Universität Wien FIND
Achtung: Derzeit finden keine Lehrveranstaltungen und Prüfungen an der Universität Wien statt, der Lehrbetrieb wird auf home-learning und e-Learning umgestellt. Bei ordnungsgemäßer Anmeldung zu einer Prüfung / Lehrveranstaltung gelten die in u:find bzw. Moodle kommunizierten geänderten Prüfungsmodi als akzeptiert. Weitere Informationen finden Sie hier.

490104 VO Beeinträchtigungen der kognitiven und motorischen Entwicklung und adaptierte u. didaktische Methoden (2020S)

3.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 49 - LehrerInnenbildung

An/Abmeldung

Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

1. Prüfungstermin:
FR 26.06.2020, 13.15-14.45 Uhr, Ort: Hörsaal 31, Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9, Universitätsring 1, 1010 Wien.
Anmeldungen sind von 29.05.2020, 10:00 Uhr bis 19.06.2020, 10:00 Uhr über u:find möglich.
Abmeldungen sind bis 24.06.2020 22:00 Uhr über u:find möglich.

Bitte beachten Sie, dass Sie OHNE Anmeldung nicht an der Prüfung teilnehmen können! Weitere Informationen diesbezüglich finden Sie unter: https://slw.univie.ac.at/studieren/studienorganisation/anmeldung-zu-lehrveranstaltungenpruefungen/

Freitag 06.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Freitag 20.03. 13:15 - 16:30 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Freitag 27.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Freitag 03.04. 13:15 - 16:30 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Freitag 08.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Freitag 15.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Freitag 29.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Freitag 19.06. 11:30 - 14:45 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Vorlesung beschäftigt sich mit dem Phänomen der Behinderung(en) im Bereich der kognitiven und motorischen Entwicklung mit Blick auf Möglichkeiten und Notwendigkeiten der Gestaltung, Entwicklung und Adaptation von inklusiven Lernumgebungen und didaktischen Methoden. Leitende Fragestellung wird dabei sein: Wie entstehen und wie verändern sich inklusive Einstellungen, Haltungen und Kompetenzen? Zu Beginn der Vorlesung wird auf das Phänomen Behinderung eingegangen. Dabei wird in eine integrale Betrachtungsweise in Anlehnung an unterschiedliche Modelle von Behinderung eingeführt, und die Implikationen einer solchen Beobachtungs- und Betrachtungsabhängigen Perspektive auf Einstellungen sowie auf die Gestaltung von Unterricht diskutiert. Ein weiteres Thema, das im Zentrum der Vorlesung stehen wird, ist die Bedeutung und der Zusammenhang epistemologischer sowie inter- und intrapersonaler Überzeugungen und handlungsleitender Annahmen über Lehren und Lernen mit Möglichkeiten und Selbstwirksamkeitsüberzeugungen von Lehrkräften auf Bedingungen von Komplexität und Heterogenität situativ Antwort geben zu können. Dazu werden Theorie- und Praxisansätze transformativen Lernens vorgestellt und gemeinsam Paradoxien, Widersprüche und Dilemmata (inklusiven) Unterrichts diskutiert und reflektiert. Vor diesen Hintergrundfolien erfolgt immer wieder ein Rückbezug und Reflexion auf praktische Fragen der Gestaltung und Adaption von Unterricht. Im Laufe des Semesters werden zudem mehrere Gastvortragende eingeladen, welche aus der Perspektive von Betroffenen, Angehörigen, Lehrer*innen, Schulleiter*innen und Praktiker*innen Einblick in unterschiedliche Facetten und Ebenen der Auseinandersetzung mit der Gestaltung und der Bedeutung inklusiven Unterrichts geben werden. Die Vorlesung folgt über weiten Strecken dem didaktischen Prinzip des „Inverted Classrooms“, d.h. Prüfungsstoff sind die weiter unten angeführten Texte, während in den Vorlesungseinheiten neben kurzen Inputs vor allem die Diskussion der Fragen der Studierenden und Überlegungen hinsichtlich der Übertragung (theoretischer) Inhalte auf die Gestaltung der eigenen Unterrichtspraxis im Mittelpunkt stehen. Ein genauer Semesterplan mit Terminübersicht wird in der ersten Einheit präsentiert.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Prüfung am Ende der Lehrveranstaltung. Im Laufe des Semesters wird es die Möglichkeit geben im Rahmen freiwilliger Teilleistungen Zusatzpunkte auf die Prüfung anrechnen zu können.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Im Rahmen der Prüfung müssen von 100 möglichen Punkten mindestens 60 Punkte für eine positive Beurteilung erreicht werden. Die Prüfung wird aus zwei Teilen bestehen. Einem Multiple Choice Teil mit 10 Fragen (à 5 Punkten) sowie einem qualitativen Teil. Dieser besteht aus drei offenen Fragen die auf Verständnis und argumentative Schlüssigkeit abzielen (à 10 Punkte), sowie einer Frage, in welcher eine Unterrichtsplanung darzulegen ist, die aufzeigt wie ein konkretes didaktisches Prinzip für die Gestaltung einer inklusiven Unterrichtssituation verwendet wird (20 Punkte).
Überdies können im Laufe des Semesters im Rahmen freiwilliger Teilleistungen bis zu 30 Punkte erreicht werden, und zwar für:

- Das anonyme Ausfüllen eines Online Fragebogens zu Beginn und zum Ende der Vorlesung über epistemologische Lern- und Lehrverständnisse jeweils 5 Punkte.
- Das Ausfüllen eines kritischen Ereignisfragebogens mit dem Ziel der Reflexion der Vorlesungseinheit nach jeder Einheit (2 Punkte pro Fragebogen max. 10 Zusatzpunkte).
- Der Entwicklung von Multiple Choice Fragestellungen – für Fragen die als geeignet empfunden werden, werden jeweils 5 Punkte vergeben. Maximal können hier 10 Zusatzpunkte erreicht werden.
Der Notenschlüssel sieht wie folgt aus:
100 % - 90 % Sehr Gut
89 % - 80 % Gut
79 % – 70 % Befriedigend
69 % - 60 % Genügend
0 % - 59 % Nicht Genügend

Prüfungsstoff

Prüfungsstoff sind vor allem die unten angeführten Texte, sowie die Power Point Folien der Lehrveranstaltung. Beides wird auf Moodle zur Verfügung gestellt.

Literatur

Exakter Prüfungsstoff kann noch variieren und wird sowohl in Moodle als auch hier fallweise ergänzt.

Goodley, D., & Runswick-Cole, K. (2012). Reading Rosie: The postmodern disabled child. Educational and child psychology, 29(2), 51-64.

Florian, L., & Black‐Hawkins, K. (2011). Exploring inclusive pedagogy. British Educational Research Journal, 37(5), 813-828.

Fransson, G. & Grannäs, J. (2013) Dilemmatic spaces in educational contexts – towards a conceptual framework for dilemmas in teachers work, Teachers and Teaching, 19:1, 4-17,

Koenig, Oliver (2017): Inklusion in die Welt bringen. In. Kruschel, Robert (ed.): Menschenrechtsbasierte Bildung Inklusive und Demokratische Lern- und Erfahrungswelten im Fokus. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 107-122.

Mäkinen, M. (2013). Becoming engaged in inclusive practices: Narrative reflections on teaching as descriptors of teachers' work engagement. Teaching and Teacher Education, 35, 51-61.

McKay, L (2016). Beginning teachers and inclusive education: frustrations, dilemmas and growth, International Journal of Inclusive Education, 20:4, 383-396,

Sheehy, K. (2017). Ethics, Epistemologies, and Inclusive Pedagogy. In Ethics, Equity, and Inclusive Education (pp. 59-78). Emerald Publishing Limited.

Ausgewähltes Kapitel aus Danforth, S. (2017): Becoming a great Inclusive Educator. New York. Peter Lang

Ausgewähltes Kapitel aus Mitchell, D. (2014): What Really Works in Special and Inclusive Education: Using evidence-based teaching strategies. New York: Routledge.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 24.02.2020 09:09