Fall in Form des Engagements der Teilnehmenden auch über das FOSE hinaus und soll langfristig in einem noch gemeinsam festzulegenden Rahmen verankert werden.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mitarbeit in den Seminarsitzungen, Durchführung der Gruppenprojekte, Forschungstagebücher, Abschlussreflexion

Prüfungsstoff

Literatur

siehe Ankündigung des FS im vergangenen WS!

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

FM2

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:21