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410001 SE Historischer Materialismus: Eine (kritische) Re-Lektüre (2019W)

Interdisziplinäres DissertantInnenseminar: Paradigmen, Theorien und Methoden

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Beginn: 1. Oktoberwoche; vermutlich Donnerstag
Ort: vermutlich wieder IFF - Boku, Schottenfeldgasse 29/Stiege 1

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Donnerstag 14:00-17:30h im SR 6, IFF - BOKU, Schottenfeldgasse 29/Stiege 1, A-1070 Wien.
Termine: Vorbesprechung Do 3.10. (14:00-15:30), SR 6; Do 17.10. SR 6; Do 7.11., SR 6; Do 21.11., SR 4c; Do 5.12., SR 6; Do 19.12., SR 6; Do 16.01., SR 6


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Der Historische Materialismus, als dessen Diskursivitätsbegründer Michel Foucault Karl Marx und Friedrich Engels nennt, lenkt die analytische Aufmerksam auf die materiellen Bedingungen, auf die Produktion und die Verteilung von Gütern. Pointiert formulierte Engels "dass in jeder geschichtlich auftretenden Gesellschaft die Verteilung der Produkte, und mit ihr die soziale Gliederung in Klassen oder Stände, sich danach richtet, was und wie produziert und wie das Produzierte ausgetauscht wird." (Friedrich Engels, 1878) Der Historische Materialismus richtete sich damit vor allem gegen den sogenannten "Idealismus", in welchem der "Geist" bzw. die Ideen als zentrale Triebkräfte für gesellschaftliche Entwicklung gesehen wurden. Oder mit Karl Marx gesprochen: "Die Produktionsweise des materiellen Lebens bedingt den sozialen, politischen und geistigen Lebensprozeß überhaupt. Es ist nicht das Bewußtsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewußtsein bestimmt." (Karl Marx, 1859)
Die Auseinandersetzung um die Frage, wie die Verbindung zwischen Materialität und den Ideen bzw. Diskursen gedacht werden sollte, wie und warum sich Gesellschaftsordnungen ändern, ist heute so aktuell wie im 19. Jahrhundert. Im Seminar wollen wir die vielfachen theoretischen Anregungen, aber auch Grenzen des "Historischen Materialismus" und seiner Weiterentwicklungen diskutieren und fragen, ob und inwiefern sie für die Dissertationsprojekte der Teilnehmer*innen hilfreich sein können.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Lektüre aller ausgewählten Texte; vertiefende Lektüre von einzelnen Texten in Kleingruppen mit anschließender Vorstellung und Diskussion im Seminar; Präsentation ob und wie der Historische Materialismus für das eigene Dissertationsprojekt produktiv gemacht werden kann.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Do 03.10.2019 18:49