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100051 PS Fachdidaktik (2019W)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 35 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Saturday 12.10. 09:00 - 15:00 Seminarraum 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Friday 08.11. 16:45 - 20:00 Seminarraum 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Saturday 09.11. 09:00 - 15:00 Seminarraum 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Saturday 16.11. 09:00 - 15:00 Seminarraum 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Friday 06.12. 16:45 - 20:00 Seminarraum 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Saturday 07.12. 09:00 - 15:00 Seminarraum 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5

Information

Aims, contents and method of the course

Das sogenannte emotionalisierende oder emotionale Lernen bedient sich der Möglichkeiten des Storytelling und der Methoden des Theaters.
Hier soll über die Inhalte und Wirkung von Dramapädagogik, Theaterpädagogik, Drama in education, Jeux Dramatique, szenischem Lernen, angewandtem Theater, Rollenspielen, performativem Lehren und Lernen, pädagogischem Theater etc. diskutiert werden.
Die Abgrenzungsversuche der Bezeichnungen und Inhalte werden nicht im Mittelpunkt stehen, viel wichtiger erscheint die Vielfalt der Möglichkeiten, dass Lernende Aktiv-Gestaltende sind – und nicht Passiv-Konsumierende.

Durch den Einsatz von pädagogischem Theater (Improtheater, Playbacktheater, Bildertheater, Forumtheater, Regietheater, biografisches Theater, Unsichtbares Theater, Storytelling …) wird der Unterricht lebendiger. Die Lernenden erleben den Unterricht ganzheitlich, da durch das Theater-Spiel(en) das Denken, der Körper und die Gefühle aktiviert werden. Mike Fleming verweist in seinen Überlegungen zum performativen Lehren und Lernen auf das Konzept des „verkörperten Denkens (embodied cognition), das kognitive Prozesse damit erklärt, dass diese aus der Art und Weise, wie wir körperlich mit unserer Umwelt interagieren, entstehen.“ (Fleming, 2016, S. 42)

- konzeptuelle Entwicklung neuer kreativer Aufgabenstellungen für den Deutschunterricht auf Grundlage des pädagogischen Theaters
- Bestandsaufnahme der Fachliteratur zur Dramapädagogik, Theaterpädagogik, zu pädagogischem Theater, zu performativem Lehren und Lernen
- handlungs-und kompetenzorientierten Unterricht durch den Einsatz von pädagogischem Theater gestalten

Assessment and permitted materials

regelmäßige Anwesenheit und Mitarbeit, maximal zwei Einheiten dürfen entschuldigt versäumt werden, Pflichtlektüre, Proseminararbeit, Präsentation und schriftliche Reflexion
Abgabe der Proseminararbeit zur letzten Einheit, spätestens 3 Monate nach Semesterende

Minimum requirements and assessment criteria

konsistente Einbettung in den aktuellen Forschungsstand
Erklärung und Begründung des methodischen Vorgehens
Plausibilität der Gesamtstruktur der Arbeit
Stringente Argumentation
Sprache und Fachsprache
Formalia

Examination topics

Reading list

Boal, A.: Der Regenbogen der Wünsche. Methoden aus Theater und Therapie

Boal, A.: Theater der Unterdrückten. Übungen und Spiele für Schauspieler und Nicht-Schauspieler

Domkowsky, R.: Erkundungen über langfristige Wirkungen des Theaterspielens. Eine qualitative Untersuchung – Auf Spurensuche

Domkovsky, R. und Walter, M.: Was kann Theater? Ergebnisse empirischer Wirkungsforschung. In: Scenario VI, 1. S. 102-125

Dice Studie (2009) die Würfel sind gefallen – Forschungsergebnisse und Empfehlungen für Bildungstheater und Bildungsdrama, www.dramanetwork.eu

Even, S. und Schewe, M.:Performatives Lehren, Lernen, Forschen. Performative Teaching, Learning, Research

Felder, M. u. a.: Studienbuch Theaterpädagogik. Grundlagen und Anregungen

Fink, D.: Motivierendes Lehrverhalten aus Schüler/innenperspektive. In: wissenplus 4. 14/15

Fox, J.: Renaissance einer alten Tradition. Playback Theater

Haller, R.: Das Wunder der Wertschätzung. Wie wir andere stark machen und dabei selbst stärker werden

Haller, R.: Die Macht der Kränkung

Hattie, J. A. C : Visible Learning. A synthesis of over 800 meta-analyses relating to achievement

Hüther, G. und Quarch, C.: Rettet das Spiel! Weil Leben mehr als Funktionieren ist

Johnstone, K.: Impro for Storytellers

Johnstone, K.: Improvisation und Theater

Johnstone, K.: Theaterspiele. Spontanität, Improvisation und Theatersport

Klein, S.: Zeit. Der Stoff aus dem das Leben ist. Eine Gebrauchsanleitung

Lenakakis, A.: Paedagogus Ludens. Erweiterte Handlungskompetenz von Lehrer(inne)n durch Spiel- und Theaterpädagogik

Masemann, S. und Messer, B.: Improvisation und Storytelling in Training und Unterricht

Mau, J.: Playbacktheater in der Biografiearbeit. Identitätsarbeit mit fremdplatzierten Jugendlichen

Meyer, H.: Was ist guter Unterricht?

Miller, R. : Lehrer lernen. Ein pädagogisches Arbeitsbuch.

Plath, M.: Biografisches Theater in der Schule. Mit Jugendlichen inszenieren: Darstellendes Spiel in der Sekundarstufe

Plath, M.: „Spielend“ unterrichten und Kommunikation gestalten. Warum jeder Lehrer ein Schauspieler ist

Riegel, E. : Schule kann gelingen! Wie unsere Kinder wirklich fürs Leben lernen

Schinko-Fischli, S.: Angewandte Improvisation für Coaches und Führungskräfte. Grundlagen und kreativitätsfördernde Methoden für lebendige Zusammenarbeit

Schneider, W. u. a.: Theater und Schule. Ein Handbuch zur kulturellen Bildung.

Schreiner, P. (Hrsg.). Freire, P.: Bildung und Hoffnung

Schreiner, P. (Hrsg.). Freire, P.: Pädagogik der Autonomie. Notwendiges Wissen für die Bildungspraxis

Schreiner, P. (Hrsg.). Freire, P.: Unterdrückung und Befreiung

Siefer, W.: Der Erzählinstinkt. Warum das Gehirn in Geschichten denkt

Spitzer, M.: Lernen. Gehirnforschung und die Schule des Lebens

Spolin, V.: Improvisationstechniken für Pädagogik, Therapie & Theater

Lehrpläne VS, MS, AHS, BMHS

Association in the course directory

(I 2861, I 2865)
Teilnahmevoraussetzung im UF Deutsch Diplom:
1.Abschnitt;
Es kann max. ein Seminar vorgezogen werden. Hierfür müssen aber folgende Leistungen absolviert sein:
StEOP (I 1114 + StEOP LehrerInnenbildung);
I 1820; I 1830
Zur Äquivalenzliste geht es hier: https://spl10.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/s_spl10/Aequivalenzliste-abWS15.pdf

Last modified: Mo 07.09.2020 15:20