Universität Wien FIND

Kehren Sie für das Sommersemester 2022 nach Wien zurück. Wir planen Lehre überwiegend vor Ort, um den persönlichen Austausch zu fördern. Digitale und gemischte Lehrveranstaltungen haben wir für Sie in u:find gekennzeichnet.

Es kann COVID-19-bedingt kurzfristig zu Änderungen kommen (z.B. einzelne Termine digital). Informieren Sie sich laufend in u:find und checken Sie regelmäßig Ihre E-Mails.

Lesen Sie bitte die Informationen auf https://studieren.univie.ac.at/info.

240133 VO Einführung in die Anthropologie der Genderforschung (2012S)

Tutoriumstermine:

22.03. 16:15-19:30 ÜR
19.04. 16:15-19:30 ÜR
03.05. 16:15-19:30 ÜR
31.05. 16:15-19:30 ÜR
14.06. 16:15-19:30 HS-C
18.06. 9:00-12:15 HS-A

Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 05.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal I NIG Erdgeschoß
Montag 19.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal I NIG Erdgeschoß
Montag 26.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal I NIG Erdgeschoß
Montag 16.04. 13:15 - 14:45 Hörsaal I NIG Erdgeschoß
Montag 23.04. 13:15 - 14:45 Hörsaal I NIG Erdgeschoß
Montag 30.04. 13:15 - 14:45 Hörsaal I NIG Erdgeschoß
Montag 07.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal I NIG Erdgeschoß
Montag 14.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal I NIG Erdgeschoß
Montag 21.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal I NIG Erdgeschoß
Montag 04.06. 13:15 - 14:45 Hörsaal I NIG Erdgeschoß
Montag 11.06. 13:15 - 14:45 Hörsaal I NIG Erdgeschoß
Montag 18.06. 13:15 - 14:45 Hörsaal I NIG Erdgeschoß

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die LV gibt einen Überblick über die wichtigsten Konzepte anthropologischer Geschlechterforschung. Es werden folgende Schwerpunkte behandelt:
1. Überblick über die Entwicklung der anthropologischen Geschlechterforschung und feministischen Sozialanthropologie: von der Diskussion des "male bias" und der "Unsichtbarkeit" der Frauen bis zur Forderung eines Paradigmenwechsels; von der Marginalisierung der Frauenforschung bis zu ihrer Emanzipation in der Gender-Anthropology und dem "Differenzen-Ansatz" und der daraus resultierenden Frage nach dem Subjekt der Frauenbewegung, der Suche nach der Gemeinsamkeit unter Anerkennung von Differenz(en).
2. Das Dogma der Universalität weiblicher Unterordnung; die Dichotomisierung von Frau/Natur/häusliche Sphäre/Ohnmacht und Mann/Kultur/Öffentlichkeit/Macht. Untersuchung von "Frau" und "Mann" bzw. "Männlichkeit" und "Weiblichkeit" als symbolische Kategorien oder Konstrukte.
3. Gleichheit und Verschiedenheit von Frauen; "die Frau" als universale Kategorie
4. Zentrale Kritikpunkte der 1990er Jahre betreffen nicht nur die behauptete Gleichheit aller Frauen (Krise der Differenz), sondern auch die Überbetonung der Kategorie Geschlecht, den "cultural bias" (Krise der Repräsentation) und die analytische Trennung von sex und gender.
5. Jenseits der Zweigeschlechtlichkeit. Alternativen zu Heteronormativität und dichotomer Geschlechterdifferenz.
6. Kritik am eurozentrischen, also totalisierenden, homogenisierenden und "orientalisierenden" Tenor der feministischen Theorien von Seiten der Women-of-Color und Black Feminists sowie von Seiten der Lesben-und Schwulenbewegung und die Konsequenzen für eine transnationale feministische Politik zwischen "Gleichheit" und "Differenz".
7. FSA im Spannungsfeld von Theorie und Praxis: Möglichkeiten des Dialogs und der Kooperation in politischen Projekten (Beispiele aus der Entwicklungszusammenarbeit, der Alter-Globalisierungsszene und der Diskussion um Menschen- und Frauenrechte).

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Prüfung am Ende des Semesters

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Überblick über Theorien und Konzepte der anthropologischen Genderforschung

Prüfungsstoff

Die Vermittlung des Stoffes erfolgt anhand von Vorträgen der LV-Leiterinnen und wird durch visuelle Medien (ethnographische Beispiele aus Bild- und Filmquellen) unterstützt.

Literatur

Pflichtliteratur zur Vorlesung "Einführung in die Anthropologie der Genderforschung":
Amadiume, Ifi. 1993. The mouth that spoke a falsehood will later speak the truth: going home to the field in Eastern Nigeria. In: Bell, Diane/Caplan, Pat/Jahan karim wazir (eds.). Gendered Fields. Women, menðnography. London: Routledge, pp. 182-198.
Bell, Diane. 1993. Yes Virginia, there is a feminist ethnography: reflections from three Australian fields. In: Bell, Diane/Caplan, Pat/Jahan karim wazir (eds.). Gendered Fields. Women, menðnography. London: Routledge, pp. 28-43.
Fuchs, Brigitte, Herta Nöbauer und Patricia Zuckerhut. 1998. Vom Universalismus
zur Differenz. Feminismus und Kulturanthropologie. In: Wernhart, Karl R.und Werner Zips (Hrsg.). Ethnohistorie. Rekonstruktion und Kulturkritik. Eine
Einführung. Wien: Promedia, pp. 175-194.
Langheiter, Eva. 1989. Hinnehmen - mitmachen - zustimmen? Anmerkungen zu Maurice Godeliers Hypothese von der Zustimmung der Unterdrückten zu ihrer Unterdrückung. In: Arbeitsgruppe Ethnologie Wien (Hrsg.). Von fremden Frauen. Frausein und Geschlechterbeziehungen in nichtindustriellen Gesellschaften. Frankfurt/M.: Suhrkamp, pp. 137-171.
Rubin, Gayle. 2006 [1975 eng. Orig.]. Frauentausch. Zur „politischen Ökonomie“ von Geschlecht. In: Dietze, Gabriele und Sabine Hark (Hg.). Gender kontrovers. Genealogien und Grenzen einer Kontroverse. Frankfurt am Main: Ulrike Helmer Verlag, pp. 69-122.
Yanagisako, Silvia Junko and Jane Fishburne Collier. 1987. Toward a Unified Analysis of Gender and Kinship. In: Yanagisako, Silvia Junko and Jane Fishburne Collier. (eds.). Gender and Kinship. Essays Toward a Unified Analysis. Stanford, California: Stanford University Press, pp. 14-53.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:39