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070223 KU Methods of Historical Research and Writing (2018W)

Die Geschichte der Kärntner Slowen_innen seit dem Zeitalter des Nationalismus

7.00 ECTS (3.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Continuous assessment of course work

Details

max. 25 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Die beiden letzten Termine im Semester (18.1. und 25.1.) finden bei Bedarf geblockt bis 14:15 statt.
Wenn Sie beim ersten Termin fehlen, ist eine Aufnahme in die LV nicht möglich und ein/e Studierende/r auf der Warteliste rückt nach.

Friday 12.10. 10:30 - 13:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Friday 19.10. 10:30 - 13:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Friday 09.11. 10:30 - 13:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Friday 16.11. 10:30 - 13:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Friday 23.11. 10:30 - 13:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Friday 30.11. 10:30 - 13:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Friday 07.12. 10:30 - 13:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Friday 14.12. 10:30 - 13:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Friday 11.01. 10:30 - 13:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Friday 18.01. 10:30 - 14:15 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Friday 25.01. 10:30 - 14:15 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27

Information

Aims, contents and method of the course

Der Kurs bietet eine Einführung in die geschichtswissenschaftlichen Arbeitstechniken und die Archivkunde am Beispiel des Spezialthemas der Geschichte der Kärntner Slowen_innen seit dem Zeitalter des Nationalismus. Der nationale Differenzierungsprozess in Österreich-Ungarn, das Reichsvolksschulgesetz von 1869, das den Kirchen die Aufsicht über das Grundschulwesen und somit auch die nationale und sprachliche "Indoktrination" entzog und auf neue Autoritäten verteilte sowie Konflikte rund um die, in der Habsburgermonarchie seit 1880 stattfindenden Volkszählungen sollen zuerst behandelt werden. Zudem werden die grundlegenden Konfliktlinien zwischen slowenischsprachigen und deutschsprachigen Kärntner_innen zum Thema gemacht: Der sog. "Kärntner Abwehrkampf" und das daraus resultierende Plebiszit über den Verbleib Kärntens (Zone A) bei Österreich im Jahr 1920; die schwierige Zwischenkriegszeit; die Deportation, Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der Kärntner Slowen_innen während des Zweiten Weltkrieges und der Widerstand der Kärntner Partisan_innen gegen den Nationalsozialismus. Außerdem werden die Auseinandersetzungen zu erinnerungskulturellen Praktiken, zum Minderheitenschulwesen und zur Umsetzung der Staatsvertragsbestimmungen v.a. in Bezug auf Amtssprache und topographische Kennzeichnungen (Ortstafelkonflikt) nach 1945 im Kurs behandelt. Die Existenz der slowenischen Volksgruppe auf dem heutigen Staatsgebiet der II. Republik verweist auf das Erbe des multiethnischen habsburgischen Reiches. Die Kärntner Slowen_innen verdeutlichen zudem die Verflechtung und Verwobenheit Österreichs mit seinen Nachbarstaaten über die Zeit der Donaumonarchie hinaus und erlauben es, eine die Grenzen Österreichs überschreitende Geschichte zu erzählen.

Anhand des Rahmenthemas erlernen und üben Sie:
- Formulierung einer geschichtswissenschaftlichen Fragestellung
- Wissenschaftliches Recherchieren von Informationen und systematisches Bibliographieren
- Lesen und Aufbereitung wissenschaftlicher Texte
- Umgang mit historischen Quellen
- Schreiben unterschiedlicher wissenschaftlicher Textsorten (Rezensionen, Abstracts, Thesenpapiere, Kursarbeiten)
- Selbstständige Erarbeitung von Forschungsfragen
- Abfassung einer schriftlichen Arbeit (Zitierregeln, etc.)
- Mündliches Präsentieren von Forschungsergebnissen
- Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis (Plagiat)
- Recherche im Internet

Ziel der Lehrveranstaltung
Die LV soll mit den Grundlagen wissenschaftlicher Arbeitstechniken vertraut machen und zu selbständiger wissenschaftlicher Arbeit befähigen.
Weitere Informationen zu Zielen, Inhalten, Anforderungen und Methoden können Sie dem Studienplan-wiki entnehmen:
http://www.univie.ac.at/geschichte/studienplanwiki/index.php?title=Pflichtmodul_Wissenschaftliches_Denken_und_Arbeiten

Didaktische Vorgehensweise
Vortrag, gemeinsame Übungen, Präsentationen der Studierenden, Diskussionen, Exkursionen in Bibliotheken und ins Archiv, Arbeit mit Originalquellen und Onlineressourcen; Verwendung der E-Learning-Plattform Moodle für Kommunikation, Bereitstellung von Texten, Abgabe von Hausübungen sowie der Abschlussarbeit;
Wenn gewünscht, zusätzliche persönliche Besprechung der Kursarbeit nach Beendigung der LV

Assessment and permitted materials

Minimum requirements and assessment criteria

Tutorium (DissertantInnenraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte, Uni-Campus Hof 3/Raum 2N-O1-27)
Sie können im Tutorium z.B. Fragen zu den Hausübungen besprechen. Vertiefung und Übung des Erlernten; Möglichkeit die Korrekturen gemeinsam einzuarbeiten; Möglichkeit, die Rohfassungen der Abschlussarbeiten in einer größeren Gruppe zu besprechen; Sie müssen das begleitende Tutorium zweimal besucht haben, wobei die Teilnahme an der Besprechung der Rohfassung Ihrer Abschlussarbeit verpflichtend ist.

Die Gesamtnote ergibt sich zu gleichen Teilen aus der Beurteilung der einzelnen Teilleistungen:
Anwesenheit und aktive Mitarbeit (max. 2maliges entschuldigtes Fehlen, HÜs müssen trotzdem abgegeben werden), Teilnahme an den Exkursionen;
Hausübungen mit Feedback, Referate;
Schriftliche Arbeit im Umfang von ca. 25.000 Zeichen (mit Leerzeichen, ca. 9 Manuskriptseiten, 1 ½ facher Zeilenabstand und Schriftgröße 12pkt.; einschließlich Fußnoten, Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Bibliographie, ohne Grafiken und Abstract der Abschlussarbeit)
Die Hausübungen werden nach der LV auf der Lernplattform Moodle freigeschaltet. Sie haben dann bis zum darauffolgenden Mittwoch 12.00 Uhr Zeit die Aufgabe hochzuladen. Ein späteres Hochladen oder Abgabe via Mail ist nicht möglich. Eine nicht gelieferte schriftliche Übung verschlechtert den Notengrad um den Faktor 1; bei drei nicht gelieferten Hausübungen ist keine Benotung möglich. In der darauffolgenden Stunde werden die HÜs immer besprochen;

Geschichte Online
Die jeweiligen Module auf Geschichte Online sind verpflichtend für jeden Themenblock/jede LV zu absolvieren!
http://www.univie.ac.at/gonline/htdocs/site/browse.php

Examination topics

Reading list

Allgemeine Literatur:
• Umberto Eco, Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt. Doktor-, Diplom- und Magisterarbeiten in den Geistes- und Sozialwissenschaften, Wien 2010.
• Stefan Jordan, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft, Paderborn 32016.
• Wolfgang Schmale (Hg.), Schreib-Guide Geschichte. Schritt für Schritt wissenschaftliches Schreiben lernen, Wien 1999.
• Winfried Schulze, Einführung in die Neuere Geschichte, Wien et al. 52010.

Spezifische Literatur:
• Arbeitskreis gegen den Kärntner Konsens (Hg.), Friede, Freude, deutscher Eintopf. Rechte Mythen, NS-Verharmlosung und antifaschistischer Protest, Wien 2011.
• Tina Bahovec Teodor Domej (Hgg.), Das Österreichisch-Italienisch-Slovenische Dreiländereck. Ursachen und Folgen der nationalstaatlichen Dreiteilung einer Region, Klagenfurt/Ljubljana/Wien 2006.
• Gerhard Baumgartner, 6 x Österreich. Geschichte und aktuelle Situation der Volksgruppen in Österreich, Klagenfurt/Celovec 1995.
• Rudolf de Cillia Ruth Wodak, Ist Österreich ein "deutsches" Land? Sprachenpolitik und Identität in der Zweiten Republik, Innsbruck/Wien/Bozen 2006.
• Tom Gullberg, State, Territory and Identity: The Principle of National Self-Determination, the Question of Territorial Sovereignty in Carinthia and other Post-Habsburg Territories after the First World War, Åbo 2000.
• Matjaž Klemencic Vladimir Klemencic, Die Kärntner Slowenen und die Zweite Republik. Zwischen Assimilierungsdruck und dem Einsatz für die Umsetzung der Minderheitenrechte, Klagenfurt/Ljubljana/Wien 2010.
• Robert Knight, Slavs in Post-Nazi Austria: Carinthian Slovenes and the Politics of Assimilation, 1945-1960, Bloomsbury 2017.
• Marjan Linasi, Die Kärntner Partisanen. Der antifaschistische Widerstand im zweisprachigen Kärnten unter Berücksichtigung des slowenischen und jugoslawischen Widerstandes, Klagenfurt/Laibach/Wien 2010.
• Andreas Moritsch (Hg.), Austria Slovenica. Die Kärntner Slovenen und die Nation Österreich/Koroški Slovenci in avstrijska nacija, Klagenfurt/Ljubljana/Wien 1996.
• Andreas Moritsch (Hg.), AlpenAdria. Zur Geschichte einer Region, Klagenfurt/Ljubljana/Wien 2001.
• Andreas Moritsch (Hg.), Vom Ethnos zur Nationalität. Der nationale Differenzierungsprozeß am Beispiel ausgewählter Orte in Kärnten und im Burgenland, München 1991.
• Martin Pandel Mirjam Polzer-Srienz Miroslav Polzer Reginald Vospernik (Hgg.), Ortstafelkonflikt in Kärnten - Krise oder Chance? Wien 2004.
• Katja Sturm-Schnabl Bojan-Ilija Schnabl (Hgg.), Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška. Von den Anfängen bis 1942, Wien 2016.
• Hellwig Valentin, Der Sonderfall. Kärntner Zeitgeschichte 1918-2004/08, Klagenfurt/Ljubljana/Wien 22009.

Weitere Literatur wird im Rahmen der LV besprochen. Teilweise finden Sie auch Texte auf der Lernplattform Moodle.

Association in the course directory

Last modified: Th 31.01.2019 11:27