Universität Wien FIND
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

290092 PS Transformationen bewaffneter Konflikte in Süd- und Südostasien (2013W)

3.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 29 - Geographie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 06.12. 12:00 - 16:00 Hörsaal 4C Geographie NIG 4.OG C0409
Samstag 07.12. 09:00 - 13:00 Seminarraum Geographie NIG 5.OG C0528
Freitag 10.01. 12:00 - 16:00 Seminarraum Geographie NIG 5.OG C0528
Samstag 11.01. 09:00 - 13:00 Seminarraum Geographie NIG 5.OG C0528
Freitag 24.01. 12:00 - 16:00 Seminarraum Geographie NIG 5.OG C0528
Samstag 25.01. 09:00 - 13:00 Seminarraum Geographie NIG 5.OG C0528

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Regionen Süd- und Südostasien zeichnen sich durch eine einzigartige ethnische,
linguistische und religiöse Vielfalt aus. Ähnlich heterogen sind auch die politischen Systeme
der Nationalstaaten, die sich in den Regionen im Zuge der Dekolonisierung1 nach dem
Zweiten Weltkrieg herausbildeten. Mit Indien und Indonesien beherbergen Süd- und
Südostasien einerseits zwei der drei bevölkerungsreichsten Demokratien der Welt.
Andererseits werden Staaten wie Burma, Brunei, Laos, Singapur und Vietnam nach wie vor
autokratisch regiert.
Trotz der genannten Heterogenität der Regionen und des somit inhärenten
gesellschaftspolitischen Konfliktpotentials weisen Süd- und Südostasien mitnichten eine
höhere Dichte bewaffneter Konflikte als andere Weltregionen auf. Dennoch kam es im Zuge
der Staatenbildungen innerhalb der Regionen immer wieder zum Ausbruch von
Gewaltonflikten, in denen Befreiungs- und Widerstandsbewegungen unterschiedlichster
Couleur sezessionistische Zielsetzungen bzw. Rechte auf mehr Teilhabe und
Selbstbestimmung gewaltsam durchzusetzen suchten. Im Gegensatz zu einer Vielzahl
grenzüberschreitender Konflikte in den sogenannten "failed states" Afrikas, in denen private
Gewaltakteure häufig das staatliche Gewaltmonopol ersetzen, sind in Süd- und Südostasien
Krisen in Form von Gewaltkonflikten tendenziell eher lokal begrenzt. Ein Ausnahme der im
Seminar zu bearbeitenden Fallbeispiele stellt hier der Grenzkonflikt um die Kaschmir-Region
zwischen Indien und Pakistan dar.
Im unmittelbaren Vergleich hinsichtlich des Transformationspotentials gewaltförmiger Konflikt
weisen die Regionen Süd- und Südostasien sehr unterschiedliche Tendenzen auf. Während
in Südostasien zunehmend politische Lösungswege für gewaltsame Konflikte angestrebt
werden, sind nachhaltige friedliche Konfliktlösungen in Südasien hingegen kaum
auszumachen.
Ziel des Seminars ist es daher, einen theoriegeleiteten komparativen Überblick zu den
Ursachen, Charakteristika, Auswirkungen und Verläufen gewaltsamer Konflikte in Süd- und
Südostasien sowie Ansätze zu deren Lösung zu erarbeiten. Im Rahmen des ersten
Veranstaltungsblocks soll dabei ein theoretischer Analyserahmen erarbeitet werden, mithilfe
dessen im zweiten und dritten Veranstaltungsblock Fallbeispiele aus Südostasien und
Südasien vorgestellt und im Rahmen der abschließenden Sitzung vergleichend
gegenübergestellt werden.

I. Block - Theoretische Annäherung an bewaffnete Konflikte (06./07.12.2013)
1. Sitzung - Ursachen, Charakteristika und Auswirkungen bewaffneter Konflikte
2. Sitzung - Ansätze und Mechanismen zur Lösung bewaffneter Konflikte
3. Sitzung - humanitäre Hilfe und Wiederaufbau in bewaffneten Konflikten
4. Sitzung - Zur Transformation von Widerstands- und Befreiungsbewegungen

II. Block - Fallbeispiele Südostasien (10./11.01.2014)
5. Sitzung - Mindanao, Philippinen
6. Sitzung - Aceh und West-Papua, Indonesien
7. Sitzung - Südthailand
8. Sitzung - (Ost-) Burma

III. Block - Fallbeispiele Südasien (24./25.01.2014)
9. Sitzung - Die LTTE in Sri Lanka
10. Sitzung - Die Naxaliten in Indien
11. Sitzung -Der Kaschmirkonflikt zwischen Indien und Pakistan
12. Sitzung - Abschlussdiskussion: Bedingungen für nachhaltigen Frieden

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Für den erfolgreichen Abschluss des Seminars sind folgenden Leistungen zu erbringen:
1. Regelmäßige und aktive Teilnahme an der Veranstaltung;
2. Eigenständige Recherchearbeiten;
3. Referat mit Handout/ Thesenpapier (fünf Tage vor dem Referat einzureichen);
4. Führen eines Lernportfolios mit wöchentlichen Reflexionen auf Grundlage der
Pflichtlektüre (1-2 Seiten/ Woche);
5. Verfassen einer wissenschaftlichen Hausarbeit (10 Seiten), Abgabe bis 31.03.2014

Das Referat soll keine Buchbesprechungen sein! Es ist die Präsentation IHRER
Erkenntnisse zum Thema. Das heißt, Sie lesen diverse Artikel, Internetseiten und Teile von
unterschiedlichen Büchern, machen sich so ein Bild vom Thema und gewinnen Ihre
Erkenntnisse.
Ihre Literaturliste für das Referat sollte einen angemessenen Umfang haben:
• eine Monographie (zum selektiven Lesen) und drei bis fünf Zeitschriftenartikel bzw.
Sammelbandbeiträge
oder
• ca. acht Zeitschriftenartikel und Sammelbandbeiträge
Dies entspricht einer soliden Grundlage für ein Referat und für die spätere wissenschaftliche
Hausarbeit. Die im Veranstaltungsplan empfohlene Literatur bietet Ihnen einen
Ausgangspunkt für Ihre Arbeit am jeweiligen Thema. Weiterführende Recherchen sind
jedoch unerlässlich. Der zeitliche Umfang der Referate wird von der Anzahl der
TeilnehmerInnen an der Vorlesung abhängen. Voraussichtlich werden Ihnen circa 20
Minuten pro Referat zur Verfügung stehen. Die Diskussion im Anschluss an das Referat ist
von den ReferentInnen zu moderieren. Dafür sollten Thesen bzw. Leitfragen vorbereitet
werden. Des Weiteren können innovative Methoden des kooperativen Lernens angewendet
werden. Hierzu wird entsprechende Lektüre zum Download in Moodle zur Verfügung gestellt.
Ihre Literaturliste sollte alle Materialien auflisten (auch Internetseiten oder Videos), die Sie für
die Vorbereitung Ihres Referats genutzt haben.
Für die Referate sind Handouts (1-2 Seiten) anzufertigen, die Sie bitte fünf Tage vor der
jeweiligen Sitzung an Stange@em.uni-frankfurt.de senden. Die Handouts werden in Moodle
zum Download verfügbar sein.
Das wöchentlich einzureichende Lernportfolio (1-2 Seiten) soll auf Grundlage der
Pflichtlektüre verfasst werden und eigene Reflexionen und weiterführende Fragen zu dieser
beinhalten. Bitte führen Sie das Lernportfolio in einem fortlaufenden MS-Word-Dokument und
senden Sie dies jeweils bis eine Woche vor dem kommenden Veranstaltungsblock mit
Lernportfolio in der Betreffzeile an Stange@em.uni-frankfurt.de .
Die Zitierregeln für die einzureichenden wissenschaftlichen Hausarbeiten entnehmen Sie
bitte der Broschüre Zitierempfehlung des Instituts für Geographie und Regionalforschung
der Universität Wien, die auf Moodle zum Download verfügbar ist.
BENOTUNGSSCHEMA FÜR WISSENSCHAFTLICHE HAUSARBEITEN
Formalia: Korrekte Rechtschreibung (auch von Fremdwörtern!!), Interpunktion, Grammatik,
angemessener Schreibstil, etc.
Sauberes wissenschaftliches Arbeiten: Korrekte Verwendung von Fachbegriffen, Korrekte
Zitierweise, guter Umgang mit Literaturverweisen/ transparenter Umgang mit
Quellenmaterial, saubere Bibliographie, präzise Sprache
Inhalt und Struktur: klar benanntes Thema und eindeutige Fragestellung, erkennbare
Einleitung und Schluss, eine schlüssige Argumentation bzw. ein klar Erkennbarer roter
Faden, Gebrauch von aussagekräftigen Überschriften
Alle Kriterien werden mit 33% gleich gewichtet.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Als Arbeitsformen sind die gemeinsame Analyse und Diskussion von einschlägiger Literatur und Dokumenten zum Thema, die selbstständige Recherche von Quellen und Materialien, die Vorstellung dieser Arbeitsergebnisse in Referatsform sowie deren schriftliche Ausarbeitung vorgesehen.

Literatur

Alle Texte der Pflichtlektüre können in Moodle heruntergeladen werden.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

(MG-S6-PI.f) (L2-b3, L2-b-zLV) (L2-d2, L2-d-zLV)

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:56