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240505 SE Konfigurationen des Politischen in Mensch-Umwelt-Beziehungen (P1) (2019W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit!

Mi 15.01. 15:00-18:15 Seminarraum A, NIG 4. Stock

An/Abmeldung

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

3-wöchiger Feldaufenthalt in Tirol von 21.11. bis 12.12.2019.

PR und M-SE sind nur in Kombination miteinander zu belegen! Die Teilnahme an allen Terminen, einschließlich des Feldaufenthalts, ist verpflichtend.

Mittwoch 09.10. 15:00 - 18:15 Übungsraum (A414) NIG 4. Stock
Mittwoch 23.10. 15:00 - 18:15 Übungsraum (A414) NIG 4. Stock
Mittwoch 13.11. 15:00 - 18:15 Seminarraum A, NIG 4. Stock
Mittwoch 29.01. 15:00 - 18:15 Sitzungs-/Prüfungszimmer, NIG 4. Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziele:
Das Feldpraktikum dient zusammen mit dem Methodenseminar der eigenständigen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung (einschließlich der Datenanalyse) eines 3-wöchigen anthropologischen Feldaufenthaltes im Pitztal, einem Tiroler Hochgebirgstal in den Ötztaler Alpen.
Die Studierenden sollen durch intensive Übungen und systematische Gewinnung und Aufbereitung sowie Analyse der erhobenen Daten einen sicheren Umgang mit den Methoden der KSA gewinnen.
Nach Möglichkeit sollen die Arbeiten als Vorbereitung und Grundlage für die Master-Abschlussarbeit dienen.

Inhalte:
Das PR und M-SE widmen sich den verschiedenen Konfigurationen des Politischen in den Mensch-Umwelt-Beziehungen in einer Tiroler Hochgebirgsregion, die geprägt ist vom Tourismus und klimatischen und sozialen Veränderungen. Wir gehen den vielfältigen Konstitutionen, Verständnis- und Wirkungsweisen, Einflüssen und Praktiken des Politischen nach, um eingehend verstehen zu lernen, welche Wechselwirkungen zwischen der Kategorie des Politischen einerseits und dem Umgang mit Umwelt und Naturressourcen sowie dem sozialen Leben in einer spezifischen Umwelt andererseits bestehen. Traditionelle und rezente Ansätze aus der politischen Ökologie sowie Kritik daran dienen als wichtige Orientierung, um die Politisierung und Vergesellschaftung von Natur und Umwelt und damit in Zusammenhang stehende Machtverhältnisse und soziale Konflikte oder deren Überwindung verstehen zu lernen.
Die Themenbereiche, die dabei ethnografisch untersucht werden können, sind äußerst vielfältig und sind individuell bzw. in Kleingruppen kreativ und nach eigenen Interessen zu wählen. Sie können sich beispielsweise auf Fragen zu Besitz und Zugang zu Land und Naturressourcen beziehen; auf verschiedene Dimensionen des Verhältnisses zwischen Ökonomie und Ökologie; ebenso auf die Strukturierung von Raum im Rahmen regionaler Raumordnung oder auf die Entstehung und Umsetzung von regionalen oder globalen Umweltschutz-Programmen oder die Formierung von transnationalen Umweltschutzbewegungen und Umweltaktivismus und vieles andere mehr.

Methoden:
Nach einer Einführung in das Thema durch die LV-Leiterin werden im Rahmen von Kleinprojekten Forschungskonzepte zu dieser Thematik entwickelt. Die Forschungsmethoden und -techniken der ethnografischen Feldforschung werden dann anhand des Themas in die Forschungspraxis umgesetzt. Eine profunde eigenständige Literaturrecherche zum Thema und eine ausführliche Recherche zur Region, teilnehmende Beobachtung, Interviews, informelle Gespräche und Vergleiche mit anderen Studien werden dabei angewendet. Die jeweiligen Arbeitsschritte werden von den Teilnehmer_innen gemeinsam laufend reflektiert und von der LV-Leiterin entsprechend unterstützt. Die Daten werden zum Abschluss sachgerecht aufbereitet und mündlich sowie schriftlich präsentiert.

Information zu den Kosten für den Feldaufenthalt: 40% der Reise- und Aufenthaltskosten (ohne Verpflegung!) werden vom Institut für KSA refundiert.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

+ Ausnahmslos für alle verpflichtend ist die Anwesenheit in allen LV-Einheiten und die durchgehende Teilnahme am 3-wöchigen Feldaufenthalt in Tirol (21.11.-12.12.).
+ Schriftliches Forschungskonzept (10%)
+ Mündliche Berichte über des Status Quo des Forschungsprozesses und gemeinsame kritische Reflexionen (5%)
+ Erhebung, Strukturierung, Analyse und Abgabe der in der Feldforschung erhobenen Daten (teilnehmende Beobachtungen, informelle Gespräche, Interviews, Feldnotizen, Gesprächsprotokolle, sofern sinnvoll Fragebogenerhebung) (25%)
+ Mündliche Abschluss-Präsentation und Reflexion (10%)
+ Schriftliche Abschluss-Arbeit (50%)

Für eine positive Gesamt-Beurteilung müssen alle Teilleistungen positiv erfüllt sein!

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

PR und M-SE sind nur in Kombination miteinander zu belegen! Die Teilnahme an allen Terminen, einschließlich des Feldaufenthalts, ist verpflichtend.

Die Lehrveranstaltungsleitung kann Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch über erbrachte Teilleistungen einladen.
Plagiierte und erschlichene Teilleistungen führen zur Nichtbewertung der Lehrveranstaltung (Eintragung eines 'X' im Sammelzeugnis). Ab WS 2019 kommt die Plagiatssoftware (‘Turnitin') bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen zum Einsatz.

Prüfungsstoff

Literatur

Wird in der LV zur Verfügung gestellt und eigenständig recherchiert.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 17.09.2019 12:48