Universität Wien FIND

Kehren Sie für das Sommersemester 2022 nach Wien zurück. Wir planen Lehre überwiegend vor Ort, um den persönlichen Austausch zu fördern. Digitale und gemischte Lehrveranstaltungen haben wir für Sie in u:find gekennzeichnet.

Es kann COVID-19-bedingt kurzfristig zu Änderungen kommen (z.B. einzelne Termine digital). Informieren Sie sich laufend in u:find und checken Sie regelmäßig Ihre E-Mails.

Lesen Sie bitte die Informationen auf https://studieren.univie.ac.at/info.

490153 PS Menschenrechte und (Inter-)Religiöse Bildung (2017S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 49 - Lehrer*innenbildung
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
KPH

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Zur Zeit sind keine Termine bekannt.

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Seit den 1960er Jahren haben sich die Menschenrechte in der ganzen Welt als zentraler Referenzpunkt für weltanschauliche Debatten etabliert. So hat zum Beispiel Samuel Moyn in seinem Buch ‚The Last Utopia – Human Rights in History’ jüngst die Meinung vertreten, dass Menschenrechte die letzte Option darstellen, in der Gegenwart weiterhin Utopien zu formulieren.

In diesem Sinne, sind in den letzten Jahren vielfältige akademische Publikationen veröffentlicht worden, welche sich mit der Frage der empirischen Beziehung zwischen Menschenrechten und Religionen bzw. interreligiöser Bildung auseinandersetzen. Autorinnen und Autoren wie Heiner Bielefeldt, Hans-Georg Ziebertz oder Hans Joas stellen sich die Frage, welche Rolle Menschenrechte in Bildungsprozessen spielen und welche Rolle sie spielen SOLLTEN.

Das hier angekündigte Seminar wird sich auf die jüngere Geschichte der Menschenrechte seit der Formulierung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Dezember 1948 und den Veränderungen im Menschenrechtsdiskurs seit den 1960er Jahren konzentrieren. Anhand ausgewählter Texte und Fallbeispiele werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber diskutieren, wie Religionen, interreligiöse Bildung und Menschenrechte aufeinander bezogen werden (können) und welche Konsequenzen dies für die Konstruktion von Weltbildern hat.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Benotung basiert auf drei Säulen:
(a) Aktive Teilnahme an den Seminarsitzungen
(b) Kurzreferate mit ausgearbeiteten Thesenpapieren (ca. 2000 Wörter)
(c) Abschlusstest

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Das Kurzreferat (mit Thesenpapier) soll die zentralen Aussagen des Kurzreferats im Rahmen des gesamten Seminars verorten und darstellen.

Literatur

Bielefeldt. Heiner, Auslaufmodell Menschenwürde?, - Warum sie in Frage steht und warum wir sie verteidigen müssen -, Freiburg i. Brg. / Basel / Wien 2011.

Fritzsche, K. Peter, Menschenrechte, - Eine Einführung mit Dokumenten -, Paderborn / München / Wien 22009.

Joas, Hans, Sind Menschenrechte westlich? München 2015.

Moyn, Samuel, The Last Utopia, - Human Rights in History -, Cambridge / London 2010.

Ven, Johannes A. van der / Ziebertz, Hans-Georg (Hg.), Human Rights and the Impact of Religion, Leiden / Boston 2013 (Empirical Research in Religion and Human Rights).

Witte, John, Jr. / Green, M. Christain (Hg.), Religion and Human Rights, - An Introduction -, Oxford / New York 2012.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 13:54