Universität Wien

070211 VU Historical Culture and Politics of History (2025S)

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

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Details

max. 60 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

  • Tuesday 04.03. 18:30 - 20:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Tuesday 11.03. 18:30 - 20:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Tuesday 18.03. 18:30 - 20:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Tuesday 25.03. 18:30 - 20:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Tuesday 01.04. 18:30 - 20:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Tuesday 08.04. 18:30 - 20:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Tuesday 29.04. 18:30 - 20:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Tuesday 06.05. 18:30 - 20:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Tuesday 13.05. 18:30 - 20:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Tuesday 20.05. 18:30 - 20:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Tuesday 27.05. 18:30 - 20:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Tuesday 03.06. 18:30 - 20:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Tuesday 10.06. 18:30 - 20:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Tuesday 17.06. 18:30 - 20:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Tuesday 24.06. 18:30 - 20:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1

Information

Aims, contents and method of the course

Thema dieser VÜ ist der politische Gebrauch von Geschichte und der Umgang damit im Unterricht. "Geschichtskultur" erfasst die in einer bestimmten Zeit etablierten Bezugspunkte einer Gesellschaft auf bestimmte Episoden ihrer Vergangenheit. In der VÜ wollen wir die Eignung des Begriffs "Geschichtspolitik" diskutieren, den Wandel vorherrschender Geschichtsauffassungen zu erfassen. Er hebt die Handlungsstrategien (agency) kollektiver Akteure hervor, bezeichnet also die gezielte Verwendung bestimmter Vergegenwärtigungen der Vergangenheit. Der Zugang über "Geschichtspolitik" richtet den Focus darauf, welche Teile der Vergangenheit von welchen Akteuren auf welche Weise aktiv in die Gegenwart geholt werden. Wie kann im Geschichtsunterricht sinnvoll mit Geschichtspolitik umgegangen werden? Allein bewusst zu machen, dass bestimmte Geschichtsauffassungen hegemonial - so "selbstverständlich", dass sie nicht hinterfragt werden - gemacht werden, trägt zu einem kritischen Bewusstsein bei. In diesem Sinne sollen emanzipatorische Potenziale mobilisiert werden. Denn wer überlegt, welche Akteure welche Geschichtsauffassungen in das Licht der Öffentlichkeit bringen, ist sich auch jener Teile der Vergangenheit bewusst, die gerade nicht im Rampenlicht stehen. In einer globalgeschichtlichen Perspektive werden Themen und Debatten österreichischer Geschichtspolitiken als Teil globaler Bewegungen analysiert. Welchen Beitrag kann ein globalgeschichtlicher Zugang zum Thema Geschichtskultur/Geschichtspolitik im Unterricht bringen? Insgesamt sollen spezifisch globalgeschichtliche Antworten auf Herausforderungen von Geschichtspolitik im Unterricht erarbeitet werden.

Praktische Übungen
Die LV-Teilnehmer/innen analysieren anhand historischer Ausstellungen, Denkmäler, öffentlicher Debatten und verschiedener Textsorten, welche Bestandteile geschichtspolitischer Erzählungen sie darin vorfinden. Sie versuchen, geschichtspolitische Akteure und ihre Strategien zu identifizieren. Zusammen versuchen wir auch, mögliche schulische Vermittlungsformen für das Erkennen von Zusammenhängen zwischen Geschichte und Politik zu erarbeiten.

Assessment and permitted materials

Die LV-TN erbringen in Gruppen 3 schriftliche Teilleistungen (Literaturzusammenfassungen, Museumsanalysen, Analyse geschichtspolitischer Debatten) und präsentieren sie. Bei der abschließenden Prüfung (24.6.) werden 6-7 schriftlich vor Ort zu beantwortende Fragen gestellt, deren Beantwortung die schöpferische Aneignung des Lehrstoffs demonstrieren soll.

Minimum requirements and assessment criteria

Schriftliche Teilleistungen: je 10%, Mitarbeit 20%, Abschlussprüfung 50%. Um die LV positiv abzuschließen, muss die abschließende Prüfung positiv bestanden werden.

Examination topics

In der LV (Einführung) präsentierte Inhalte plus angegebene Literatur.

Reading list

Lagrou Pieter, Europa als Ort gemeinsamer Erinnerungen? Opferstatus Identität und Emanzipation von der Vergangenheit, in: Étienne François et al. (Hg.), Geschichtspolitik in Europa seit 1989. Deutschland, Frankreich und Polen im internationalen Vergleich, Göttingen 2013, 298-310.

Levy Daniel/Nathan Sznaider: Memory Unbound. The Holocaust and the Formation of Cosmopolitan Memory, in: European Journal of Social Theory 1/2002, 87-106.

Moses Dirk, Der Katechismus der Deutschen (2021), https://geschichtedergegenwart.ch/der-katechismus-der-deutschen/

Rüsen Jörn, Die fünf Dimensionen der Geschichtskultur, in: Jacqueline Nießer/Juliane Tomann (Hg.), Paderborn u.a. 2014, 46-57

Traverso Enzo, Gebrauchsanleitungen für die Vergangenheit. Geschichte, Erinnerung, Politik, Münster 2007.

Troebst Stefan: Geschichtspolitik, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 04.08.2014, https://www.zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/deliver/index/docId/590/file/docupedia_troebst_geschichtspolitik_v1_de_2014.pdf

Wentling Sonja P., The Long Shadow of World War II and the Holocaust—How the Politics of Memory are Shaping Public and Scholarly Narratives during the Israel-Hamas War, https://hdiplo.org/to/CII-3 | Website: rjissf.org

Association in the course directory

UF MA GP 02: VU Verteifung 2: Geschichtskulturelle Kompetenz (6 ECTS)

Last modified: Th 06.02.2025 14:25