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290143 PS Fachdidaktisches Proseminar: Geschlechterrollenkritische Didaktik in Geographie und Wirtschaftskunde (2019W)

Gender Roles in the Context of Teaching Geography and Socioeconomics

3.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 29 - Geographie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
KPH

In der ersten Einheit besteht Anwesenheitspflicht (bei Abwesenheit: Abmeldung von der Lehrveranstaltung).

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Projekttage am BG Zehnergasse:
Mittwoch, 11. Dezember 2019, 7.45 bis 13.10 Uhr
Freitag, 13. Dezember 2019, 7.45 bis 13.10 Uhr
Mittwoch, 18. Dezember 2019, 7.45 bis 13.10 Uhr

Dienstag 08.10. 10:00 - 11:30 Hörsaal 4C Geographie NIG 4.OG C0409
Dienstag 15.10. 10:00 - 11:30 Hörsaal 4C Geographie NIG 4.OG C0409
Dienstag 22.10. 10:00 - 11:30 Hörsaal 4C Geographie NIG 4.OG C0409
Dienstag 29.10. 10:00 - 11:30 Hörsaal 4C Geographie NIG 4.OG C0409
Dienstag 05.11. 10:00 - 11:30 Hörsaal 4C Geographie NIG 4.OG C0409
Dienstag 12.11. 10:00 - 11:30 Hörsaal 4C Geographie NIG 4.OG C0409
Dienstag 19.11. 10:00 - 11:30 Hörsaal 4C Geographie NIG 4.OG C0409
Dienstag 26.11. 10:00 - 11:30 Hörsaal 4C Geographie NIG 4.OG C0409
Dienstag 14.01. 10:00 - 11:30 Hörsaal 4C Geographie NIG 4.OG C0409
Dienstag 21.01. 10:00 - 11:30 Hörsaal 4C Geographie NIG 4.OG C0409
Dienstag 28.01. 10:00 - 11:30 Hörsaal 4C Geographie NIG 4.OG C0409

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

StudentInnen erhalten Anregungen und Methodenvorschläge für einen geschlechterrollenkritischen Unterricht.
StudentInnen werden in Projektgruppen, Gruppendiskussionen und Reflexionsphase ihre eigenen Werthaltungen und Geschlechterrollen reflektieren.
StudentInnen werden anhand von theoretischen Texten in das Thema eingeführt.
Thematischen Schwerpunkte als Fallbeispiele werden sein: Globalisierung, Alltagserfahrung und Wahrnehmung der eignen Lebenswelt, politische Bildungsarbeit, Ost-West-Vernetzung und Kooperationen in einem erweiterten Europa, Bevölkerungspolitik und reproduktive Gesundheit, Regionalentwicklung und Regionalplanung.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Das Proseminar wird in Form einer prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen abgehalten.

Es besteht Anwesenheitspflicht und Sie müssen während des Semesters mehrere mündliche und schriftliche Leistungen erbringen, um positiv beurteilt zu werden.

Sind Sie zu einer prüfungsimmanenten Lehrveranstaltung angemeldet, nehmen jedoch nicht teil ohne sich während der Abmeldefrist abzumelden, werden Sie für diese Lehrveranstaltung negativ beurteilt. Bei einer negativen Beurteilung muss die gesamte Lehrveranstaltung wiederholt werden.

Erwartungen an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: aktive Mitarbeit (20 % der Beurteilung); Lesen von angegebener Literatur und Arbeitsaufträge (20 % der Beurteilung); schriftliche Arbeit (40 % der Beurteilung), mündliche Reflexion der schriftlichen Arbeit (20 % der Beurteilung).

Abgabe der schriftlichen Arbeiten jeweils eine Woche vor der mündlichen Reflexion der schriftlichen Arbeit (1 x im Ausdruck im Sekretariat bei Frau Eichinger und digital über die Moodle-Plattform).
Zusätzlich ist eine Anmeldung per Mail bei Frau Dr. Schwarz (ingrid.schwarz@univie.ac.at) notwendig. Frau Dr. Schwarz gibt dann die Uhrzeit bekannt.

Feedback zur Benotung der Lehrveranstaltung bei der mündlichen Reflexion der schriftlichen Arbeit.

Prüfungstermine:
28. Jänner 2020
11. Februar 2020
3. März 2020

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Zielsetzungen für einen "Geschlechterrollenkritischen Unterricht in Geographie und Wirtschaftskunde":

Pädagogisches Selbstverständnis des gleichberechtigten und partnerschaftlichen Miteinanders und der gegenseitigen Akzeptanz und Toleranz der Geschlechter.

· Bewusstsein, dass vorherrschende Rollenbilder von Weiblichkeit und Männlichkeit nicht angeboren, sondern anerzogen sind. Wenn also von männlichem und weiblichem Verhalten gesprochen wird, sind gesellschaftlich angeeignete und damit veränderbare Verhaltensweisen, also das soziale Geschlecht, gemeint.
· Ein geschlechterrollenkritischer Unterricht orientiert sich an den Stärken und Kompetenzen beider Geschlechter.
· Pädagogisches Handeln gewinnt neue und geschlechterdifferenzierte Orientierungen. Inhalte, Leistungsmerkmale und die Unterrichtsorganisation verändern sich.
· Beitrag zum Abbau der Geschlechterhierarchien im Schulalltag
· Kritisches Bewusstsein für die Relevanz geschlechterdifferenzierender Erkenntnisse, sowohl bei allen pädagogischen Entscheidungen als auch bei methodischen und didaktischen Themen
· Vermeidung und die Auslösung geschlechterstereotypischer Zuweisungen in allen Lehrplaneinheiten und bei allen Projektvorhaben
· Akzeptanz der Differenz und der Gleichwertigkeit männlicher und weiblicher Identitäten, d. h. Unterschiedlichkeiten im Geschlechterverhältnis zu respektieren, aber auch Gegenerfahrungen zu ermöglichen
· Die Sichtbarmachung von kulturellen und gesellschaftlichen Leistungen von Frauen und Mädchen und deren gleichwertige Einbeziehung
· Die Thematisierung beruflicher und privater Lebensplanung und Orientierung für beide Geschlechter

Erreichung der Ziele durch geschlechterrollenkritischen Unterricht dadurch:

· Bewusstmachung von unterschiedlichen Einstellungen und Verhaltensweisen von Mädchen und Jungen und Lehrerinnen und Lehrern
· Verdeutlichung der ungleichen Chancen für Mädchen und Jungen für die Lebensplanung im beruflichen und im privaten Bereich
· Den Anteil der Schulbücher, der Lehrpläne, der Lern- und Lehrinhalte an der Übernahme und Festschreibung geschlechtsspezifischer Rollenzuweisung
· Anregungen für Neuerungen und Innovationen für die Verwirklichung von größerer Chancengleichheit
· Erarbeitung von konkreten Verbesserungsvorschlägen
· Empfehlungen für die Reflexion der eigenen Einstellung als Lehrende/r und die Reflexion von Unterrichtsstilen und möglich Änderungsvorschläge
· Anregungen für die praktische Umsetzung

Prüfungsstoff

Methoden: Mental Mapping, Gruppenarbeiten und Gruppendiskussionen, Rollenspiele, szenische Spiele, Elemente von Zukunftswerkstätten und Mediationen, Arbeiten mit Texten.
StudentInnen sollen sämtliche Inhalte und Methoden in Bezug auf ihre Brauchbarkeit und Praxisrelevanz bewerten und evaluieren.

Literatur

Ausgewählte Literatur in Bezug auf den Methodenschwerpunkt:

Aufhauser Elisabeth (Hrsg.) 2001: ÜberBevölkerung UnterEntwicklung. Diskurse um Bevölkerungspolitik. Journal für Entwicklungspolitik 1/2001, Brandes & Apsel/Südwind, Wien.

Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft 2017: Wirtschaftspolitik auf wessen Kosten? Feministische Perspektiven zu Ökonomie. In: Feministische Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, 3/2017, Innsbruck.

Augé Marc 1994: Orte und Nicht-Orte. Vorüberlegungen zu einer Ethnologie der Einsamkeit. Fischer Verlag, Frankfurt am Main.

Baobab, Südwind, et. al. (Hrsg.) 2016: 17 Ziele für eine bessere Welt. Eine Broschüre für die Sekundarstufe II, Wien.

Braun Christina von, Stephan Inge (Hrsg.) 2013: Gender@Wissen. Ein Handbuch der Gender-Theorien. 3. Auflage, Böhlau Verlag, Wien.

Brendel Nina, Schrüfer Gabriele, Schwarz Ingrid (Hrsg.) 2018: Globales Lernen im digitalen Zeitalter. Waxmann Verlag, Münster.

Connell Raewyn 2013: Gender. Geschlecht und Gesellschaft. Springer Verlag, Wiesbaden.

Europahaus Burgenland, Südwind Entwicklungspolitik NÖ Süd, Kansan Sivistysyön Liitto, Universitetsbiblioteket Växjö Universitet (Hrsg.) 2003: Merkwürdige Welten. Europäische Versammlungskulturen für politische Bildungsprozesse. Dokumentation einer Grundtvig-Lernpartnerschaft der Europäischen Kommission, Sokrates-Programm.

Feministisches Georundmail. Informationen rund um feministische Geographie. Themenhefte, online.

Haberl Matthias, Teynor Jana et. al. (Hrsg.) 2017: The everyday beyond. European, international and global dimensions of learning processes. MitOst Editions, Berlin.

Mayring Philipp 2015: Qualitative Inhaltsanalyse, Grundlagen und Techniken. Beltz, Basel.

Österr. Gesellschaft für Famlienplanung (Hrsg.) in Kooperation mit Südwind NÖ Süd (2002): Methodenhandbuch zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit.

Schurr Carolin, Wintzer Jeannine (Hrsg.) 2011: Geschlecht und Raum feministisch denken. eFeF Verlag, Bern.

Schwarz Ingrid 2001: Orte und Nicht-Orte als didaktisches Bildungskonzept für die Schule? In: GW-Unterricht 81/2001, S. 55 – 58.

Schwarz Ingrid, Schrüfer Gabriele (Hrsg.) 2014: Vielfältige Geographien. Entwicklungslinien für Globales Lernen, Interkulturelles Lernen und Wertediskurse. Waxmann Verlag, Münster.

Spieß Gesine, Rentmeister Cillie (Hrsg.) 2003: Gender in Lehre und Didaktik. Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main.

Weichmann Elke (Hrsg.) 2016: Genderpolitik. Konzepte, Analysen und Befunde aus Wirtschaft und Politik. Nomos Verlag, Baden-Baden.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

(L2-f3) (L2-f5) (BA UF GW 04)

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:25