Universität Wien FIND

Return to Vienna for the summer semester of 2022. We are planning to hold courses mainly on site to enable the personal exchange between you, your teachers and fellow students. We have labelled digital and mixed courses in u:find accordingly.

Due to COVID-19, there might be changes at short notice (e.g. individual classes in a digital format). Obtain information about the current status on u:find and check your e-mails regularly.

Please read the information on https://studieren.univie.ac.at/en/info.

090069 UE Dimensions of Southeast European Cultural History: Themes, Theories, Methods (2014S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 9 - Altertumswissenschaften
Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 40 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Friday 14.03. 13:00 - 14:30 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Friday 21.03. 13:00 - 14:30 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Friday 28.03. 13:00 - 14:30 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Friday 04.04. 13:00 - 14:30 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Friday 11.04. 13:00 - 14:30 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Friday 02.05. 13:00 - 14:30 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Friday 09.05. 13:00 - 14:30 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Friday 16.05. 13:00 - 14:30 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Friday 23.05. 13:00 - 14:30 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Friday 30.05. 13:00 - 14:30 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Friday 06.06. 13:00 - 14:30 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Friday 13.06. 13:00 - 14:30 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Friday 20.06. 13:00 - 14:30 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Friday 27.06. 13:00 - 14:30 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock

Information

Aims, contents and method of the course

Die LV bittet einen Überblick über Themen, Theorien und Methoden, die sowohl im Fach der Kulturgeschichte als auch in dem der südosteuropäischen Geschichte auf reges Interesse stoßen bzw. häufige Anwendung finden. Bei der in der UE zu behandelnden Materie geht es lediglich um eine begrenzte Auswahl aus der ebenso methodologisch breit aufgestellten wie inhaltlich vielfältigen kulturhistorischen Südosteuropaforschung. Es wird diesbezüglich kein Vollständigkeitsanspruch erhoben.

Insbesondere stehen die Erinnerungs- und Raumparadigmen als innovative, impulsgebende Forschungsansätze der vergleichenden Kulturgeschichte im Mittelpunkt des Interesses der LV. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich der Interessenschwerpunkt der historischen Forschung im Allgemeinen auf die Kulturgeschichte verlagert. Der cultural turn beeinflusste maßgeblich auch die Teildisziplin der südosteuropäischen Geschichte. Zentraler Forschungsgegenstand vieler neuerer Qualifikationsarbeiten zu Südosteuropa ist das kulturelle Gedächtnis in seiner überragenden sinnstiftenden und orientierungsgebenden Funktion für Gegenwart und Zukunft. In diesem Zusammenhang wird anhand der Konzepte der "Geschichtspolitik" und der "historischen Meistererzählung" auch die politische Instrumentalisierung der Geschichte für nationale Identitätskonstruktionsprozesse und tagespolitische Zwecke erörtert.

Das Fach der südosteuropäischen Geschichte setzt sich neben vielen anderen Themenfeldern auch mit jenem der Erinnerungskulturen großer politischer, sozialer und nationaler Kollektive auseinander, fragt nach der Art und Weise, wie sich Gesellschaften in Südosteuropa an "ihre" Vergangenheit(-en) erinnern, um vor allem historisch bedingte Problem- und Konfliktlagen der Gegenwart zu beleuchten. Insbesondere wurden durch die postjugoslawischen Kriege der 1990er Jahre Untersuchungen zu konfliktbeladenen nationalen Kollektiverinnerungen als Ursachen des von ethnischen Säuberungen begleiteten Gewaltausbruchs im Zuge des Zerfalls dieses multiethnischen Staates veranlasst. Überdies machen Studien zu den Erinnerungskulturen der postkommunistischen Gesellschaften Südosteuropas einen großen Teil der Forschung aus. In der UE werden zentrale Texte zum erinnerungskulturellen Theoriemodell sowie Studien zu verschiedenen Aspekten von Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in Südosteuropa exemplarisch besprochen.

Außer Fragen nationaler und politischer Identitätsstiftung spielt in der Südosteuropaforschung auch der Forschungsansatz historischer Meso-Regionen eine wichtige Rolle. Als Folge des spatial turn in der Geschichtswissenschaft wurde im letzten Jahrzehnt zwischen Vertretern des Faches über die Frage nach der Existenz einer von Strukturmerkmalen langanhaltender Dauer geprägten "Geschichtsregion Südosteuropa" heftig debattiert. In der LV soll zunächst die Konzeption der Geschichtsregion als hochspezialisierte Forschungsrichtung der (osteuropäischen) Kulturgeschichte vorgestellt werden, um sich dann in einem zweiten Schritt der geschichtswissenschaftlichen Debatte, die mit Blick auf Südosteuropa und den Balkan entfachte, anzunähern.

Assessment and permitted materials

Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird neben der regelmäßigen Präsenz die kritische Besprechung eines für die LV relevanten Buches in der Form eines Referats und einer schriftlichen Hausarbeit erwartet.

Minimum requirements and assessment criteria

Examination topics

Reading list


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Last modified: Mo 07.09.2020 15:31