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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

290074 EX Humangeographische Exkursion Inland: Suburbanisierungsprozesse im Wiener Stadtumland (2018S)

1.00 ECTS (0.50 SWS), SPL 29 - Geographie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag, 17. Mai 2018
Vorbesprechung entfällt!

Mittwoch 09.05. 17:00 - 19:00 Hörsaal 4C Geographie NIG 4.OG C0409 (Vorbesprechung)

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalte: Unter Suburbanisierungsprozessen versteht man die räumliche Verlagerung von Bevölkerung (Haushalten), Handel (Einzel- und Großhandel), Dienstleistungen sowie Gewerbe- und Industriebetrieben aus der Kernstadt hinaus ins Stadtumland. Derartige Suburbanisierungsprozesse sind einer der Treiber der räumlichen "Vergrößerung" funktioneller Stadtregionen über die eigentlichen administrativen Stadtgrenzen (z.B. Bundesland Wien -> Niederösterreich) hinaus. Die Stadtregion Wien ist in besonderem Ausmaß von Suburbanisierungsprozessen betroffen, nicht zuletzt erzeugt die anhaltende Wachstumsdynamik (v.a. aufgrund internationaler Migration in die Kernstadt) entsprechenden Suburbanisierungsdruck ("Stadtflucht" ins Grüne v.a. von einkommensstärkeren Bevölkerungsteilen bzw. gemäß dem Modell des regionalen "Haushaltszyklus"; von jüngeren, wiederum einkommensstärkeren Familien mit Kindern). Diese Suburbanisierungsprozesse sind mit einer Reihe von Problemen verbunden wie v.a. Verkehrsproblematik (Pendelverkehr in die Kernstadt v.a. mit Individualverkehrsmitteln, großflächige Zersiedelung des Stadtumlands mit entsprechend hohen Infrastrukturkosten für die öffentliche Hand, Beeinträchtigung der Umweltqualität des Stadtumlands, soziale Umschichtungsphänomene, Steigerung der Immobilienpreise etc.) verbunden.

Im Zuge dieser Exkursion wird eine Einführung in das Theorieumfeld geboten und es werden Phänomene der Suburbanisierung im Wiener Umland beobachtet und interpretiert. Während der Exkursion können Primärdaten (z.B. Kartierung, Verkehrszählung, vorhergehende Internet-Recherche) erhoben werden und mit lokalen InteressensvertreterInnen die lokalen Problemen diskutiert und reflektiert werden. Als Untersuchungsgebiet dient die Achse Kuchelau (19. Wiener Gemeindebezirk) - Klosterneuburg - Kierling - Maria Gugging (NÖ).
Der Schwerpunkt wird auf den Bereich "Wohnen" (Einfamilienhausbau; geförderte und frei finanzierte Wohnbauprojekte) und die damit zusammenhängenden Probleme (Verkehr; Infrastruktur) gelegt. Zusätzlich kann auch auf Aspekte der Freizeitnutzung (Naherholungsgebiet Donau und Wienerwald, "Pilgertourismus" zur Wallfahrtsstätte Lourdesgrotte) sowie auf ausgewählte physiogeographische Aspekte (Hochwasserschutz inkl. mobiler Hochwasserschutz an der Donau, Wildbachverbauungen im Wienerwald anhand des Hochwasserschutzsystems bestehend aus fünf Rückhaltebecken am Haselbach, Rambach, Lourdesbach, Marbach sowie Kierlingbach/Stegleiten) eingegangen werden.

Methoden: Der Fokus liegt auf qualitativen Methoden (Beobachtung, Kartierung, Interviews), optional besteht die Möglichkeit einer Verkehrszählung

Ziele: Einführung in das Konzept der Suburbanisierung - Einführung und Anwendung quantitativer und qualitativer Methoden - Durchführung von Interviews mit lokalen InteressensvertreterInnen - Einführung in die Regionalgeographie Ihrer Universitätsstadt Wien

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Der positive Abschluss dieser Exkursion setzt sich zusammen aus
- Anwesenheit und aktive Teilnahme (40%)
- Erhebung eigener Primärdaten (30%)
- (kurzer) Exkursionsbericht (30%)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Teilnahme und Abgabe eines Protokolls

Prüfungsstoff

siehe Lernplattform Moodle

Literatur

siehe Lernplattform Moodle

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

(B11-7.3 ) (MG3-EX) (L2-EX) (BA UF GW 18) (MA UF GW 02)

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:43