Universität Wien FIND

Bedingt durch die COVID-19-Pandemie können kurzfristige Änderungen bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen (z.B. Absage von Vor-Ort-Lehre und Umstellung auf Online-Prüfungen) erforderlich sein. Melden Sie sich für Lehrveranstaltungen/Prüfungen über u:space an, informieren Sie sich über den aktuellen Stand auf u:find und auf der Lernplattform moodle. ACHTUNG: Lehrveranstaltungen, bei denen zumindest eine Einheit vor Ort stattfindet, werden in u:find momentan mit "vor Ort" gekennzeichnet.

Regelungen zum Lehrbetrieb vor Ort inkl. Eintrittstests finden Sie unter https://studieren.univie.ac.at/info.

490211 PS Lebenswelten (2019S)

Bildung diversifizieren - Diversifying Education

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 49 - Lehrer*innenbildung
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 11.03. 15:00 - 18:15 Prominentenzimmer Tiefparterre Hauptgebäude Hof 4
Montag 25.03. 15:00 - 18:15 Prominentenzimmer Tiefparterre Hauptgebäude Hof 4
Montag 08.04. 15:00 - 18:15 Prominentenzimmer Tiefparterre Hauptgebäude Hof 4
Montag 06.05. 15:00 - 18:15 Prominentenzimmer Tiefparterre Hauptgebäude Hof 4
Montag 20.05. 15:00 - 20:00 Prominentenzimmer Tiefparterre Hauptgebäude Hof 4
Montag 17.06. 15:00 - 18:15 Prominentenzimmer Tiefparterre Hauptgebäude Hof 4

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Schulklassen sind schon seit einiger Zeit sehr heterogen zusammengesetzt, gleichzeitig streben Lehrer_innen an, alle Schüler_innen gleich zu behandeln und wünschen sich Eltern, dass ihr Kind die gleichen Chancen wie andere Schüler_innen haben. Empirische wie theoretische Befunde weisen jedoch kontinuierlich auf verschiedene Ungleichheiten im Klassenzimmer hin, die „normale Schüler“ privilegieren. Die kritische Reflexion von Ungleichheiten sowie ein reflexiver Umgang mit Diversität und ‚Andersheit‘ stellen somit zentrale fachliche Aufgabenstellungen im Schulraum dar. Die Notwendigkeit der fachlichen Auseinandersetzung mit dem Thema im Sinne einer Reflexion sowohl gesellschaftlicher Stereotype und deren Wirkungsweise im organisationalen Rahmen als auch im Sinne einer Reflexion persönlicher Vorannahmen bezüglich spezifischer Differenzen wird jedoch häufig unterschätzt. Ebenso bleibt eine kritische Auseinandersetzung mit Schulpraxis als Normalisierungstechnik sowie mit dem Schulsystem als Förderung Privilegierter häufig aus. In der Lehrveranstaltung werden daher zentrale Fragen in punkto Bildung, (Chancen)Gleichheit und Diversität aufgeworfen und diskutiert:
Wie wird Normalität definiert und hergestellt wie Diversität? Von wem? Welche Rolle spielt Geschlecht im Klassenraum? Welche Rolle spielt Herkunft, sei es soziale, kulturelle oder nationale Herkunft? Welche kulturellen, religiösen oder Geschlechterstereotypen und welche Rassismen reproduzieren Pädagog_innen ungewollt in ihrer Arbeit? Und wie kann ein professioneller Ansatz aussehen, der Diversität und Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern fördert?

Ziele der Lehrveranstaltung sind die Vermittlung von Grundlagen zu Geschlecht, Sexualität, Dis/Ability und Herkunft sowie eine Sensibilisierung für Ungleichheiten und den Umgang mit Differenz und Andersheit im Klassenraum. Darüber hinaus steht die Reflexion von Konzepten zu Anerkennung, Differenz und Diversität im Fokus.

Methoden:
Plenarvorträge der Lehrveranstaltungsleiter*in, Kleingruppenarbeiten, Diskussionen im Plenum, selbstständige Ausarbeitung eines Themas durch die Studierenden sowie dessen Präsentation im Seminar, Peer-Reviewing einer Seminararbeit

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Für die positive Beurteilung ist die Anwesenheit in mindestens 75% der Seminareinheiten, die aktive Mitarbeit im Seminar und Vorbereitung der Seminartexte, die Ausarbeitung und Präsentation eines Themas in einer Kleingruppe während des Semesters, ein Peer-Reviewing sowie die Abfassung einer Seminararbeit inklusive Reflexion gemäß den Vorgaben der Lehrveranstaltungsleitung Voraussetzung. Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Seminarleiter*in eine mündliche Reflexion der abgegebenen Seminararbeit vorsehen, die erfolgreich zu absolvieren ist.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Beurteilt wird nach einem Punktesystem. Insgesamt können 105 Punkte erreicht werden. Die Seminararbeit (inkl. allfälliger Reflexion) umfasst 60 Punkte, die Präsentation 30 Punkte. Mit begleitender Mitarbeit können bis zu 15 Punkte erreicht werden. Für eine positive Gesamtnote sind mindestens 40 Punkte zu erreichen

Prüfungsstoff

In der LV vermittelte Inhalte und Materialien, eigene Recherchen und Texte der Studierenden.

Literatur

Eine Literaturliste und Arbeitsmaterialien werden auf Moodle zur Verfügung gestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 13:39