Universität Wien FIND

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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

290053 VO Ring-Vorlesung: #medienmachtraum (2019W)

Zukunftsfähige Medienbildung im Geographie- und Wirtschaftskundeunterricht

3.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 29 - Geographie

An/Abmeldung

Details

max. 200 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 14.10. 16:00 - 18:00 Hörsaal 5A Geographie NIG 5.OG A0518
Montag 21.10. 16:00 - 18:00 Hörsaal 5A Geographie NIG 5.OG A0518
Montag 28.10. 16:00 - 18:00 Hörsaal 5A Geographie NIG 5.OG A0518
Montag 04.11. 16:00 - 18:00 Hörsaal 5A Geographie NIG 5.OG A0518
Montag 11.11. 16:00 - 18:00 Hörsaal 5A Geographie NIG 5.OG A0518
Montag 18.11. 16:00 - 18:00 Hörsaal 5A Geographie NIG 5.OG A0518
Montag 02.12. 16:00 - 18:00 Hörsaal 5A Geographie NIG 5.OG A0518
Montag 09.12. 16:00 - 18:00 Hörsaal 5A Geographie NIG 5.OG A0518
Montag 16.12. 16:00 - 18:00 Hörsaal 5A Geographie NIG 5.OG A0518
Montag 13.01. 16:00 - 18:00 Hörsaal 5A Geographie NIG 5.OG A0518
Montag 20.01. 16:00 - 18:00 Hörsaal 5A Geographie NIG 5.OG A0518
Montag 27.01. 16:00 - 18:00 Hörsaal 5A Geographie NIG 5.OG A0518

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die interdisziplinäre Ringvorlesung #medienmachtraum zielt zentral auf die Förderung kritischer Medienkompetenz von Studierenden des Lehramtsstudiums Geographie und Wirtschaftskunde (und praktizierenden Lehrpersonen). Aus unterschiedlichen Perspektiven wird ein kritischer Umgang mit analogen und digitalisierten Informationen und Informationsquellen (seien es Nachrichten, soziale Medien, Schulbücher, Sachbücher, geographische Informationssysteme etc.) in den Blick genommen und diskutiert. Medien bilden einen entscheidenden Erfahrungs- und Informationshorizont vor dem wir alle (räumlich relevante) ökonomische, und real-politisch prägende Entscheidungen treffen. Emanzipatorischer, schüler*innen- und handlungsorientierter Geographie- und Wirtschaftskundeunterricht wird dahingehend erst ertragreich, wenn die „Welt“ in ihrer jeweils erscheinenden „Realität“ als oftmals (medial) vermitteltes Konstrukt der differenzierten Standpunkte der Handelnden wahrgenommen wird und dadurch auch als potentiell veränderbar erkannt werden kann.
In der Lehrveranstaltung wird u.a. ein konstruktivistischer Raumbegriff verhandelt, der Räumlichkeit als (medial) vermitteltes soziales Konstrukt mit realen Konsequenzen erkennt. Konstruierte Räumlichkeit steht dabei in einem engen Zusammenhang mit Fragen der Identität und Macht. Dazu gehört das exemplarische Erfassen interessensgeleiteter Raumkonstruktionen, der Rolle von Kommunikation und Medien in gesellschaftlichen Aushandlungs- und Entscheidungsprozessen sowie der Kontingenz von Wahrnehmung und Darstellung.

Programm:
14.10.2019 Felix Bergmeister, Christiane Hintermann, Herbert Pichler (Universität Wien): #medienmachtraum – Medien als Ort und Katalysator gesellschaftlicher und räumlicher Aushandlungsprozesse.
21.10.2019 Robert Vogler (Universität Salzburg): Wie Digitalisierung und Soziale Medien unsere Sicht auf die Welt verändern und was das mit geographischer Bildung zu tun hat.
28.10.2019 Georg Glasze (Universität Erlangen-Nürnberg): Politische/Digitale Geographien
04.11.2019 Johanna Urban und Matthias Leichtfried (Universität Wien): #DigitalResistance: Informationskompetenz und Medienproduktion am Beispiel eines schulischen Forschungsprojekts
11.11.2019 Thomas Jekel (Universität Salzburg): SchülerInnen schreiben Raumgeschichte(n). (Geo)medienunterstützte Unterrichtskonzeptionen und ihre Wirkung
18.11.2019 Felix Bergmeister, Christiane Hintermann, Herbert Pichler, (Universität Wien): Doing MiDENTITY – didaktische Überlegungen, schulpraktische Umsetzungen
02.12.2019 Helena Atteneder (Universität Salzburg): „leave nothing but your traces…"? Ubiquitäre Geodatenerfassung und Privacy - eine Spurensuche
09.12.2019 Karel Kriz und Alexander Pucher (Universität Wien): Geomedien und Geo-Kommunikation im Spannungsfeld zwischen Mensch, Macht und Raum
16.12.2019 Karin Golser (Universität Salzburg): Rechtsextreme Diskurse in Medien – ein Ansatz der Medienanalyse mit Schüler*innen
13.01.2020 Christian Dorsch (Universität Frankfurt): Algorithmen in der Kultur der Digitalität – ein Thema für den kritisch-kreativen GW-Unterricht
20.01.2020 Inga Gryl (Universität Duisburg Essen): Ist irgendwo Raum für Mündigkeit? Ein Ausloten der geomedial gestützten Spielräume von Partizipation
27.01.2020 Detlev Kanwischer (Universität Frankfurt): everysecondcounts.eu – Postdigitale Raumkonstruktionen und Bildungsprozesse

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Abschlussprüfung

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Input der Referent_innen und Literatur, die von den einzelnen Referent_innen zur Verfügung gestellt wird

Literatur

Mattissek, A. (2009): Handbuch Diskurs und Raum. Theorien und Methoden für die Humangeographie sowie die sozial- und kulturwissenschaftliche Raumforschung. 2009. Bielefeld: transcript. (mit Georg Glasze)
Meyer, T. (2013): Das Weltweit-Werden und der umgestülpte Cyberspace. In: Gryl, I., Nehrdich, T. und Vogler, R. (Hrsg.): geo@web. Medium, Räumlichkeit und geographische Bidlung. Wiesbaden: Springer VS, S. 201-214.
Felgenhauaer, T. und Gäbler, K. (2019): Geographien digitaler Alltagskultur. Überlegungen zur Digitalisierung in Schule und Unterricht. In: GW-Unterricht 154, S. 5-20.
Golser, K. und Jekel, T. (2018): Rechtsextreme Diskurse im Unterricht analysierung. Eine theoriegeleitete Medienanalyse mit Schüler/innen. In: GW-Unterricht 151, S. 43-58.
Stalder, F. (2017): Kultur der Digitalität. Suhrkamp Verlag Berlin.
Seyfert, R. und Roberge, J. (Hg,.): Algorithmuskulturen. Über die rechnerische Konstruktion der Wirklichkeit. In: Kulturen der Gesellschaft, Band 26.

Die Literatur wird auf der Moodle-Plattform bereitgestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

(BA UF GW 19) (MA UF GW 01)

Letzte Änderung: Mi 21.10.2020 14:50