Universität Wien

490002 VO Historische und systematische Grundlagen von Bildungstheorie und Bildungsforschung (2021W)

2.00 ECTS (1.00 SWS), SPL 49 - Lehrer*innenbildung
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Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

1. Prüfungstermin: MI 12.01.2022, 16:45-18:15 Uhr, Ort: Online via Moodle
Anmeldungen sind von 15.12.2021 10:00 Uhr bis 05.01.2022 10:00 Uhr über u:find möglich.
Abmeldungen sind bis 10.01.2022 22:00 Uhr über u:find möglich.

2. Prüfungstermin: DO 03.03.2022, 18:30-20:00 Uhr, Online via Moodle
Anmeldungen sind von 03.02.2022 10:00 Uhr bis 24.02.2022 10:00 Uhr über u:find möglich.
Abmeldungen sind bis 01.03.2022 22:00 Uhr über u:find möglich.

3. Prüfungstermin: DO 02.06.2022, 18:30-20:00 Uhr, Online via Moodle
Anmeldungen sind von 05.05.2022 10:00 Uhr bis 26.05.2022 10:00 Uhr über u:find möglich.
Abmeldungen sind bis 31.05.2022 22:00 Uhr über u:find möglich.

4. Prüfungstermin: DI 11.10.2022, 18:30-20:00 Uhr, Online via Moodle
Anmeldungen sind von 06.09.2022 10:00 Uhr bis 04.10.2022 10:00 Uhr über u:find möglich.
Abmeldungen sind bis 09.10.2022 22:00 Uhr über u:find möglich.

Bitte beachten Sie, dass Sie OHNE Anmeldung nicht an der Prüfung teilnehmen können! Weitere Informationen diesbezüglich finden Sie unter: https://slw.univie.ac.at/studieren/studienorganisation/anmeldung-zu-lehrveranstaltungenpruefungen/

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Die Vorlesung findet zu den angegebenen Zeiten primär als digitale Fernlehrveranstaltung im Wege eines synchronen Videokonferenz-Angebotes via Moodle (Zoom) statt, kann aber nach Maßgabe der jeweils aktuellen pandemiebedingten Rahmenbedingungen möglicherweise für die Präsenzlehre an der Universität Wien sowie unter Berücksichtigung der vorhandenen (begrenzten) Raumressourcen auch vor Ort (unter strikter Einhaltung der universitätsweit geltenden 2,5-G-Regelung) besucht werden: Gültige Test- oder Impfzertifikate sind in Papierform mitzuführen und werden ausnahmslos vor Betreten des ZfT kontrolliert! Eine Aufzeichnung bzw. zeitversetzte Verfügbarmachung der Vorlesungseinheiten ist nicht vorgesehen.Um jedenfalls uneingeschränkt an der Vorlesung teilnehmen zu können, empfiehlt sich eine rechtzeitige elektronische Anmeldung zur Teilnahme an der Lehrveranstaltung mittels Ihres unet-accounts über u:find bzw. Moodle spätestens zu Semesterbeginn!

Mittwoch 13.10. 16:45 - 18:15 Audimax Zentrum für Translationswissenschaft, Gymnasiumstraße 50
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Mittwoch 20.10. 16:45 - 18:15 Audimax Zentrum für Translationswissenschaft, Gymnasiumstraße 50
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Mittwoch 27.10. 16:45 - 18:15 Audimax Zentrum für Translationswissenschaft, Gymnasiumstraße 50
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Mittwoch 03.11. 16:45 - 18:15 Audimax Zentrum für Translationswissenschaft, Gymnasiumstraße 50
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Mittwoch 10.11. 16:45 - 18:15 Audimax Zentrum für Translationswissenschaft, Gymnasiumstraße 50
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Mittwoch 17.11. 16:45 - 18:15 Audimax Zentrum für Translationswissenschaft, Gymnasiumstraße 50
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Mittwoch 24.11. 16:45 - 18:15 Audimax Zentrum für Translationswissenschaft, Gymnasiumstraße 50
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Mittwoch 01.12. 16:45 - 18:15 Audimax Zentrum für Translationswissenschaft, Gymnasiumstraße 50
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Mittwoch 15.12. 16:45 - 18:15 Audimax Zentrum für Translationswissenschaft, Gymnasiumstraße 50
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Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Obwohl von Bildung nicht nur in pädagogischen Zusammenhängen beinahe ständig die Rede ist – kaum eine gesellschaftliche Problemlage verweist nicht auf die Bedeutung der Bildung, kaum ein anderer Begriff ist derart mit Zukunftshoffnungen und Erfüllungserwartungen überfrachtet –, ist die pädagogische Bedeutsamkeit und Berechtigung des Begriffsgebrauchs noch nicht unmittelbar offenkundig oder gar über allen Zweifel erhaben: Denn selbst wenn Bildung nach wie vor fraglos als einer der tragenden Grundbegriffe (besonders) deutschsprachiger bildungs- und erziehungswissenschaftlicher Reflexion figuriert, muss sich das in seinem Zeichen Gedachte schließlich auch in seiner pädagogischen Praktikabilität und Relevanz erweisen.

Die Vorlesung setzt somit nicht mit einer selbstbeglaubigenden ideengeschichtlichen Rekapitulation des Bildungsdenkens ein, sondern sucht zunächst zu ergründen, unter welchen Umständen eine dem Bildungsbegriff korrespondierende Problemlage ausgemacht werden kann, die überhaupt der systematisch-disziplinären Erarbeitung bedarf. Erst vor diesem Hintergrund eines zu klärenden Gegenwarts- und Aktualitätsbezuges aus erfolgt anschließend eine vorwiegend auf konzeptionelle Brüche hin ausgerichtete Exkursion zu ausgewählten Wegmarken bildungstheoretischer Entwürfe von den Anfängen des für unseren spezifischen kulturellen Kontext bedeutsamen Bildungsdenkens in der (vorsokratischen) griechischen Antike über die Blütezeit neu- und späthumanistischer Entwürfe bis hin zu rezenten Versuchen, Bildung als (auch empirisch beforschbares) transformatorisches Prozessgeschehen zu denken. In weiterer Folge werden wir – weniger aufgrund des von wachsenden Popularitätseinbußen betroffenen Autoritätsschwundes grundlagenreflexiver Theoriearbeit im Gefüge institutionalisierter Selbstverständigungsprozesse einer sich als Wissenschaft begreifenden Pädagogik, sondern viel mehr aufgrund einer durch die praktischen Aufgaben und Erfordernisse des Unterrichtens geschärften Aufmerksamkeit – nach den Möglichkeiten, Herausforderungen und auch Limitierungen einer empirischen Bildungsforschung im Sinne des gegenwärtig auch schulpädagogisch dominanten Kompetenzparadigmas erörtern.

Ob und in welcher Ausprägung letztlich an Bildung noch oder wieder liegt, ob möglicherweise „jeder Vorbehalt gegenüber der Bildung Ausdruck einer terroristischen Position“ (Roland Barthes) ist oder ob hingegen Bildung aufgefasst werden muss als „ei-ne Krücke, mit der der Lahme den Gesunden schlägt, um zu zeigen, daß er auch bei Kräften sei“ (Karl Kraus) oder ob Bildung vielleicht am Ende auch nur das ausmacht, „was übrig bleibt, wenn man alles vergessen hat“ (Hans Blumenberg): die Vorlesung möchte dazu einladen, das Potenzial des Bildungsgedankens gemeinsam systematisch zu erschließen und exemplarisch empirisch-unterrichtspraktische Implikationen zu diskutieren.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Aufgrund der zu erwartenden hohen Teilnehmer*innenzahl ist eine schriftliche Abschlussprüfung in Form einer multiple-choice-Prüfung zu Semesterende (online via Moodle) zuzüglich dreier weiterer Prüfungstermine (einer Anfang März 2022, einer im Mai 2022 und ein vierter Termin im Wintersemester 2022/23) leider unvermeidlich. Da es sich in dieser Form um eine erstmalig angebotene Lehrveranstaltung handelt, wird der Prüfungsfragenkatalog zu den Vorlesungsinhalten erst im Laufe des Semesters vorlesungsbegleitend erstellt (und übrigens auch mittels eines peer-review-Verfahrens vorab validiert und auch einer Vortestung unterzogen).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Der Beurteilungsschlüssel wird neben detaillierten Informationen zu Prüfungsablauf und -beurteilung rechtzeitig zur Prüfungsvorbereitung im Rahmen der Vorlesung nähere Erläuterung finden, wobei aber jedenfalls keine anderen als die wohl geläufigen Rahmenbedingungen bzgl. online-mc-Prüfungen zur Anwendung gelangen werden.

Der Benotungsschlüssel gestaltet sich wie folgt (Intervall jeweils 6 Punkte): 50 – 45 Punkte: sehr gut (1); 44 – 39 Punkte: gut (2); 38 – 31 Punkte: befriedigend (3); 30 – 26 Punkte: genügend (4); 25 – 0 Punkte: nicht genügend (5) (50%-Regel!) Da im Rahmen von mc-Fragen je nach Anzahl der möglichen Antwortoptionen auch die Erzielung von Teilpunkten (Kommastellen…) möglich ist, wird bis zum erreichten Punktwert 0,4 auf den nächsttieferen ganzzahligen Punktwert (d.h. hier ohne Kommastelle) abgerundet und ab dem erreichten Punktwert 0,5 auf den nächsthöheren ganzzahligen Punktwert (d.h. hier ohne Kommastelle) aufgerundet.

Für die Prüfung sind die vorlesungsüblichen 90 Minuten Gesamtdauer vorgesehen, der Umfang der Prüfungsaufgaben ist für eine reine Bearbeitungszeit von 60 Minuten ausgelegt. Zur Prüfung selbst sind neben einem zuverlässigen elektronischen Eingabegerät und einer intakten Internetverbindung vor allem Geistesgegenwart und Zuversicht als unabdingbar vorzusehen.

Es ist während der Prüfung gestattet, als Hilfsmittel auf die prüfungsrelevanten Materialien der Vorlesung (Folien, Texte, Textauszüge, Ihre eigenen vorlesungsspezifischen Aufzeichnungen) zu Nachschlagezwecken zurückzugreifen (Prüfung im open-book-Format). Bedenken Sie aber bitte, dass die im Zweifelsfall zunächst nützlich anmutende Konsultation dieser Unterlagen sich recht rasch sehr zeitintensiv gestalten kann, was sich wiederum unter Umständen für die zeitgerechte Absolvierung der Prüfung insgesamt als nachteilig erweisen könnte. Eine eigenständige und möglichst rückversicherungsarme Prüfungsvorbereitung darf also anempfohlen werden. Der Einsatz weiterer als der hier genannten Hilfsmittel ist zur Prüfungsdurchführung explizit weder erforderlich noch auch gestattet. Studierende, die für die Teilnahme an der Vorlesung und/oder an der Prüfung nachweislich besondere Unterstützung benötigen, werden gebeten, sich rechtzeitig bei der LV-Leitung zu melden!

Prüfungsstoff

Prüfungsrelevant sind – wie in einer Vorlesung üblich – die Inhalte des Vortrages und jene Quellen (Zitate, Textauszüge, Präsentationsfolien sowie in der Vorlesung ausdrücklich als prüfungsrelevant gekennzeichnete und sparsam wie sorgfältig ausgewählte Basisliteratur), die in der Vorlesung herangezogen und die via Moodle im Anschluss an die jeweilige Vorlesungseinheit (d.i. in der Regel am jeweiligen Folgetag) zugänglich gemacht werden. Die Moderation eines vorlesungsbegleitenden Diskussionsforums oder sonstiger zusätzlicher Content-Generatoren ist schon aus administrativen Gründen nicht vorgesehen. Lesen Sie anstelle eine regen Beteiligung an etwaigen Forumsformaten lieber die zur Vertiefung der Vorlesungsinhalte empfohlene Basis- oder Erweiterungsliteratur, möglicherweise das eine oder andere ebenfalls empfohlene Buch, überarbeiten Sie Ihre Aufzeichnungen oder kommen Sie darüber miteinander ins Gespräch...

Literatur

Texte, Textauszüge oder vorlesungsspezifisches Präsentationsmaterial dienen in erster Linie zur mit- und nachvollziehenden Orientierung und Vertiefung entlang der dargelegten Inhalte und Argumentationsgänge und werden vorlesungsbegleitend eingesetzt und sukzessive auf Moodle bereitgestellt und ergänzt.

Die vortragsbegleitend zum Einsatz gelangende Präsentation fungiert hierbei schwerpunktmäßig als Unterstützung zur Vereinfachung und Strukturierung Ihrer eigenen Notizen und gedanklichen Vollzüge und beinhalten fallweise auch einfach Anregungen, Wegmarkierungen oder Illustrationen, die wiederum an Ihr geschätztes Interpretations- und Urteilsvermögen appellieren und also bitte eine Rezeption mit Augenmaß erfordern, mithin also nicht lediglich als Gegenstand eines unreflektierten Gedächtnistrainings zu Prüfungszwecken fehlzudeuten sind.

Obwohl es sich bei der Vorlesung ausdrücklich um keine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung handelt, sind Sie zu einem regelmäßigen und auch durchwegs aktiven Besuch der Vorlesung herzlich eingeladen! Eine Vorlesung bietet die hervorragende Möglichkeit, die jeweiligen Fähigkeiten der sukzessiven Gedankenverfertigung, -auslese und -dokumentation in Echtzeit zu kultivieren. Und im Bedarfsfall auch einen jedenfalls kontinuierlich eröffneten Raum für Fragen zu nutzen und – so gut es im Rahmen der institutionellen und organisatorischen Limitierungen hybrider Unterrichtsformate eben möglich ist – miteinander ins Gespräch zu kommen. Nutzen Sie also die Gelegenheit!

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 12.05.2023 00:27