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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

290122 PS Partizipative Forschungsmethoden in der Entwicklungsforschung (2018S)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 29 - Geographie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Für eine Kursteilnahme ist das Erscheinen in der ersten Sitzung unbedingt erforderlich.

Dienstag 17.04. 08:00 - 11:00 Hörsaal 4C Geographie NIG 4.OG C0409
Dienstag 15.05. 08:00 - 11:00 Hörsaal 4C Geographie NIG 4.OG C0409
Dienstag 29.05. 08:00 - 11:00 Hörsaal 4C Geographie NIG 4.OG C0409
Dienstag 12.06. 08:00 - 11:00 Hörsaal 4C Geographie NIG 4.OG C0409
Dienstag 26.06. 08:00 - 11:00 Hörsaal 4C Geographie NIG 4.OG C0409

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Mit der Verabschiedung der sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs) durch die Vereinten Nationen im September 2015 und ihr Inkrafttreten am 1. Januar 2016 hat sich die Weltgemeinschaft insgesamt 17 sehr ambitionierte Ziele zur Verbesserung der Lebensbedingungen aller Menschen weltweit bis zum Jahre 2030 gesetzt. So sollen etwa Armut und Hunger innerhalb der kommenden 15 Jahre gänzlich „ausgelöscht“ werden.

Dies stellt auch die internationale Entwicklungsforschung, die es sich es sich zur Aufgabe gemacht hat, mittels Wissensproduktion zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in den sich entwickelnden Ländern beizutragen, vor enorme Herausforderungen.

Ein wesentliches Paradigma, das diesen Forschungsprozessen heutzutage zugrunde liegt, ist die Akteursperspektive, die betroffene Bevölkerungsgruppen als vornehmliche Experten ihrer Lebenssituation ernst nimmt und diese daher aktiv in den Forschungsprozess einbindet und ins Zentrum des Erkenntnisinteresses stellt.

Insbesondere im Bereich ländliche Entwicklung hat sich seit den 1990er Jahren das sogenannte Participatory Rural Appraisal (PRA) als einer der effektivsten Ansätze zur Datensammlung und Entwicklungsplanung für Entwicklungsforscher und -praktiker herauskristallisiert. Das PRA ist eine Methodologie, die sich unterschiedlicher Methoden bedient, um gemeinsam mit ländlichen Bevölkerungsgruppen und Entscheidungsträgern Lebensbedingungen zu verstehen und in kollektiven analytischen Prozessen Veränderungs- und Verbesserungspotentiale zu identifizieren und zu nutzen.

Ziel des Seminars ist es daher, die Studierenden mit wesentlichen Methoden des PRA vertraut zu machen, diese mittels Rollenspielen im Seminar zu erproben und auf dieser Grundlage hinsichtlich ihrer Potentiale und Limitationen zu würden.

Als Arbeitsformen sind die gemeinsame Analyse und Diskussion von einschlägiger Literatur und Dokumenten zum Thema, die selbstständige Recherche von Quellen und Materialien, die Anwendung partizipativer Methoden in Form von Rollenspielen sowie die Reflexion der Seminarerfahrungen in Form schriftlicher Ausarbeitungen vorgesehen. Das Seminar setzt verstärkt auf kooperative Arbeitstechniken.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Für den erfolgreichen Abschluss des Seminars sind folgenden Leistungen zu erbringen:

• regelmäßige und aktive Teilnahme an der Veranstaltung (mind. 80 % der Sitzungen),
• eigenständige Recherchearbeiten, 

• Führen eines Lernportfolios mit zweiwöchentlichen Reflexionen auf Grundlage der Pflichtlektüre (1 Seite), auf Moodle am Vorabend der Sitzung einzureichen

• Verfassen einer wissenschaftlichen Hausarbeit (10 Seiten, Abgabe bis 31.08.2018)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Anwesenheit in mindestens 80 Prozent der Seminarsitzungen. Bei Erkrankungen, die mit Attest nachgewiesen werden, können darüber hinaus gehende Fehlzeiten durch zusätzliche schriftliche Aufgaben ausgeglichen werden.

Das Lernportfolio sowie die schriftliche Abschlussarbeit gehen mit je 50 Prozent in die Gesamtnote ein. Beide Teilleistungen sind für eine positive Abschlussbeurteilung unabhängig voneinander zu bestehen. Die Leistungen sind bestanden, wenn sie mindestens mit der Note 4 bewertet wurden.

Eine positive Abschlussbeurteilung kann darüber hinaus nur vorgenommen werden, wenn zur letzten Sitzung alle Lernportfolioeinträge eingereicht sind.

Benotungsschlüssel:
100 - 86 % - Note 1
85 - 71 % - Note 2
70 - 56 % - Note 3
55 - 41 % - Note 4
40 - 0 % - Note 5

Eine Bewertungsskala für die schriftlichen Hausarbeiten kann auf Moodle eingesehen werden und wird im Seminar gesondert erläutert.

Prüfungsstoff

Der Prüfungsstoff umfasst die gemeinsame Analyse und Diskussion von einschlägiger Literatur und Dokumenten zum Thema, die selbstständige Recherche von Quellen und Materialien sowie deren schriftliche Ausarbeitung.

Literatur

Alle Texte der Pflichtlektüre können in Moodle heruntergeladen werden.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

(MG-S4-PI.m) (MG-S6-PI.m) (MG-W3-PI) (MA UF GW 02)

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:42