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070267 PS BA-Proseminar - History of the Austrian Development Policy (2020S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

Details

max. 25 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Thursday 05.03. 10:15 - 12:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Thursday 19.03. 10:15 - 12:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Thursday 26.03. 10:15 - 12:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Thursday 02.04. 10:15 - 12:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Thursday 23.04. 10:15 - 12:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Thursday 30.04. 10:15 - 12:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Thursday 07.05. 10:15 - 12:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Thursday 14.05. 10:15 - 12:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Thursday 28.05. 10:15 - 12:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Thursday 04.06. 10:15 - 12:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Thursday 18.06. 10:15 - 12:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Thursday 25.06. 10:15 - 12:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1

Information

Aims, contents and method of the course

Die “globalen 1960er Jahre” waren sowohl vom Kalten Krieg als auch von der intensivsten Phase der Dekolonisierung in Afrika und Asien geprägt. Während die westeuropäischen Mächte um die Kontrolle ihrer (ehemaligen) Kolonialreiche kämpften, positionierten sich die Vereinigten Staaten als Verfechter der Dekolonisierung. In mitten dieser globalen, multidimensionalen Macht- und Interessenkonflikte nahmen Österreich und Westdeutschland eine besondere Position ein, nicht nur aufgrund ihrer geopolitischen Stellung zwischen den beiden Supermächten, sondern auch weil sie nicht (bzw. im Falle Deutschlands seit dem Ende des Ersten Weltkriegs nicht mehr) zu den Kolonialmächten gehörten. Hinzu kam, dass beide aufgrund ihrer NS-Vergangenheit vor der schwierigen Herausforderung standen, wieder als gleichberechtigtes Mitglied im Staatensystem akzeptiert zu werden und damit vor allem in der Außenpolitik nur über einen eingeschränkten Handlungsspielraum verfügten. Wir werden uns vor diesem Hintergrund fragen, welche Rolle die Entwicklungspolitik in der österreichischen Außenpolitik spielte: Wann und wie entstand das Feld der Entwicklungspolitik in Österreich? Was waren die Argumente und Beweggründe der Für- und Gegensprecher*innen? Welche Rolle spielten staatliche und nichtsstaatliche Akteure (NGOs)? Wo engagierten sich letztlich Österreicher*innen, über welche Projekte? Was zeichnet die Geschichte der österreichischen Entwicklungspolitik im internationalen Kontext aus? Behandelt werden diese Fragen zum einen auf der Basis der einschlägigen Sekundärliteratur, zum anderen durch Expert*innen-Interviews und Archivrecherchen (unter anderem im Bruno-Kreisky-Archiv und mithilfe der digitalen Plattform „Archive des Helfens/ArchE“).

Assessment and permitted materials

Wöchentliche Lektüre (teilweise auf Englisch), Lesenachweise, Teilnahme an Seminardiskussion, Exposé der Proseminarsarbeit, mündliche Präsentation der Proseminarsarbeit, Diskussion eines Partnerexposés, Proseminarsarbeit

Minimum requirements and assessment criteria

60% Proseminarsarbeit, 40% im Seminarverlauf erbrachte Leistungen

Examination topics

s. "Art der Leistungskontrolle"

Reading list

Literatur und Quellen (Auswahl):
ArchE, Archive des Helfens, Digitalarchiv zur Geschichte der österreichischen Entwicklungshilfe bzw. Entwicklungszusammenarbeit (EH bzw. EZA), URL: https://archeza.univie.ac.at/
Hödl, Gerald, Österreich und die Dritte Welt. Außen- und Entwicklungspolitik der Zweiten Republik bis zum EU-Beitritt 1995, Wien 2004.
Hödl, Gerald, Es tut mir nicht leid, dass ich's gemacht hab. Eine Oral History der österreichischen Entwicklungshilfe. In: Journal für Entwicklungspolitik 26/3 2010, S. 95-118.
Jäggle, Martin, Entwicklungspolitik der Katholischen Kirche in Österreich, in: Andreas Khol/Alfred Stirnemann (Hg.), Österreichisches Jahrbuch für Politik 1980, Wien–München 1981, 339–360.
Profant, Tomáš, New donors on the postcolonial crossroads: Eartern Europe and Western Aid, New York, Routledge, 2019.
Rempe, Martin, Ambivalenzen allerorten. Neue Forschungsn zur Geschichte der Entwicklungszusammenarbeit, in: Archiv für Sozialgeschichte 58(2018), 331-352.
Rybak, Jan, Eine sehr besondere Revolution, die ich kennenlernen wollte: die österreichische Nicaragua-Solidaritätsbewegung 1979-1990, Wiener Verlag für Sozialforschung 2015.
Schicho, Walter, Brüderliche Gemeinschaft und Internationale Solidarität: Die Anfänge einer österreichischen Entwicklungshilfe(EH), Beitrag zur Plattform „Archive des Helfens“, URL:https://archeza.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/p_archeza/Eigene_Texte/Schicho_2017_Bruederliche_Gemeinschaft_und_Internationale_Solidaritaet.pdf
Unfried, Berthold / Himmelstoss, Eva (Hg.), Die eine Welt schaffen: Praktiken von „Internationaler Solidarität“ und „Internationaler Entwicklung“, Leipzig 2012
Vivekanandan B., Global visions of Olof Palme, Bruno Kreisky and Willy Brandt. International Peace and Security, Co-operation, and Development, Palgrave 2016.

Association in the course directory

BA Geschichte (Version 2012): Zeitgeschichte (5 ECTS).
BA Geschichte (Version 2019): M6 Historische Arbeiten, PS Proseminar (5 ECTS).
BEd UF GSP: UF GSP 04 Österreichische Geschichte II, Globalgeschichte (5 ECTS).
Interdisziplinäres MA Zeitgeschichte und Medien (Version 2016): M2a Einführung in den Forschungsprozess. Design und Methoden 1, PS Proseminar aus Zeitgeschichte (5 ECTS).

Last modified: Mo 07.09.2020 15:20