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070257 PS BA-Proseminar - Technocracy replacing Democracy? The European Communities (2020S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

Details

max. 25 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Bitte beachten: Mittwoch 11.03. (statt 12.03., Dies academicus). Teilblöcke am 18. und 20.06. Keine Sitzungen am 23. u. 30.04., 14. u. 28.05., 04. und 25.06. Extra-Sprechstunden für Feedback am 23. u. 30.04. u. 18.06.
HINWEIS: Zu dieser Lehrveranstaltung passt gut 070056 "Projets d’unification européenne: sources et historiographie en langue française (XVIIe --- XXIe siècle)"

Thursday 05.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 30 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Wednesday 11.03. 18:30 - 20:00 Übungsraum Alte Geschichte Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 2
Thursday 19.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 30 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Thursday 26.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 30 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Thursday 02.04. 16:45 - 18:15 Hörsaal 30 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Thursday 07.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 30 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Thursday 18.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal 30 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Thursday 18.06. 18:30 - 20:00 Hörsaal 30 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Saturday 20.06. 09:15 - 17:40 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10

Information

Aims, contents and method of the course

Ziele:
Sie haben nach einer weiteren geschichtswissenschaftlichen Arbeit eine vertiefte Übung in Recherchetechniken, in der Formulierung geschichtswissenschaftlicher Fragestellungen, in der Identifikation und methodischen Auswertung geeigneter Quellen und Fachliteratur, in der Identifikation und kritischen Analyse des aktuellen Forschungsstands, in der Entwicklung einer eigenen geschichtswissenschaftlichen Argumentation, im wissenschaftlichem Schreiben und Zitieren.

Inhalte:
Überblick über die Geschichte der Europäischen Gemeinschaften in demokratiegeschichtlicher Perspektive.
Kenntnis grundlegender Quellen und der Quellenkunde in diesem Themenfeld.
Genauere Kenntnisse in einem ausgewählten Teilgebiet.
- Die Europäische Union ist aus den Europäischen Gemeinschaften hervorgegangen: der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, vor 70 Jahren mit dem Schuman-Plan angestoßen, sowie der Europäischen Wirtschafts- und der Europäischen Atomgemeinschaft, nur wenige Jahre später gegründet. Von EGKS, EWG und Euratom hat die EU auch ihre technokratischen Züge. In der Tat setzten die Gründungsväter der Europäischen Gemeinschaften auf Experten, die in der Tradition des „technokratischen Internationalismus“ aus der Zwischenkriegszeit technische, "sachliche", möglichst "unpolitische" Lösungen für staatenübergreifende Wirtschaftsprobleme finden sollten. Zu den zivilgesellschaftlichen Europa-Bewegungen hielten die Gemeinschaftsgründer Abstand. Auch eine parlamentarische Vertretung kam im Schuman-Plan nicht vor und wurde erst bei den Gründungsverhandlungen hinein reklamiert. In der Kohle- und Stahlgemeinschaft lag die Gesetzgebungsbefugnis sogar noch weitgehend bei einem technokratischen Organ, der Hohen Behörde, und nicht, wie bei EWG und Euratom, beim Rat, also der Vertretung der Regierungen der Mitgliedsstaaten. Erst seit 1979 wird das Europäische Parlament direkt gewählt. Erst seit Gründung der EU 1993 hat das Parlament neben dem Rat ein Mitentscheidungsrecht, und erst, seitdem 2009 der Lissabonner Vertrag in Kraft trat, ist die Mitentscheidung des Parlaments Teil des normalen EU-Gesetzgebungsverfahrens.
Die Kluft zwischen Europäischen Gemeinschaften und zivilgesellschaftlichen Europa-Bewegungen bleibt; ebenso die Klage über ein EU-„Demokratiedefizit“, das sich zwar stark verringert hat, es den Regierungen der Mitgliedsstaaten allerdings erlaubt, in Brüssel zum Teil freier von parlamentarischer Einflussnahme entscheiden zu können als zuhause.
In diesem Proseminar gehen wir der historischen Herkunft des EU-Demokratiedefizits nach, fragen nach seinen Gründen und seinem Verlauf. Umgekehrt fragen wir danach, wie sich die Rolle von Zivilgesellschaft und Parlamenten auf Gemeinschafts- wie auf Mitgliedsstaatsebene in europäischen Fragen entwickelt und zum Teil stark ausgeweitet hat.

Methode:
Schriftliche Aufgaben mit Feedback. Begleitete Entwicklung einer individuellen Forschungsfrage und schriftlichen Arbeit. Diskussion, Gruppenarbeit, Präsentationen, Peer review.

Assessment and permitted materials

Siehe unten.

Minimum requirements and assessment criteria

Anwesenheitspflicht (Teilblöcke verpflichtend, ansonsten höchstens zwei Fehlstunden).
Englische Lesekenntnisse erforderlich, weitere Fremdsprachenkenntnisse erwünscht (insbes. Französisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch).
Drei kleine schriftliche Aufgaben zu gemeinsamer Lektüre: bis 11., 19. bzw. 26. März, je 5%.
Forschungsfrage und kommentierte Bibliographie: bis 29. April, 10%.
Erstfassung der Proseminararbeit: bis 14. Juni, 20%.
Peer review der Erstfassung jemandes anderen: bis 16. Juni, 5%.
Präsentation nach verpflichtendem Feedbackgespräch: 18. bzw. 20. Juni, 10%.
Diskussionsbeteiligung: 10%.
Endfassung der Proseminararbeit: bis 15. Juli, 30%.
Rechtzeitige Abgabe aller Aufgaben.
Eine positive Gesamtbewertung setzt eine positive Absolvierung aller Aufgaben voraus (mit Ausnahme von zweien der ersten drei).
Alle auf Moodle hochzuladenden schriftlichen Teilleistungen werden mit der Plagiatssoftware "turnitin" geprüft.
Bedenken Sie, bitte, dass die 100 vorgesehenen Arbeitsstunden außerhalb des Lehrveranstaltungsbesuchs schon überwiegend während des Semester aufzuwenden sind.

Examination topics

Alle in der Lehrveranstaltung durchgenommenen Inhalte. Unterstützende Lernmaterialien befinden sich auf Moodle.

Reading list

Kiran Klaus Patel, Projekt Europa. Eine kritische Geschichte (München 2018). Weiteres auf Moodle.

Association in the course directory

BA Geschichte(2012): Zeitgeschichte
BEd UF Geschichte: Hist.-kulturwiss. Europaforschung

Last modified: Mo 07.09.2020 15:20