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070093 UE Methodological Workshop - Maly Trostenec (2021S)

Ways of Remembering a Nazi Extermination Site in the East, in Contemporary Historical Perspective

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Continuous assessment of course work
REMOTE

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Details

max. 25 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

2.3. (Vorbesprechung) 9-11,
Block-Sitzungen am 9.3., 13.4., 5.5., 1.6.2021 jeweils 9-13 Uhr

Tuesday 02.03. 09:00 - 11:00 Digital
Tuesday 09.03. 09:00 - 13:00 Digital
Tuesday 13.04. 09:00 - 13:00 Digital
Tuesday 04.05. 09:00 - 13:00 Digital
Tuesday 01.06. 09:00 - 13:00 Digital

Information

Aims, contents and method of the course

Maly Trostinec, ein Ort nahe Minsk, war eine der größten Vernichtungsstätten des nationalsozialistischen Deutschen Reichs. 1942 wurden hier 60.000 Menschen sofort nach ihrer Ankunft mit Gaswagen oder per Schusswaffe ermordet. Unter den Opfern befanden sich ca. 9700 jüdische ÖsterreicherInnen. Das DÖW hat dem Thema sein Jahrbuch 2019 gewidmet (link: https://www.doew.at/erforschen/publikationen/gesamtverzeichnis/jahrbuch/jahrbuch-2019-deportation-und-vernichtung-maly-trostinec )
Am 28. November 1941 ging der erste Deportationszug vom Wiener Aspangbahnhof ins Ghetto Minsk und schließlich zum Vernichtungsort Maly Trostinec ab. Es folgten mindestens zehn weitere Deportationszüge. Es gab jedoch für jüdische WienerInnen auch andere Wege nach Maly Trostenec, einige wurden über Zwischenaufenthalte (vor allem Theresienstadt) nach dorthin verschleppt und dann ermordet. Bekannt sind bisher 17 Überlebende aus Wien.
In Maly Trostenec wurden auch sowjetische Kriegsgefangene, PartisanInnen, politische Häftlinge und weißrussische Zivilisten ermordet. Die vorliegende Projektidee befasst sich schwerpunktmäßig jedoch mit den Wiener Jüdinnen und Juden und fragt nach den Wegen, die diese in den Vernichtungsort Maly Trostenec zurücklegen mussten. Diese Wege zu visualisieren und damit das Gedenken zu ermöglichen, ist Ziel des Seminars.

Das Seminar ist Teil einer internationalen Kooperation zur Erinnerungskultur des Gedenkortes Maly Trostenec. Studierende aus Minsk, Osnabrück und Wien erarbeiten mit Unterstützung von Fachleuten einen virtuellen Rundgang durch die Gedenkanlage Trostenec, der eine reflexive und multiperspektivische Auseinandersetzung mit dem Ort im transnationalen Kontext ermöglicht. Durch eine (bereits entwickelte) App können sich junge Menschen die Geschichte des Gedenk- und Vernichtungsorts selbständig erschließen. Es ist Ziel des Seminars, Textblöcke für die App sowie Texte für sogenannte Storyboards (zB filmische Kurzbiographien) zu erstellen, die den Weg in die Vernichtung aus Wien visualisieren sollen.

In der Lehrveranstaltung, die in Kooperation mit der zeitgeschichtlichen Archäologie, Prof. Claudia Theune und einer dortigen Lehrveranstaltung abgehalten werden wird, sollen anhand des gewählten Themas die grundlegenden Prinzipien der wissenschaftlichen Arbeitsweisen und Methoden der Geschichtswissenschaft im Bereich der Zeitgeschichte erlernt werden, und diese im Medium "App" bzw. "Storyboard" umgesetzt werden, wobei Literatur- und Quellenrecherche schlüssig präsentiert und belegt werden müssen. Regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit sind Teil der Leistung.

Assessment and permitted materials

Regelmäßige Teilnahme, aktive Gestaltung der Diskussionen, Projektarbeit an App oder storyboard/ Präsentation, Verschriftlichung

Minimum requirements and assessment criteria

Anforderungen:
Teilnahme und mündliche Mitarbeit, Vorbereitung der Seminarlektüre, Gruppenarbeit mit Präsentation, Verschriftlichung, Erstellung der App oder storyboard Texte

Beurteilungsmaßstab:
Geübt werden das Übersetzen historischer Texte zur NS-Herrschaft in Wien in multimediale Präsentationsformen (App, Storyboard); thematisch geht es um die Holocaust und NS-Herrschaft in ihren Auswirkungen auf die jüdischen BürgerInnen Wiens, ihre Entrechtung, Beraubung und Deportation, sowie ihr Weg in die Vernichtungsorte (bes. Maly Trostenec) .

Examination topics

Siehe oben.

Reading list


Association in the course directory

AER: Zeitgeschichte, Historisch-Kulturwissenschaftliche Europaforschung.
MA Geschichte (Version 2014): PM2 Einführung in den Forschungsprozess. Design und Methoden, AR Methodenworkshop (3 ECTS).
MA Geschichte (Version 2019): PM2 und PM3 Durchführung eines selbstständigen Forschungsprozesses, UE Methodenworkshop (5 ECTS).
Interdisziplinäres MA Zeitgeschichte und Medien (Version 2016): M2a Einführung in den Forschungsprozess. Design und Methoden, AR Methodenworkshop (3 ECTS).
Interdisziplinäres MA Zeitgeschichte und Medien (Version 2019): M2a Einführung in den Forschungsprozess und Methoden I, UE Methodenworkshop (5 ECTS) / M3b Praktische Forschung und Darstellung II, UE Methodenworkshop (5 ECTS), aber nur zu einer anderen Methode als im M2a.

Last modified: We 21.04.2021 11:26