Universität Wien FIND

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240508 SE Feministische Anthropologie (P2) (2017S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit!

An/Abmeldung

Details

max. 40 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 02.03. 16:45 - 18:30 Seminarraum D, NIG 4. Stock
Donnerstag 09.03. 16:45 - 18:30 Seminarraum D, NIG 4. Stock
Donnerstag 16.03. 16:45 - 18:30 Seminarraum D, NIG 4. Stock
Donnerstag 06.04. 16:45 - 18:30 Seminarraum D, NIG 4. Stock
Donnerstag 27.04. 16:45 - 18:30 Seminarraum D, NIG 4. Stock
Donnerstag 04.05. 16:45 - 18:30 Seminarraum D, NIG 4. Stock
Donnerstag 11.05. 16:45 - 18:30 Seminarraum D, NIG 4. Stock
Donnerstag 18.05. 16:45 - 18:30 Hörsaal C, NIG 4. Stock
Donnerstag 01.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal C, NIG 4. Stock
Donnerstag 08.06. 16:45 - 18:30 Seminarraum D, NIG 4. Stock
Donnerstag 22.06. 16:45 - 18:30 Seminarraum D, NIG 4. Stock
Donnerstag 29.06. 16:45 - 18:30 Seminarraum D, NIG 4. Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Seit den 1970er Jahren hat die feministische anthropologische Forschung drei Phasen durchlaufen: Das anfänglich als Frauenstudien bezeichnete Feld definierte Frauen als unterscheidbare kulturelle Akteure, deren spezifische Handlungsfelder zuvor durch den Fokus der bisherigen Forschung auf männliche Akteure unsichtbar gemacht worden sind. Die zweite Phase unter dem Begriff der Genderforschung begann mit der Kritik am Sex/Geschlecht System welche die Beziehungen und Bedeutungen von gender zwar mit biologischem Geschlecht in Verbindung stellt, aber nicht als gleichbedeutend versteht. Die dritte Phase, nun als feministische Studien bezeichnet, befasst sich schließlich mit dem weiblichen Körper und seinen Überschneidungspunkten mit wissenschaftsphilosophischen, kulturellen, medizinischen, wirtschaftlichen und anderen Aspekten. Feministische Anthropologie wird so gleichermaßen zur Schnittstelle für biologische, wissenschaftstheoretische, historische, kulturelle und politische Studien. Im Seminar werden wir Texte aus den verschiedenen Epochen lesen und uns unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Strömungen ein umfassendes Bild über Einflüsse und Tragweite feministischer Studien machen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Lektüre der Pflichtliteratur und mündliche und schriftliche Vorbereitung der Textdiskussion während des Semesters (max. 18 Punkte)
Der Schwerpunkt dieses Seminars liegt auf dem verstehenden Lesen von Originaltexten und dessen Zuordnung zu aktuellen und etablierten Debatten der anthropologischen Theoriebildung. Daher wird dieser Aspekt fokussiert bewertet.

Zu jeder Sitzung wird die angegebene gemeinsame Lektüre von allen Teilnehmenden gelesen und schriftlich zur Diskussion im Seminar vorbereitet. Das bedeutet, dass Sie nicht nur den Inhalt des Textes verstehen, sondern auch auf Aufbau, Argumentationsweise, Rückbezüge auf andere Texte durch den Autor/die Autorin achten und diese Punkte ebenfalls herausarbeiten. Dazu erstellen Sie zu jedem Seminartext eine kurze Synopsis (Orientierung: QAQCC Dokument) zu Argument und Hauptfrage des Textes sowie zu den zentralen Aussagen. Notieren Sie ebenfalls eine eigene, gut begründete Meinung zu dem Text (auch oder vor allem wenn es um die Verständlichkeit oder Unverständlichkeit des Textes geht!): Wo ist der Text überzeugend? Wo sehen Sie Widersprüche? Was kritisieren Sie z.B. an Grundannahmen, Auslassungen, Widersprüchen? Welche Fragen wirft der Text für Sie auf? Notieren Sie die Fragen und bringen Sie diese in die Diskussion ein. Die schriftliche Vorbereitung wird vor der jeweiligen Sitzung, in der ein Text besprochen wird an die Seminarleiterin geschickt (Form der Datei siehe unten: Kommunikation mit der Seminarleiterin). Bei verspäteter Abgabe der Synopsis (d.h. nach der Sitzung, in der der Text besprochen wurde) wird eine Zusatzaufgabe gefordert.

Mitarbeit und Präsentation (max. 6 Punkte)
Zu Beginn des Seminars werden pro Sitzung Impulsreferate vergeben, die entweder aus den Texten der weiteren und weiterführenden Lektüre zu den einzelnen Themenkomplexen bestehen oder eigenständig recherchiert werden. Diese Texte sind nicht unbedingt Teil des Seminarmaterials. Sie beschaffen diese Texte selbst und bereiten Sie in ähnlicher Weise vor wie die Texte zur gemeinsamen Lektüre. In einem Impulsreferat (höchstens 10 Minuten!) schneiden Sie den Inhalt Ihres Textes kurz an und stellen einen Bezug zum allgemeinen Text sowie zum Thema der Sitzung her. Sie stellen zudem dar, inwieweit der von Ihnen gewählte Text eine neue Perspektive auf das Thema der Sitzung wirft bzw. sich von dem Text unterscheidet, der von allen gelesenen wurde.

Je nach Größe der Seminargruppe werden zu Beginn des Seminars Protokolltermine vergeben. Die Protokolle werden von Ihnen jeweils zu Beginn der darauffolgenden Sitzung kurz vorgetragen. Im Protokoll soll das Thema und der Verlauf der Sitzung wiedergegeben werden. Kurz werden die Inhalte, Fragen und Ergebnisse der vorangegangenen Diskussion wiederholt. Auf diese Weise wird die Kontinuität der Diskussion hergestellt und die einzelnen Themen der Sitzungen voneinander abgegrenzt.

Hausarbeit (max. 8 Punkte)
Nach Abschluss des Seminars wird eine 3seitige Hausarbeit verfasst, die sich an den Themen und Diskussionen des Seminars ausrichtet. Lassen Sie die Arbeit vor Abgabe immer Korrektur lesen, bevorzugt im Austauschverhältnis mit anderen SeminarteilnehmerInnen. Achten Sie auf Orthographie, Ausdruck, Satzbau, Formatierung, Argumentationsführung und den Bezug zum Seminar.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Es besteht Anwesenheitspflicht. Prüfungsimmanente LV mit drei Teilleistungen: Lektüre der Pflichtliteratur und Vorbereitung der Textdiskussion während des Semesters - mündliche und schriftliche Leistungskontrolle (LK); Mitarbeit und Präsentation - mündliche LK; abschließende schriftliche Arbeit im Umfang von drei Text-Seiten - schriftliche LK. Unerlaubte Hilfsmittel: Plagiate und Ghostwriting. Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung eine mündliche Reflexion insbesondere der abgegebenen Proseminararbeit vorsehen, die erfolgreich zu absolvieren ist.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Jede der drei Teilleistungen wird eigenständig bewertet. Insgesamt sind 32 Punkte zu vergeben, die sich folgendermaßen zusammensetzen: Lektüre der Pflichtliteratur und mündliche und schriftliche Vorbereitung der Textdiskussion während des Semesters (18 Punkte); Mitarbeit und Präsentation (6 Punkte); abschließende schriftliche Arbeit im Umfang von drei Text-Seiten (8 Punkte).
Punktesystem: sehr gut: 30 - 32 Punkte / gut: 26 - 29 Punkte / befriedigend: 21 - 25 Punkte / genügend: 16 - 20 Punkte / nicht genügend: 0 - 15 Punkte. Um das PS abzuschließen, müssen alle Teilleistungen in einem vorgegebenen Zeitrahmen erfüllt werden. Limit für die positive Absolvierung der LV: 16 Punkte.
Es besteht Anwesenheitspflicht! Max. 2 Seminarsitzungen entschuldigtes Fehlen ist erlaubt. Bei jeder weiteren Fehlstunde muss eine schriftliche Ersatzaufgabe erbracht werden.

Prüfungsstoff

Literatur

Wird in der LV bekanntgegeben

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:40