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030094 VO The Chinese conception of human rights (2018W)

Hist. Background and present outlook

3.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 3 - Rechtswissenschaften

Registration/Deregistration

Details

max. 30 participants
Language: German

Examination dates

Lecturers

Classes

Die Vorlesung findet am Institut für China- und Südostasienforschung statt, Josefstädter Straße 20/24, 1080 Wien, Neubau im Hof.
Erstmals am Donnerstag 11.10., dann fortlaufend wöchentlich, jeweils von 11:00 - 12:30.

Die Registrierung für die Vorlesung ist ab dem 01.09.2018 über u:find möglich.

Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung zu einer Prüfung gesondert (in Absprache mit dem LV-Leiter) vorgenommen werden muss.


Information

Aims, contents and method of the course

In der Vorlesung werden die noch heute gültigen Wurzeln des chinesischen Menschenrechtsverständnisses an Hand der wichtigsten philosophischen Schulen aufgezeigt. Dabei wird sichtbar, wie historische Debatten über den Stellenwert des Rechts heute noch mit unverminderter Heftigkeit weitergeführt werden. Nach einem Rückblick auf die wichtigsten Strafrechtskodizes und einer Darstellung der gegenüber dem gesatzten Recht auf höhere Stufe stehenden konfuzianischen Ethik wird auf die Rezeption westlicher Rechtsfiguren in China eingegangen.

Ein weiterer Abschnitt ist dem Menschenrechtsverständnis bei Sun Yatsen und Mao Zedong gewidmet. Dabei werden auch die Erfahrungen der chinesischen Gesellschaft für Menschenrechte, ihr abruptes Ende und der Menschenrechtsschutz in den kommunistischen Basisgebieten erörtert.
Hinsichtlich der Zeit der chinesischen Volksrepublik werden folgende Schwerpunkte gesetzt:
1. Die Einflüsse dreier Rechtssysteme auf die chinesische Justiz: traditionelle Praxis aus den früheren Basisgebieten, das kontinentale und das Common Law System, die sowjetische Rechtslehre
2. Die Kritikphase der Zeit "Lasst 100 Blumen blühen und 100 Schulen miteinander wetteifern"
3. Die Auswirkungen der Antirechtsabweichler Kampagne und des Großen Sprungs vorwärts - Anerkennung der Menschenrechte bloß als klassengebundene Rechte
4. Die rechtsnihilistische Situation während der Kulturrevolution
5. Neue Bewertungen der Menschenrechte unter Deng Xiaoping
6. Die Novellierung der chinesischen Verfassung bis zur Verankerung in der Verfassung
7. Die Menschenrechtsforschung anhand der Weißbücher, der Forschungseinrichtungen und der Doktrin
8. Legistische Fortschritte und Mitarbeit in den Vereinten Nationen
9. Die Auseinandersetzung mit Dissidenten und Oppositionellen:
a. Die Ereignisse am Platz des Himmlischen Friedens
b. Liu Xiaobo und die Charta 08
c. Ai Weiwei
10. Die Parteilinie und die Praxis - Die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Der Tod Sun Zhigangs und andere Fälle und deren Auswirkungen
11. Versuch einer Perspektive
12. Menschenrechte und der chinesische Traum Xi Jinpings

Assessment and permitted materials

Die Bewertung erfolgt über Mitarbeit und eine mündliche Prüfung, wobei die Kandidaten die erste Frage selbst vorbereiten können. Prüfungsstoff sind der Inhalt der Vorlesung und im Zuge der Lehrveranstaltung ausgeteilte Texte. (Hilfsmittel dürfen bei der Prüfung nicht verwendet werden.)

Minimum requirements and assessment criteria

Verständnis für die chinesische Menschenrechtskonzeption

Examination topics

Vortrag, Diskussion, Zeitzeugen

Reading list

Wird vom Vortragenden umfangreich kostenlos angeboten.

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Last modified: Tu 17.12.2019 13:47