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240501 PR Online und Offline-Natur im alpinen Tourismus (P1) (2017W)

Landschaft und Wetter zwischen Technologie und Sinnlichkeit

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit!

Moodle; Mi 17.01. 13:15-16:30 Seminarraum A, NIG 4. Stock

An/Abmeldung

Details

max. 10 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Das Feldpraktikum und das Methodenseminar sind nur in Kombination miteinander zu belegen! Die Teilnahme an allen Terminen, einschließlich des Feldaufenthalts und der Abschluss-Klausur, ist verpflichtend.

Mittwoch 04.10. 13:15 - 16:30 Seminarraum A, NIG 4. Stock
Mittwoch 18.10. 13:15 - 16:30 Seminarraum A, NIG 4. Stock
Montag 30.10. 13:15 - 16:30 Seminarraum A, NIG 4. Stock
Mittwoch 15.11. 13:15 - 16:30 Seminarraum A, NIG 4. Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das PR und M-SE widmen sich der Frage nach jenen mit und ohne Technologie vermittelten Zugängen zu Wetter, Landschaft und Natur sowie den damit verbunden Erfahrungen, Wahrnehmungen und Auswirkungen im Kontext des hochalpinen Tourismus in Tirol. Thematisch orientieren wir uns hierbei an der Verbindung von Ansätzen aus der Umweltanthropologie mit jenen aus der Technikanthropologie, der Digitalen Anthropologie sowie der Anthropologie der Sinne und jener des Körpers.

Technologie ist in den touristischen Gebirgsregionen zu einer wesentlichen Vermittlerin zwischen Menschen und Landschaft, der Natur und dem Wetter geworden, sei es in Form von Transportmitteln wie den Seilbahnen oder von Beschneiungstechnologie oder von modernen Kommunikationstechnologien wie dem Smartphone, Internet, GPS und Webcams, die alle bis auf die höchsten Berggipfel hinauf in großem Ausmaß verwendet werden. Technologie erzeugt dadurch nicht nur neue Zugänge zu und Erfahrungen mit und Wahrnehmungen von Landschaft und Natur, sondern transformiert auf diese Weise eine scheinbar natürliche Umwelt in eine neue "Technonature". Gleichzeitig trägt sie durch ihren intensiven Einsatz auch zur Schaffung neuer Sinnlichkeiten und zur Formierung neuer Subjekte bei.

Die technologisch vermittelten Zugänge und Erfahrungen von Landschaft und Wetter wollen wir mit jenen vergleichen, bei denen Menschen nicht mittels Technologie, sondern einzig mit ihren menschlichen Sinnen Natur erleben. Welche Unterschiede lassen sich hierbei identifizieren, welche Ähnlichkeiten? Wer sind die sozialen Akteur_innen, die Technologie einsetzen oder ablehnen? Warum tun sie das eine oder andere? Lassen sich hierbei soziale Differenzen ausmachen? Welche vielfältigen Auswirkungen zeigt eine jeweilige Zugangs- und Vermittlungsweise zu/von Natur auf die Umwelt und auf Identitätskonstruktionen? Welche anthropologisch relevanten Schlussfolgerungen können wir aus diesem Vergleich ziehen? Diesen und weiteren Fragen wollen wir in dieser LV nachgehen.

Nach einer Einführung in das Thema durch die LV-Leiterinnen werden im Rahmen von Kleinprojekten Forschungskonzepte zu dieser Thematik entwickelt. Die Forschungsmethoden und -techniken der ethnografischen Feldforschung werden dann anhand des Themas in die Forschungspraxis umgesetzt. Eine profunde eigenständige Literaturrecherche zum Thema und eine ausführliche Recherche zur Region, teilnehmende Beobachtung, Interviews, informelle Gespräche und Vergleiche werden dabei angewendet. Die jeweiligen Arbeitsschritte werden von den Teilnehmer_innen gemeinsam laufend reflektiert und von den LV-Leiterinnen entsprechend unterstützt. Die Daten werden zum Abschluss sachgerecht aufbereitet und mündlich sowie schriftlich präsentiert.

Das Feldpraktikum dient zusammen mit dem Methodenseminar der eigenständigen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung (einschließlich der Datenanalyse) eines 16-tägigen anthropologischen Feldaufenthaltes in Tirol.

Die Studierenden sollen durch intensive Übungen und systematische Gewinnung und Aufbereitung sowie Analyse der erhobenen Daten einen sicheren Umgang mit den Methoden der KSA gewinnen.

Nach Möglichkeit sollen die Arbeiten als Vorbereitung und Grundlage für die Master-Abschlussarbeit dienen.

Das Feldpraktikum dient zusammen mit dem Methodenseminar der eigenständigen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung (einschließlich der Datenanalyse) eines 16-tägigen anthropologischen Feldaufenthaltes in Tirol.

Die Studierenden sollen durch intensive Übungen und systematische Gewinnung und Aufbereitung sowie Analyse der erhobenen Daten einen sicheren Umgang mit den Methoden der KSA gewinnen.

Nach Möglichkeit sollen die Arbeiten als Vorbereitung und Grundlage für die Master-Abschlussarbeit dienen.

Information zu den Kosten für den Feldaufenthalt: 40% der Reise- und Aufenthaltskosten (ohne Verpflegung!) werden vom Institut für KSA refundiert.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

+ Ausnahmslos für alle verpflichtend ist die Anwesenheit in allen LV-Einheiten, der 2-tägigen Abschluss-Klausur (30.1. und 31.1.2018) und die durchgehende Teilnahme am 16-tägigen Feldaufenthalt in Tirol (29.11. bis 14.12. 2017).. Dies ist die Grundvoraussetzung für eine Beurteilung!

+ Schriftliches Forschungskonzept (10%)

+ Mündliche Berichte über den Status Quo des Forschungsprozesses und gemeinsame kritische Reflexionen (5%)

+ Erhebung, Strukturierung, Analyse und Abgabe der in der Feldforschung erhobenen Daten (teilnehmende Beobachtungen, informelle Gespräche, Interviews, Feldnotizen, Gesprächsprotokolle, sofern sinnvoll Fragebogenerhebung) (25%)

+ Mündliche Abschluss-Präsentation und Reflexion (10%)

+ Schriftliche Abschluss-Arbeit (50%)

Für eine positive Gesamt-Beurteilung müssen alle Teilleistungen positiv erfüllt sein!

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

+ Ausnahmslos für alle verpflichtend ist die Anwesenheit in allen LV-Einheiten, der 2-tägigen Abschluss-Klausur (30.1. und 31.1.2018) und die durchgehende Teilnahme am 16-tägigen Feldaufenthalt in Tirol (29.11. bis 14.12.2017). Dies ist die Grundvoraussetzung für eine Beurteilung!

+ Schriftliches Forschungskonzept (10%)

+ Mündliche Berichte über den Status Quo des Forschungsprozesses und gemeinsame kritische Reflexionen (5%)

+ Erhebung, Strukturierung, Analyse und Abgabe der in der Feldforschung erhobenen Daten (teilnehmende Beobachtungen, informelle Gespräche, Interviews, Feldnotizen, Gesprächsprotokolle, sofern sinnvoll Fragebogenerhebung) (25%)

+ Mündliche Abschluss-Präsentation und Reflexion (10%)

+ Schriftliche Abschluss-Arbeit (50%)

Für eine positive Gesamt-Beurteilung müssen alle Teilleistungen positiv erfüllt sein!

Prüfungsstoff

Literatur

Wird in der LV bekannt gegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 26.09.2017 20:49