Universität Wien FIND

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350072 VU BE3II - Geschlechtersensibles Leiten in Sportgruppen, Teams und Organisationen - Abt. B (2019W)

3.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 35 - Sportwissenschaft
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Diese LV findet teilgeblockt statt.

An/Abmeldung

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 09.10. 17:15 - 19:45 ZSU - USZ II Gruppenraum 1.Stock
Mittwoch 16.10. 17:15 - 19:45 ZSU - USZ II Gruppenraum 1.Stock
Mittwoch 23.10. 17:15 - 19:45 ZSU - USZ II Gruppenraum 1.Stock
Mittwoch 06.11. 17:15 - 19:45 ZSU - USZ II Gruppenraum 1.Stock
Mittwoch 13.11. 17:15 - 19:45 ZSU - USZ II Gruppenraum 1.Stock
Mittwoch 20.11. 17:15 - 19:45 ZSU - USZ II Gruppenraum 1.Stock
Mittwoch 27.11. 17:15 - 19:45 ZSU - USZ II Gruppenraum 1.Stock
Mittwoch 04.12. 17:15 - 19:45 ZSU - USZ II Gruppenraum 1.Stock
Mittwoch 11.12. 17:15 - 19:45 ZSU - USZ II Gruppenraum 1.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Auf der Basis eines sozial-konstruktivistischen Verständnisses von Geschlecht vorrangig basierend auf den Erkenntnissen der modernen Frauen-, Männer-, Geschlechterforschung und auf Grundlagen der Wissensoziologie wird in dieser Lehrveranstaltung zum Thema gemacht, welche Relevanz "die Kategorie Geschlecht" in verschiedenen Settings des Sports haben kann.
Dabei geht es insbesondere um Führungs-und Leitungssituationen in Sportgruppen oder -organisationen des Freizeit- und Breitensports sowie des Gesundheitssports.
Da sich ein großer Teil bisheriger Gender-Forschung mit dem Leben und Denken von Männern ohne Bewusstsein für die Gender-Problematik beschäftigt hat, sind im Rahmen der LV insbesondere auch die soziokulturellen Konstruktionen des Mannseins kritisch zu analysieren, was erst seit den 1990er Jahren im Rahmen der Männerforschung geschieht. In Analogie zur "Weiblichkeit" ist auch "Männlichkeit" keine naturhafte Tatsache, sondern immer auch Entwurf und Deutung. Die Konstruktionen von Weiblichkeit und Männlichkeit stehen in einem engen Zusammenhang, insofern alle Bereiche des menschlichen Lebens (so auch das gesellschaftliche Subsystem Sport) durch Geschlechtsbezüge und Geschlechterbeziehungen geprägt sind. Prinzipiell stehen daher beide Geschlechter und ihr Verhältnis zueinander im Fokus der Gender-Forschung. Um falsche Universalisierungen zu vermeiden, muss der Gender-Fokus aber stets um die differenzierenden Kategorien von Ethnizität, Alter und Klassenzugehörigkeit erweitert werden.
Im Zentrum der Veranstaltung steht die Erarbeitung von Konzepten und Überlegungen zur Herstellung von Chancengleichheit für beide Geschlechter, auch unter Berücksichtigung der weiteren Kategorien sozialer Ungleichheit wie Ethnie, Alter, Schicht etc. (Diversity)
Diese LV richtet sich an Studierende der Spezialisierung Sportmanagement und Gesundheitssport

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

80% Frequenz,

Erarbeitung eines zugewiesenen bzw. in Absprache mit den anderen Studierenden selbst gewählten Theoriethemas.

Kurzreferat/Präsentation in der LV.

Erstellen einer (kleinen) Forschungsarbeit in einem Praxisfeldbeispiel (wenn möglich unter Einbeziehung des Theoriethemas und des in den theoretischen Inputs und Diskussionen vermittelten Basiswissens).

Verfassen einer schriftlichen Seminararbeit

Kurzpräsentation des Forschungsprojektes im Rahmen der LV.

Die gesamte Leistungserbringung durch Studierende hat bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen des Wintersemesters bis spätestens am folgenden 30. April, bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen des Sommersemesters bis spätestens am folgenden 30. September zu erfolgen. Studierende, die sich nicht von der ggst. Lehrveranstaltung abgemeldet haben, sind zu beurteilen. Bei negativer Beurteilung ist eine kommissionelle Prüfung unzulässig, der Besuch der Lehrveranstaltung ist zu wiederholen. Rechtsquelle: Satzung der Universität Wien §10 (4, 5, 6).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Sensibilisierung für die sozial konstruierten, geschlechterdifferenten Rollenverteilungen, Rollenklischees und Rollenstereotypen unserer Gesellschaft.
Erwerb von Wissen über Sozialkonstruktivismus und Wissenssoziologie, über die soziale Konstruktion der Kategorie Geschlecht im Sport, über gleichstellungspolitische Konzepte des Gender Mainstreaming und Diversity-Managements in verschiedenen Handlungsfeldern des Sports, über geschlechtergerechte Gesundheitsförderung und Prävention aufbauend auf Partizipationsdaten am Sport und über die Praxis geschlechtergerechtes Führen und Leiten in Sportorganisationen, Sportgruppen und Teams.
Entwickeln geschlechtersensibler Kompetenz zum Leiten und Führen von Einzelpersonen und Gruppen in verschiedenen Handlungsfeldern des Sports

Prüfungsstoff

Theoretische Inputs,
Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit vorgegebenen Themen Kurzreferate und Präsentationen im Plenum (die Auswahl der entsprechenden Literatur zur Bearbeitung des Theoriethemas erfolgt durch die Studierenden selbstständig mit Hilfe der LV-Literaturliste und unter Unterstützung des LV-Leiters.
Bearbeitung eines (kleinen), selbst gewählten Forschungsprojektes/Praxisbeispieles durch die Studierenden (wenn möglich in Zusammenhang stehend mit dem zu bearbeitenden und zu referierenden Theoriethema)
Selbstreflexions-, Selbsterfahrungs- und gruppendynamische Übungen

Literatur

Eine ausführliche Literaturliste wird in der ersten Einheit der Lehrveranstaltung ausgeteilt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BE3II

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:22