Universität Wien FIND

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240116 VO+UE VM7 / VM4 - Differenz, Vielfalt, Diversität: ‚Gender Mainstreaming’ und ‚Diversity Management’ (2019S)

im Kontext hegemonialer Diversitätspolitiken

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 19.03. 11:00 - 14:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Dienstag 02.04. 11:00 - 14:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Dienstag 30.04. 11:00 - 14:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Dienstag 14.05. 11:00 - 14:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Dienstag 28.05. 11:00 - 14:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Dienstag 18.06. 11:00 - 14:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

"The challenge of diversity is much more than a change in terminology from categories like gender, ethnicity, age and class to the more encompassing and concealing term ‘diversity’. In contrast to gender and other categories of identity, which are often represented as sources of social inequality in organisations, ‘diversity’ does not so powerfully appeal to our sense of social justice." (Benschop 2001: 1166)

Der Nachweis sogenannter ‚Kompetenzen’ in den Bereichen Gender und Diversität ist auch in Österreich in vielen Berufsfeldern zur Voraussetzung für den Zugang zu beruflicher Praxis geworden. Zahlreiche Bildungsinstitutionen bieten entsprechende Zertifizierungen an, das Arbeitsmarktservice (AMS) legt dafür einen Umfang von 6 (Gender Mainstreaming Zertifikat) bzw. 16 Stunden (Diversity Management Zertifikat) an Weiterbildung (bzw. ‚Training’) fest. Diese sog. "Gleichstellungstrainings" sollen "gleichstellungsorientierte Werte und verhalten [erzeugen]’ und Teilnehmenden ein "Verständnis vom Wesen und Mechanismus der Rollenstereotype, deren Vorbestimmung und Ergebnis auf Unterschied und Diskriminierung" vermitteln (AMS TrainerInnenkriterien 2015).

Dass dabei nicht etwa Emanzipation/Empowerment oder Anti-Diskriminierung, sondern ‚Mainstreaming’ und ‚Management’ titelgebend sind, lässt sich durch die historisch-politischen Wurzeln beider Konzepte und die Geschichte ihrer Etablierung im jeweiligen Kontext begründen. Die Annahme, im Rahmen des angegebenen Stundenausmaßes ausreichende und klar absteckbare ‚Kompetenzen’ zum ‚Umgang mit Vielfalt’ erwerben zu können, verdeutlicht aber auch das mitunter enthaltene Element der Verwertbarkeit/Vermarktbarkeit einer Auseinandersetzung mit Gender oder Diversität. Die entsprechenden Begrifflichkeiten verorten diese Konzepte darüber hinaus in einem spannungsgeladenen, widersprüchlichen, machtdurchdrungenen Diskurs zum ‚Umgang mit Differenz’. Grundlage dafür ist die Herstellung von ‚Differenz’ und Normativität als Resultat gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse, aber auch die hegemoniale Etablierung bestimmter Konzepte von Differenz/Diversität/Vielfalt zuungunsten anderer.

In der Lehrveranstaltung werden wir uns mit theoretischen Zugängen zu Differenz, Differenzkonstruktion und Differenzierungsprozessen ebenso beschäftigen wie mit unterschiedlichen Diversitätspolitiken und der Umsetzung von Diversity Management/Gender Mainstreaming in ausgewählten Bereichen (je nach Interesse der Studierenden, z.B. Wirtschaft, Pädagogik)

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

kontinuierliche Anwesenheit und Mitarbeit, Lesen/Vorbereiten der Pflichtlektüre, schriftliche Hausübungen

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

Die Pflichtliteratur wird in der ersten Einheit bekanntgegeben und auf Moodle bereitgestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

VM4 / VM7

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:39